"Brutale Watsch'n für mich!"

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Herbst: "Weiterer Rückschlag in meiner Karriere!"

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„Für mich ist das eine brutale Watsch’n!"

Die Enttäuschung bei Reinfried Herbst über die Nicht-Aufstellung für die Heim-Weltmeisterschaft in Schladming in groß.

Das Slalom-Ass zeigte sich vor allem darüber enttäuscht, dass es nicht mehr zu einer internen Qualifikation kommt.

„Ich musste schon viele Rückschläge in meiner Karriere verdauen, das ist jetzt ein weiterer“, so der Gewinner von neun Weltcup-Slaloms in einer ersten Reaktion.

Was war der Grund?

Beim Blick auf das WM-Aufgebot versteht der Salzburger die ÖSV-Welt schon gar nicht mehr.

„Wenn die Aufstellung nach rein sportlichen Gesichtspunkten erfolgt wäre, hätte ich die Chance auf eine Qualifikation bekommen.“

Von Seiten der ÖSV-Führung teilte man Herbst aber mit, dass das Herren-Kontingent von 14 Fahrern „leider ausgeschöpft“ sei.

„Trotzdem sind Läufer mit wesentlich schlechteren Ergebnissen im Kontingent zu finden. Deshalb bleibe ich auf der Strecke und Benni (Raich; Anm.) bekommt das vierte Slalom-Ticket.“

Kein Top-Ten-Ergebnis 2013

Dass er als Ersatzfahrer dabei ist, ist für Herbst, der das „Night-Race“ in Schladming in seiner Karriere zwei Mal gewinnen konnte, nur „ein schwacher Trost“.

Nach einem guten Start in den WM-Winter mit Platz sechs im finnischen Levi und Rang sieben in Madonna di Campiglio lief es 2013 nicht mehr nach Wunsch.

Der 15. Platz von Wengen ist das beste Slalom-Ergebnis, in Adelboden und Kitzbühel sah Herbst das Ziel nicht.

"Quali wäre fair gewesen"

„Leider habe ich am Ganslernhang durch Pech mein drittes Top-Ten-Ergebnis drei Tore vor dem Ziel verspielt. Ich brauche jetzt nicht spekulieren, aber wenn ich da ins Ziel gekommen wäre, hätte es sicher anders ausgesehen.“

Während Herbst enttäuscht seine Sachen packte, ging dem „Blitz aus Pitz“ in Kitzbühel alles auf – im Finale carvte er mit der zweitschnellsten Laufzeit von Rang 25 auf 5 vor.

„Es ist bitter, dass Benni in dieser Saison im direkten Vergleich nur einmal schneller war als ich. Deshalb wäre eine Qualifikation nur fair gewesen“, so der Olympia-Zweite von Turin 2006.

Keine persönliche Attacke

Nach der Bekanntgabe des WM-Aufgebots erreichten den 34-Jährigen zahlreiche Reaktionen.

„Egal ob Trainer oder Kollegen, nur die wenigsten können diese Aufstellung nachvollziehen. In einer solchen Situation steht es mir, glaube ich, zu, meine Ansichten mitzuteilen.“

Die Entscheidung der ÖSV-Führung möchte er aber akzeptieren und seinen Frust-Abbau auch nicht als persönlichen Angriff gegen irgendjemand verstehen.

„Mir geht es rein um die Fakten und das Empfinden nach der Nicht-Nominierung.“

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