"Ich denke überhaupt nicht an die Vergangenheit"

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Gleich im ersten Training für die WM-Abfahrt präsentierte sich Lindsey Vonn stark und unterstrich ihre Favoritenrolle.

Ähnlich wie in der Abfahrt ist die US-Amerikanerin auch im ersten WM-Bewerb am Dienstag, dem Super-G, Gold-Anwärterin.

Vor ihrem ersten Einsatz bei der Heim-WM blickte die 30-Jährige auf die vergangenen zwei - nicht immer einfachen - Jahre zurück.

Kurz nach ihrem 59. Weltcupsieg riss am 5. Februar 2013 ihr Sturz beim WM-Super-G in Schladming nicht nur das Kreuzband, sondern auch ein tiefes Loch in ihre Karriere. Nun ist die 30-Jährige wieder da und greift in ihrer Heimat ach Medaillen.

"Ich genieße den Augenblick"

Vonn sieht gar keinen Grund, großartig auf die zwei bitteren Jahre zurück zu blicken. "Es waren lange zwei Jahre. Ich denke aber überhaupt nicht an die Vergangenheit, denn ich habe nie an meinem Comeback gezweifelt. Die Frage war immer nur, wie lang es dauert", erklärte sie im Zielraum von Beaver Creek die große Frage der letzten 24 Monate und beantwortete sie gleich selbst. "Nun, es hat länger gedauert, als ich wollte."

Alles Schnee von gestern, denn bei den Heim-Titelkämpfen in Colorado zählt Vonn schon wieder zu den Topfavoritinnen. "Ich bin einfach nur glücklich, gesund zu sein und gut Ski zu fahren. Ich genieße den Augenblick", sagte Vonn nach dem ersten Abfahrtstraining am Dienstag.

Erinnerungen an 1999

Seit ihrem Comeback im vergangenen Dezember hat Vonn nicht viel Zeit benötigt, um den Rekord von Moser-Pröll in Cortina zu egalisieren und unmittelbar vor der WM in St. Moritz auf 64 Weltcupsiege auszubauen.

Auch deshalb sei sie nun wesentlich entspannter als früher. "Und auch glücklicher", betonte die mit Golf-Superstar Tiger Woods liierte US-Amerikanerin. "Aber vor allem wegen meiner schweren Verletzung genieße ich jetzt alles viel mehr."

Bei einer Heim-WM zu starten, sei das Coolste überhaupt. "Ich habe noch viele Erinnerungen an 1999, da war ich Rutscherin auf der Strecke", verwies Vonn auf die davor letzte US-WM in Vail.

2015 kehrt sie als Superstar und Topfavoritin zurück. "Ich bin wieder da und darf eine WM in meiner Heimatstadt fahren. Wie großartig ist das?", gab sie sich begeistert. "So eine Chance bekommen wirklich nicht viele."

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