Eine fragwürdige Einladung

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Eine fragwürdige Privatparty

Die blauen Pillen haben geholfen, ich kann schlafen. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der Ski-WM auch schon wieder vorbei. Die nächsten Tage werden ebenfalls sehr schnell vergehen.

Gestern ging es nochmals etwas rund. Zum einen wegen der tollen Leistung unserer ÖSV-Damen in der Kombination, zum anderen wegen einer Passage aus meinem Interview mit Hans Knauß.

Der Steirer kam gestern zu mir und musste etwas klarstellen. „Du, ich muss dir da etwas sagen...“ Er hatte etwas falsche Informationen. Seine Aussage, dass Anna Fenninger wegen ihres Pressesprechers nicht zu einem CBS-Interview ging, war falsch.

Selbstverständlich wurde das Ganze richtig gestellt, es soll ja keiner schlecht davon kommen, obwohl er nichts Falsches gemacht hat. Die Sache sollte nun aber aus der Welt sein.

Wenig später kam im Pressezentrum ein weiterer Mann zu mir und sprach mich an. Lange Haare, weite Kleidung, viele Piercings. Mein Gehirn arbeitete auf Hochtouren: „Sollte ich den kennen? Hat er mir etwa auch etwas Falsches erzählt und muss es nun richtig stellen? Denkt er, ich sei selbst ein Fahrer, weil ich so lange mit Hans Knauß geplaudert habe?“

Ich wusste es nicht. Wie sich herausstellen sollte, konnte ich das aber auch gar nicht. Er wollte mich nur fragen, von wo ich komme. Als ich antwortete, dass ich Österreicher bin, war er fasziniert. Ich musste ihm erklären, warum Skifahren bei uns so wichtig ist.

Die ominöse Einladung: Leider habe ich weder "Booze", noch "Babes"

Er selbst war nämlich von einer amerikanischen Sport-Seite. Keinem Mainstream-Portal, sondern einer kleinen Homepage, die über elf unterschätzte bzw. nicht bekannte Sportarten berichtet. Neben Kajak, Rafting und Wakeboard ist Skifahren eine dieser elf Sparten.

„Würde es bei uns nie geben. Jeder in Österreich kennt Skifahren“, berichtete ich ihm. Er konnte es kaum glauben. Was aber auch daran liegen könnte, dass er nicht ganz bei Sinnen war. Gut möglich, schließlich ist Marihuana in Colorado legal.

Seine Einladung zu einer „privaten Party mit ein paar abgechillten Leuten“ in seinem Apartment nahm ich lächelnd an, wusste aber schon, vorsichtshalber nicht aufzutauchen. Ich bin mit meinen blauen Schlafpillen schon „Rockstar“ genug...

 

Euer Matthias

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