Fenninger in Bad Kleinkirchheim am Podest

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Fast drei Jahre nach ihrem bisher letzten Erfolg hat die Schweizerin Fabienne Suter wieder ein Weltcup-Rennen für sich entschieden.

Die 27-Jährige setzte sich am Sonntag im Super-G in Bad Kleinkirchheim vor der Slowenin Tina Maze (+0,34 Sek.) sowie der Salzburgerin Anna Fenninger (0,74) durch, die auch im dritten Saisonrennen dieser Disziplin auf das Podest fuhr.

Abfahrtsiegerin Elisabeth Görgl musste sich mit Rang neun begnügen, die von Magenproblemen geplagte US-Amerikanerin Lindsey Vonn wurde 18.

Sieg nach drei Jahren Pause

Suter wie Maze erwischten auf dem anspruchsvollen Schlusshang der Piste "Kärnten - Franz Klammer" eine ideale Linie, nach dem dritten Platz in der Abfahrt vom Samstag stand Suter dieses Mal ganz oben.

"Ich habe schon am Start gespürt, dass der Schnee passt und der Ski funktioniert", sagte Suter, bei der die Freude darüber, endlich das Gefühl des Siegens wieder spüren zu dürfen, natürlich groß war (insgesamt vierter Weltcupsieg).

Maze verbuchte den ersten Podestplatz im Super-G ("Bin im Mittelteil nicht gut gefahren"), sie ist damit in ihrer Karriere in allen Disziplinen unter den Top-Drei gewesen.

Dritter Podestplatz für Fenninger

Fenninger kam nach den Rängen zwei in Lake Louise und drei in Beaver Creek im Super-G erneut auf das Podest, es lief in allen Belangen deutlich besser als am Vortag in der Abfahrt (Zehnte).

"Ich habe versucht, das zu verarbeiten und mich auf heute zu konzentrieren. Ich habe das gut umgesetzt. Vor einem Super-G bin ich sonst nervöser, heute war das nicht so, da habe ich mehr nachgedacht", erzählte die 22-Jährige, die sich vor dem Start am Samstag ob ihrer neu gewonnenen Popularität von den vielen Zuschauern aus der Ruhe hatte bringen lassen.

Fokus auf Rennen

"Nett" will sie auch künftig zu den Fans sein, weil das ihrem Naturell entspricht, allerdings muss sie noch lernen, öfter einmal nein zu sagen, um sich in Ruhe auf das Rennen einzustellen zu können.

"Das war in der Vergangenheit auch schon mal so, dass ich zu viele andere Sachen gemacht habe, anstatt auf mich zu schauen." Mit ihrer Konditionstrainerin Sandra Lahnsteiner habe sie am Samstagabend das Erlebnis aufgearbeitet.

"Ich bin heute eingefahren, als keiner auf der Piste war. Und ich habe gewusst, was auf mich zukommt. Gestern fühlte ich mich überrumpelt."

Görgl "mittelmäßig"

Nicht zufrieden war Görgl, die von einem "mittelmäßigen Lauf" sprach. "Es war sauber und solide, aber der letzte Zacken hat gefehlt", erzählte sie.

Im Super-G habe sie zuletzt noch einiges herumprobiert, sie brauche noch ein paar Trainingskilometer, meinte die 30-jährige Steirerin. Nicole Hosp durfte sich als Zehnte über das beste Ergebnis des Winters freuen.

"Im Super-G geht es besser, obwohl ich seit Lake Louise nicht mehr traniert habe. Ich bin jedenfalls zufrieden", meinte die Tirolerin, die in Cortina nur den Super-G bestreiten wird. Statt Abfahrt steht Riesentorlauf-Training auf dem Programm, um auch in den techischen Disziplinen wieder aufzuzeigen.

Köhle auf Rang elf

Mit Startnummer 43 auf den elften Rang fuhr Stefanie Köhle, die damit "natürlich voll zufrieden" war, sich als Technikerin aber noch ein paar Kurven mehr gewünscht hätte.

Andrea Fischbacher wurde 17., Kathrin Zettel 26. und Jessica Depauli 29.

Vonns Serie reißt

Die Deutsche Maria Höfl-Riesch fehlte bei den Speed-Rennen in Bad Kleinkirchheim wegen eines grippalen Infekts, sie wird aber für die Rennen in Cortina am kommenden Wochenende zurückerwartet.

Vonn war geschwächt angetreten. Nach 19 Podestplätzen en suite im Super-G-Weltcup erreichte sie im 20. Rennen dieses Ziel nicht. Zuletzt nicht unter den Top-Drei war sie am 26. Jänner 2009 in Cortina d'Ampezzo gewesen.

Vonn führt auch nach den Kärnten-Rennen im Gesamtweltcup, im Super-G- sowie Abfahrts-Weltcup.

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