Die Weltmeister von 2011 im Überblick

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Von den neun Titelverteidigern sind bei der alpinen Ski-WM 2013 in Schladming zumindest acht am Start.

Große Abwesende könnte die Österreicherin Marlies Schild sein, die nach Sturz und Knie-Operation im Dezember 2012 von den Ärzten eine dreimonatige Pause verordnet bekam. Ob die Salzburgerin noch bis zum WM-Slalom am 16. Februar fit für einen Rennstart werden kann, ist derzeit fraglich.

Sicher ist, dass die einzige "Doppel-Titelverteidigerin" aus Österreich kommt. Elisabeth Görgl hatte vor zwei Jahren in Garmisch mit Gold in Abfahrt und Super-G brilliert, suchte aber bis zuletzt ebenso nach der Topform wie Slalom-Titelverteidiger Jean-Baptiste Grange aus Frankreich.

Die großen WM-Abwesenden bei den Herren sind Bode Miller und Beat Feuz.

Erik Guay (Kanada/31 Jahre) - Abfahrt: Seit seiner Gold-Fahrt in Garmisch hat der Kanadier in zwei Jahren fünf Podestplätze in Weltcup-Abfahrten geschafft, kommt aber sieglos nach Schladming.

Der 31-jährige aus Mont Tremblant in Quebec hat aber mit den "Medaillenplätzen" im Dezember in Gröden (3.) und zuletzt Kitzbühel (2.) bewiesen, dass er rechtzeitig wieder in Form gekommen ist.

Guay ist die derzeit stärkste "Waffe" der vom österreichischen Präsidenten Max Gartner angeführten "Canadian Cowboys", die in Schladming auf den Abfahrts-"Three-Peat" aus sind. Nach John Kucera (2009) und Guay (2011) soll im Königsbewerb der dritte WM-Titel in Folge an Kanada gehen.

Christof Innerhofer (Italien/28 Jahre ) - Super-G: Der Südtiroler hat in den zwei Jahren seit seinem dreifachen Medaillengewinn in Garmisch eine gesundheitlich bemerkenswerte Leidensgeschichte durchlebt, ist aber mittlerweile wieder ganz der Alte.

Auch mit dem Mundwerk, wie "Winnerhofer" zuletzt nach Platz drei im Super-G und dem Eklat in Kitzbühel bewiesen hat.

Seine zwei Saisonsiege in Beaver Creek und Wengen machen ihn vor allem in der Abfahrt zu einem großen Mitfavoriten, beim Schladminger Weltcup-Finale entschied er im März 2012 aber auch die "WM-Generalprobe" im Super-G für sich. Die Planai könnte bei eisigen Bedingungen dem Italiener gut liegen.

Ted Ligety (USA/28 Jahre) - Riesentorlauf: Der Amerikaner ist auch nach der Material-Reform der überragende Riesentorläufer der Gegenwart und hatte vor der WM in Marcel Hirscher einen einzigen Gegner, der ihm wirklich das Wasser reichen konnte.

Ligety gegen Hirscher, das wird am 15. Februar eines der ganz großen WM-Duelle auf höchstem Niveau. Allerdings hat sich Ligety durch seine Ambitionen im Gesamt-Weltcup etwas "zerfranst", in den restlichen Bewerben lief es daher zuletzt für "Mister Riesentorlauf" nicht nach Wunsch.

Jean-Baptiste Grange (FRA/28 Jahre) - Slalom: Der einstige Slalom-Dominator hatte seit seinem Goldgewinn vor zwei Jahren enorme gesundheitliche Probleme zu meistern.

Wegen Bandscheibenproblemen lieferte "JBG" eine sehr durchwachsene Saison 2011/12, im Frühjahr 2012 muste er wegen Knieproblemen neuerlich unters Messer. Kein Wunder, dass ihm seit dem WM-Gold kein Weltcup-Sieg mehr gelungen ist.

Aksel Lund Svindal (NOR/30 Jahre) - Super-Kombination: Dem bärenstarken Norweger wird in Schladming viel zugetraut. Im Vorjahr warf ihn eine Erkrankung im Jänner aus dem Weltcuprennen, in dieser Saison ist er aber wieder der schärfste Gegner von Marcel Hirscher.

Der "Elch" hat nicht nur bei der WM-Generalprobe auf der Planai den Super-G sondern in dieser Saison bereits beide Speed-Rennen in Lake Louise sowie die Super-G in Gröden und zuletzt Kitzbühel gewonnen.

In Beaver Creek wurde er in beiden Speed-Rennen Zweiter. Svindal werden in Schladming mehrere Medaillen zugetraut.

Elisabeth Görgl (AUT/31 Jahre) - Abfahrt und Super-G: Der Steirerin ist vor zwei Jahren bei der WM der ganz große Durchbruch gelungen.

Nach einer beidseitigen Knie-Operation im Frühjahr 2012 sowie Anpassungs-Problemen an das neue Ski-Material suchte die Doppel-Titelverteidigerin in der WM-Saison allerdings bis zuletzt nach der Form, die sie 2011 zur erfolgreichsten WM-Starterin gemacht hat.

Tina Maze (SLO/29 Jahre) - Riesentorlauf: Die Slowenin ist in der WM-Saison das Maß der Dinge bei den Damen.

Die 29-jährige fährt so stark wie noch nie, führt im Weltcup überlegen und hat in diesem Winter eigentlich nur noch Rekorde und Medaillen im Visier. Maze kann in allen fünf Einzel-Bewerben sogar Gold gewinnen.

Anna Fenninger (AUT/23 Jahre) - Super-Kombination: Die Salzburgerin war in Garmisch die positive Überraschung aus österreichischer Sicht. Seitdem hat die 23-Jährige nicht nur auch im Weltcup ihren Premierensieg (Lienz) gefeiert, auch der zweite Erfolg (Semmering) passierte auf österreichischem Boden.

Fenninger ist der aktuelle Shooting-Star im ÖSV-Damenteam und hat Medaillen-Chancen in gleich vier Disziplinen. Nur den Slalom lässt Fenninger in Schladming aus.

Marlies Schild (AUT/31 Jahre) - Slalom: Die Salzburgerin hat nach ihrem vor zwei Jahren eroberten, ersten WM-Titel sieben weitere Weltcup-Slaloms und zwei weitere Mal den Slalom-Weltcup gewonnen.

2012 wurde sie deshalb zu Österreichs Sportlerin des Jahres gewählt. Der Elan der Seriensiegerin kam allerdings etwas ins Stocken, nachdem sie sich seit Februar 2012 die Zähne am Versuch ausbeißt, Vreni Schneiders Allzeit-Rekord von 34 Slalomsiegen zu egalisieren.

Zudem zog sich die Olympia-Zweite kurz vor Weihnachten bei einem Trainings-Sturz in Aare einen Innenbandriss im rechten Knie zu, nach dem die Saison für beendet erklärt wurde.

Schild blieb aber dank ihres persönlichen "Freiplatzes" im WM-Aufgebot. Ein Antreten am 16. Februar in Schladming käme nach derzeitiger Auffassung dennoch einem kleinen Wunder gleich.

Mit Bode Miller (USA) und dem Schweizer Beat Feuz fehlen zwei ganz starke Fahrer verletzungsbedingt.

Der Weltcup-Gesamt-Zweite Feuz muss nach einer Operation ebenso die ganze Saison aussetzen wie Kombinations-Olympiasieger Miller, der trotz seiner bereits 35 Jahre aber 2014 bei Olympia wieder dabei sein möchte.

Der Doppel-Weltmeister von St. Moritz 2003 und Bormio 2005 will bis dahin sein lädiertes Knie komplett ausgeheilt haben.

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