Maze entreißt Fenninger den ersten Speed-Sieg

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Trotz einer "fast perfekten" Fahrt ist Anna Fenninger am Sonntag beim Heim-Weltcup in St. Anton der erste Speed-Erfolg ihrer Karriere nicht vergönnt gewesen.

Der Wimpernschlag von 4/100 Sekunden fehlten der zweitplatzierten Salzburgerin im Super-G auf den Sieg. Den holte sich Tina Maze, die damit als sechste Rennläuferin der Weltcup-Geschichte in allen fünf klassischen Disziplinen gewonnen hat.

Die Slowenin baute mit dem 17. Karriereerfolg ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus.

Fenninger schnuppert am 1. Sieg

Fenninger kam mit 96/100 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Lindsey Vonn ins Ziel, riss die Arme in die Höhe und dachte, dass dies möglicherweise für den ersten Super-G-Erfolg gereicht haben könnte.

"Es hat sich echt gut angefühlt, ich war sehr glücklich im Ziel, dass ich das wirklich runtergebracht habe, es hat von oben bis unten gepasst. Der Vorsprung hat mich gewundert und sehr glücklich gemacht. Ich habe mir gedacht, vielleicht reicht es", sagte Fenninger.

"Ich war kurz enttäuscht"

Doch dann kam Maze, war einen Hauch schneller und reihte sich in eine Liste mit der Salzburgerin Petra Kronberger, Pernilla Wiberg (SWE), Janica Kostelic (CRO), Anja Pärson (SWE) und Vonn ein.

"Als Tina über der Ziellinie war, war ich kurz enttäuscht. Aber das war schnell weg. 4/100 kann man bei jedem Tor finden. Das ist so knapp, das sieht man wahrscheinlich gar nicht. Heute war das Glück auf ihrer Seite, vielleicht sieht es ein anderes Mal anders aus", nahm es die 23-jährige Fenninger, die am Samstag Dritte in der Abfahrt gewesen war, sportlich.

6. Saisonsieg für Maze

Für Maze war es der sechste Saisonsieg, im Kampf um die große Kristallkugel hat sie nun bereits 545 Punkte Vorsprung auf die Deutsche Maria Höfl-Riesch - Tagesfünfte hinter Maze, Fenninger, Fabienne Suter (SUI) und Vonn.

"Der Vorsprung ist super, es ist bisher eine unglaubliche Saison. Ich fahre super stark und wenn ich so weitermache, sind die 2.000 Punkte realistisch. Es ist ein unglaublicher Tag", sagte die 29-jährige Maze mit einem großen Strahlen im Gesicht.

Super-G-Sieg als großes Ziel

Mit dem Sieg im Super-G hat sie ein großes Ziel erreicht.

"Es ist unglaublich! Ich habe mir das für diese Saison vorgenommen, weil ich gewusst habe, dass ich gut Super-G fahre. Ich wollte unbedingt und heute hat alles geklappt. Anna war auch stark, aber das Glück war auf meiner Seite", meinte Maze, die auch Gratulationen von Vonn entgegennahm.

Vonn mit Comeback zufrieden

Die vierfache Gesamtweltcupsiegerin nimmt von ihrem Comeback-Wochenende nach einmonatiger Pause einen sechsten Platz in der Abfahrt und einen vierten im Super-G mit.

"Ich hätte besser fahren können, aber ich bin zufrieden, das Selbstvertrauen fehlt noch ein wenig", erklärte Vonn, die über einen Slalomstart in Flachau noch nicht entschieden hat.

Fischbacher meldet sich zurück

Als zweitbeste Österreicherin kam Andrea Fischbacher an die zehnte Stelle, das WM-Ticket ist für die Salzburgerin greifbar.

"Daran denke ich nicht, es ist jetzt noch Cortina. Ich habe es heute halbwegs gut ins Ziel gebracht, ohne großen Fehler, das fühlt sich schon mal gut an", meinte Fischbacher, die in der Abfahrt einen Sturz knapp vermieden hat."

Für sie sei das Wichtigste, wieder das Gefühl zu haben, attackieren zu können.

Görgl macht Schritt vorwärts

Die Entscheidung, auf ein Antreten in der Abfahrt zu verzichten, stellte sich für Weltmeisterin Elisabeth Görgl (14.) als richtig heraus.

"Ich habe gestern fünf Läufe trainiert und beim Material und der Skitechnik was probiert, das hat mir geholfen. Das war heute ganz gut, unten habe ich mich halt ein bisschen eingeparkt. Es geht bergauf", sagte die Steirerin.

Keine Entscheidung in Sachen WM-Tickets

Stefanie Köhle wurde 16., Nicole Schmidhofer 18., Regina Sterz landete auf Platz 22 und Nicole Hosp auf 28.

Das WM-Team wird erst nach dem Super-G in Cortina feststehen.

Görgl als Titelverteidigerin und Fenninger sind fix, um die restlichen drei Plätze werden sich wohl Fischbacher, Köhle, Sterz, Schmidhofer und Stefanie Moser matchen. Letztgenannte schied am Sonntag aus.

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