Ausländische Lösung

Simon Eder, ein Freund Landertingers, aber kein Befürworter Gösweiners, hätte sich dagegen eine andere Lösung gewünscht. „Sollte es so kommen, kann ich es nicht ändern. Ich hätte aber einen ausländischen Trainer bevorzugt, weil dieser völlig unbelastet gewesen wäre.“

Der Salzburger spielt darauf an, dass immer wieder Diskussionen über die Aufstellung der Weltcup-Mannschaft oder einzelner Staffeln entbrannten. Mehrfach gab es den Vorwurf, die Trainingsgruppe Eder wäre benachteiligt worden.

Landertinger hofft, dass sich das Unbehagen einiger Athleten schon bald in Luft auflöst. „Reinhard ist ein Typ, mit dem jeder reden kann. Er hört sich immer alles an, daher glaube ich nicht, dass es in Zukunft Probleme geben wird.“

Vertrauen in den ÖSV

Eder, neben dem Olympia-Silbermedaillen-Gewinner im Sprint der absolute Leistungsträger im heimischen Biathlon-Team und Gesamtweltcup-Fünfter der abgelaufenen Saison, geht derweil davon aus, sich mit dem Verband auf eine für alle Beteiligten vernünftige Lösung einigen zu können.

„Es gab ein gutes Gespräch mit dem ÖSV, das mich sehr zuversichtlich stimmt. Ich bin sicher, dass Markus (Gandler) einen Weg findet, damit alle zufrieden sind.“ Der 31-Jährige ist jedenfalls keiner, der Streit sucht oder gar eine erneute Teilung der Nationalmannschaft anstrebt. „Auf keinen Fall, die einheitliche Lösung ist für alle besser.“

Der Spielball liegt nun beim Skiverband, der gefordert ist und Fehler der Vergangenheit tunlichst vermeiden sollte.


Christoph Nister

 

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