Der große Unbekannte

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Sven Grossegger: "Fehler werden nicht verziehen"

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Ein 35. Platz beim Weltcup in Presque Isle aus der vergangenen Saison steht als Karriere-Bestwert in seiner Vita. Das soll sich mit dem Start in den  WM-Winter 2011/12 ändern.

Sven Grossegger drängte sich bei den ÖSV-internen Ausscheidungswettbewerben um einen Startplatz für Östersund auf und verdrängte unter anderem Tobias Eberhard aus dem sechsköpfigen Aufgebot.

Die Loipe als große Stärke

Der 24-Jährige ist der große Unbekannte im Team von Cheftrainer Reinhard Gösweiner und will gleich beim Auftakt mit guten Resultaten untermauern, warum ihm das Vertrauen geschenkt wurde.

„Ich fühle mich läuferisch sehr stärk“, verriet der Salzburger im Gespräch mit LAOLA1. Auch im Schießen gab es über den Sommer Fortschritte, wenngleich er am Stand eine kleine Schwäche ortet. „Das kriege ich aber hin“, gibt sich Grossegger zuversichtlich.

Punkte sind das Ziel

Die Nervosität hält sich vor dem Einzelrennen (Mittwoch, 17:15 Uhr) in Grenzen. „Natürlich ist sie ein bisschen da, da ich im Weltcup mitlaufen darf. Da es aber nicht mein erster Start ist, ist es nicht so schlimm.“

Im 20-km-Bewerb schätzt er seine Chancen gering ein („Der liegt mir noch nicht so ganz.), umso größere Hoffnungen steckt er in seine Lieblingsbewerbe Sprint und Verfolgung. „Ich will an die Resultate aus dem letzten Jahr anschließen und mit Punkten heimfahren.“

Für Grossegger geht es auch darum, sich für die nächsten Weltcups in Hochfilzen (9.-11. Dezember) und Annecy (15.-18. Dezember) zu empfehlen. Aufgrund des großen internen Konkurrenzkampfes ist der 24-Jährige von guten Ergebnissen abhängig.

"Fehler werden nicht verziehen"

„Fehler werden nicht verziehen. Man muss jene der anderen ausnützen. Ich will fixer Bestandteil des Weltcup-Teams werden.“

Weltcup-Punkte sind Grosseggers Ziel

Trotz aller sportlicher Rivalität leidet das Klima innerhalb der Gruppe nicht. „Wir nehmen das sportlich. Julian und Tobi (Eberhard, Anm.) haben mir ganz normal gratuliert, wir sind auch weiterhin in gutem Kontakt. Natürlich gibt es teamintern einen Kampf, aber das läuft alles entspannt ab.“

Wasser wird eingekauft

Für Entspannung ist diesmal auch in puncto Ernährung gesorgt. Nachdem verseuchtes Wasser den ÖSV-Loipenjägern im Vorjahr gehörig zusetzte, verzichten die Österreicher diesmal auf Trinkwasser aus der Leitung.

„Wir kaufen es ein. Zudem versuchen wir, den Kontakt mit kranken oder kränkelnden Personen zu vermeiden.“ Glücklicherweise sind im rot-weiß-roten Lager derzeit alle fit. Auch der zuletzt angeschlagene Simon Eder ist wieder wohlauf. „Alle sind gut drauf.“

Einem guten Saisonstart von Grossegger, Sumann und Kollegen steht somit nichts mehr im Wege.

 

Christoph Nister

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