Das teuerste Sandwich der Welt

Erstes Rennen – erste Goldmedaille. Ihr braucht mir nicht zu danken, ich weiß, dass ich dafür verantwortlich bin.

Warum? Ich bin Anna Fenningers persönlicher Glücksbringer. Behaupte ich einfach mal so. Denn immer, wenn ich bei einem Rennen vor Ort bin, steht die Salzburgerin am obersten Podest.

Okay, zugegeben: Bislang war ich nur in Sölden und jetzt bei der WM bei Damen-Rennen im Zielbereich. Dennoch hat Fenninger unter mir eine hundertprozentige Sieg-Statistik. Hoffentlich setzt sie diese in den nächsten Tagen fort.

Doch bereits vor dem Damen-Super-G hatte ich einen harten Brocken zu verdauen. Im wahrsten Sinne des Wortes, nur dass der harte Brocken in meinem Fall ein Sandwich war.

Da ich das Frühstück ausgelassen und vor dem Start dank der Verschiebung noch etwas Zeit hatte, wollte ich meinen Hunger stillen. Also ging es im Pressezentrum einen Stock tiefer, wo das Selbstbedienungs-Restaurant platziert ist.

Ein kurzer Blick auf die Tafel: Burger mit Pommes 16,50 Dollar, Steak 19,50 Dollar – doch für etwas Warmes war es noch etwas zu früh. Außerdem wollte ich für einen Snack nicht so viel ausgeben. Dann plötzlich die Rettung: Ein stinknormales Sandwich. Preis war keiner angeschrieben, auf der Plastik-Verpackung stand nur 2,2. „Hm, 2,20 Dollar für ein Sandwich, was für ein Schnäppchen!“, ballte ich innerlich die Faust. Ein leichtsinniger Gedanke, wie sich herausstellen sollte.

Denn an der Kassa der Schock. Statt 2,20 Dollar kostete das Sandwich 22 Dollar. 22 Dollar für eine Scheibe Schinken und eine Scheibe Käse zwischen zwei Toastscheiben. Eindeutig das teuerste Sandwich, das ich jemals gegessen habe.

Da fällt mir ein: Auch in Sölden habe ich vor dem Damen-Super-G ein Sandwich gegessen. Das muss der Grund für Fenningers Siege sein! In den nächsten Tagen stehen mir wohl noch einige teure Sandwiches bevor. Hoffentlich ist meine Bankomatkarte für die USA freigeschaltet.

Euer Matthias

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