Anstrengung und Fans rauben Simon Eder den Atem

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Völlig erschöpft lag Simon Eder am Boden.

Der Salzburger rang nach Sauerstoff, nachdem er in der Verfolgung alles aus sich herausholte.

Am Ende blieb dennoch "nur" der 16. Rang, womit er hinter Dominik Landertinger (Achter) zweitbester Österreicher beim Biathlon-Heimweltcup in Hochfilzen war.

Der Mann mit dem Hammer

Nach einer extrem anstrengenden vierten Runde kam auf einmal der Mann mit dem Hammer. "Ich musste absetzen, denn es war, als würde mich jemand unter Wasser tauchen. Ich bekam überhaupt keine Luft mehr", erklärte er gegenüber LAOLA1.

Ein ungewohntes Gefühl für den Schnellschützen. Doch ausgerechnet in seiner vermeintlichen Paradedisziplin läuft es für "Lucky Luke" derzeit nicht nach Wunsch.

"Ich muss es mit Humor nehme, denn so schlecht ist das nicht", meint der Salzburger, dem der schwierige Zulauf im Pillerseetal nicht entgegenkam. Aufgrund seiner starken Laufform hofft er, schon bald "den ersten Podestplatz" einfahren zu können.

Landertinger ist zufrieden

An einem solchen war kein Österreicher näher dran als Landertinger. Vierter im Sprint und in der Staffel, Achter im Verfolger. Der Lokalmatador - er wohnt nur wenige Minuten vom Biathlonstadion entfernt - resümierte entsprechend positiv.

"Es war ein super Wochenende, auch wenn es schade ist, dass sich die Top-3 nicht ausgegangen sind." Cheftrainer Reinhard Gösweiner freute sich zudem darüber, dass "wir als Team geschlossener aufgetreten sind und einen Schritt nach vorne gemacht haben".

Platzierungstechnisch ist bei den rot-weiß-roten Loipenjägern noch Luft nach oben, bei den Zuschauermassen hingegen konnte hingegen ein absolutes Rekordhoch vermeldet werden.

Rekord-Wochenende in Hochfilzen

15.700 Biathlon-Fans sorgten für einen Tagesrekord am traditionell stark besuchten Samstag, auch die insgesamt 34.700 Fans an allen drei Bewerbstagen sind eine historische Bestmarke.

"Ich habe es noch nie so lässig erlebt", schwärmte Eder nicht von ungefähr, während Landertinger schon von "Ruhpolding-Ausmaßen" sprach.

Gösweiner merkte an: "Die Massen sind Wahnsinn, die Kulisse ist gewaltig. Besonders freut es mich für die Organisatoren, denn was sie geboten haben, um diese Rennen unter Top-Bedingungen ausrichten zu können, ist unglaublich."

So unglaublich, dass einem fast die Luft wegbleibt.


Aus Hochfilzen berichtet Christoph Nister

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