Das große Biathlon-ABC

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Nähmaschine, Diopter & Co. - das große Biathlon-ABC

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Von 29. Februar bis 11. März gehen in Ruhpolding die 45. Biathlon-Weltmeisterschaften über die Bühne.

Monatelang haben sich Teilnehmer aus aller Welt auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet, in elf Bewerben kämpfen sie um Gold, Silber und Bronze.

Wir bringen auch dich in Form und erklären dir das Wichtigste, was du vor dem Start wissen musst. We proudly present "Das Biathlon-ABC":

A wie Anschießen

Gehört zur Vorbereitung eines Athleten vor dem Wettkampf. Dabei wird die Waffe an die Witterungsbedingungen angepasst. Komponenten wie Wind, Regen, Schneefall oder auch die Sonne können sich auf die Trefferlage auswirken.

B wie Bindung

Verbindet Ski mit Schuh und befindet sich in etwa in der Mitte des Skis. Im Gegensatz zum Alpinski ist beim Langlaufski nicht der komplette Schuh fest in der Bindung, die Ferse ist frei, um einen besseren Abstoß zu ermöglichen.

C wie Chiemgau-Arena

Hier werden die WM-Bewerbe 2012 ausgetragen. Hinter der DKB-Ski-Arena in Oberhof ist die Chiemgau-Arena (früher: „Stadion am Zirmberg“) das zweitgrößte Biathlon-Stadion Deutschlands. Dort finden zum insgesamt vierten Mal die Welt-Titelkämpfe statt.

D wie Diopter

Ist ein Teil des Gewehres. Hierbei handelt es sich um eine Visiereinrichtung bei der Waffe. Mithilfe zweier Drehknöpfe kann man die Höhen- und Seitenlage fein verstellen und auf drehenden Wind reagieren.

E wie Einzel

Der traditionsreichste Bewerb im Biathlon. Schon bei der ersten Weltmeisterschaft 1958 in Saalfelden wurde das Einzel ausgetragen. Erster Weltmeister war der Schwede Adolf Wiklund. Bei den Herren ist der Wettkampf 20 km lang, bei den Damen 15 km.

F wie Fehlschüsse

Für jeden Fehlschuss muss ein Athlet eine Strafrunde (150 Meter) drehen, einzig in der Staffel werden bis zu drei Nachlader pro Schießeinheit gewährt. Das Einzel bildet zudem eine Ausnahme: Anstatt einer Strafrunde gibt es pro Fehler eine Strafminute.

I wie IBU

Der Internationale Biathlonverband wurde am 2. Juli 1993 als unabhängige Vereinigung gegründet und gehörte bis 1998 zur Internationalen Union für modernen Fünfkampf (UIPMB). Seit 1999 hat die IBU ihren Sitz in Salzburg.

J wie Jagdrennen

Eine andere Bezeichnung für das Verfolgungsrennen. Dieser Bewerb ist auf den Sprint aufgebaut. Die Athleten starten mit den im Sprint resultierenden Rückständen in den Verfolger. Dabei wird je zweimal liegend und stehend geschossen.

K wie Klappscheiben

1978 wurden die ersten Klappscheiben eingeführt. Wenngleich inzwischen viele Veranstalter auf elektronische Systeme umgestellt haben, gibt es immer noch einige, die Klappscheiben haben. Trifft ein Athlet die Scheibe, klappt diese um und wird weiß.

L wie Lauftechnik

Lange Zeit wurden die Wettbewerbe im klassischen Stil abgehalten. Inzwischen gibt es im Weltcup nur noch die Skatingtechnik, da sie es den Athleten ermöglicht, sich schneller fortzubewegen.

M wie Magazin

Die Athleten haben beispielsweise beim Massenstart vier Magazine zu je fünf Schüssen dabei. Kommen sie zum Schießstand, nehmen sie ein Magazin und führen dieses in den Lauf ein. Durch Repetieren werden die Schüsse einzeln in den Lauf geladen und abgefeuert.

N wie Nähmaschine

Ein typischer Ausdruck in der Biathlonszene für einen Athleten, der am Schießstand zittert. Die Muskulatur wird während des Laufens derart stark beansprucht, dass er beim Stehendschießen keine ruhige Körperhaltung einnehmen kann. Kniebeugen dienen manchmal als Gegenmittel.

O wie Ole Einar Björndalen

Auch bekannt als „Mr. Biathlon“. Der Norweger hält so gut wie alle wichtigen Rekorde: Er hat die meisten Weltcup-Siege, Kristallkugeln und WM-Goldmedaillen. Auch bei Olympia ist er mit sechs Mal Gold die Nummer eins.

P wie Pyeongchang

Hier finden 2018 die Olympischen Winterspiele statt. Bereits 2009 wurde die Biathlon-WM in Südkorea ausgetragen. Österreich gewann gleich drei Medaillen. Gold (Landertinger) und Silber (Sumann) im Massenstart, dazu Staffel-Silber.

G wie Gelbes Trikot

Angelehnt an das „maillot jaune“ der Tour de France trägt auch der Gesamtführende im Biathlon-Weltcup das Gelbe Trikot. Damit wird seine bislang erbrachte Leistung demonstrativ noch einmal hervorgehoben.

H wie Hochfilzen

Österreichs Biathlon-Hochburg. Seit Jahren gehört Hochfilzen zum Inventar des Weltcup-Kalenders. 1978 und 2005 fanden in der im Pillerseetal gelegenen 1.100-Einwohner-Gemeinde die Weltmeisterschaften statt.

Q wie Quoten

Früher führten die Biathleten ein Schattendasein in der Medienlandschaft. Inzwischen sorgen sie für tolle Einschaltquoten. Vor allem in Deutschland drehen regelmäßig mehrere Millionen ihr TV-Gerät ein – Biathlon ist bei unseren Nachbarn die klare Nummer eins im Winter.

R wie Ruhpolding

Was Kitzbühel für die Alpinen ist, stellt Ruhpolding für die Loipenjäger dar: Es ist DAS Biathlon-Mekka schlechthin. Erstmals seit 1996 wird in Bayern wieder um WM-Gold, -Silber und –Bronze gekämpft.

S wie Staffel

Der einzige Wettbewerb, indem man als Team auftritt. Ob in Männer-, Frauen- oder Mixed-Staffel: Es stehen je vier Athleten am Start, die einmal liegend und einmal stehend schießen. Besonderheit: Bei jeder Schießeinheit stehen maximal drei Nachlader zur Verfügung.

T wie Trefferlage

Immer wieder kommt es vor, dass Schützen eine Rechts- oder Linkstendenz haben. Diese wird ihnen von den Teambetreuern auf der Strecke mitgeteilt, sodass die Athleten mit einer Änderung am Diopter vor dem nächsten Anschlag darauf reagieren können.

U wie Unterstützungsriemen

Dieser wird beim Liegendschießen benötigt. Am Gewehr ist ein Haken befestigt, der am rechten (für Linksschützen) bzw. linken Oberarm (für Rechtsschützen) in den Unterstützungsriemen eingehakt wird. Dadurch hat der Athlet eine stabilere Position.

V wie Vorfreude

Wen man auch fragt, der ganze Biathlon-Zirkus fiebert dem Spektakel in Ruhpolding entgegen. Die WM wird gemeinhin als „größtes Ereignis“, das die Sportart je erlebt hat, definiert.

W wie Wachstruck

400 PS stark, 18 Meter lang und technisch auf dem neuesten Stand. So präsentierte der Deutsche Skiverband vor der Saison seinen nagelneuen Wachstruck, der dem WM-Gastgeber im Kampf um die Medaillen den nötigen Vorsprung bringen soll.

X wie X-Faktor

Gibt es im Biathlon en masse. Einerseits spielt die Tagesform eine Rolle, andererseits das Material. Häufig wird der Wind am Schießstand zum X-Faktor. Nur, wer auch bei widrigen Umständen die Ruhe bewahrt, darf sich am Ende Chancen auf den Sieg ausrechnen.

Y wie Youth Women

Man höre und staune: Österreichs hat bei der Junioren-WM gleich zwei Medaillen bei den Damen abgestaubt. In der Klasse "Youth Women" gewann die Staffel (Christina Rieder, Julia Reisinger und Lisa Theresa Hauser) Bronze, dieselbe Medaille schnappte sich Hauser auch im Sprint.

Z wie Zuschauer

Ein nicht zu unterschätzender Faktor. In Ruhpolding wird die Chiemgau-Arena beben, insgesamt rechnen die Veranstalter mit 250.000 Zuschauern. Einige Athleten beugen dem Lärm vor und benutzen Ohrenstöpsel.

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