Schörghofer bei Ligety-Sieg am Stockerl

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Sölden ist 2011 fest in amerikanischer Hand.

Nach dem Erfolg von Lindsey Vonn hat am Sonntag Ted Ligety nachgelegt und den Riesentorlauf auf dem Rettenbachferner zum Auftakt der Weltcupsaison gewonnen.

14.000 Zuschauer bei Prachtwetter bejubelten aber auch Philipp Schörghofer, der hinter dem jungen Franzosen Alexis Pinturault an die dritte Stelle kam.

Auf den ersten Sölden-Sieg seit 2005 müssen die ÖSV-Herren damit weiter warten.

Freude über "Heimsieg"

Für Ligety ist es der neunte Weltcupsieg im Riesentorlauf, der 27-Jährige aus Park City hat damit auch den Grundstein zur erfolgreichen Kugel-Verteidigung in seiner Spezialdisziplin gelegt.

"Ich war hier schon so oft auf dem Podium und wollte den Sieg. Es ist schon ein Vorteil, dass wir hier so viel trainiert haben. Lindsey war gestern großartig, es ist gut, dass auch ich die Erwartungen erfüllt habe", meinte Ligety.

Das Ötztal freut sich, hat es doch - sehr zum Missfallen von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel - erst kürzlich mit dem US-Skiteam einen Dreijahresvertrag abgeschlossen.

Überraschung aus Frankreich

Der 20-jährige Pinturault kam wie im letzten Riesentorlauf der Vorsaison in Kranjska Gora auf Platz zwei und unterstrich sein großes Talent.

"Es ist eine kleine Überraschung, ich habe im zweiten Durchgang das Beste draus gemacht", sagte der Halbzeit-Vierte, den die Konkurrenz als einen weiteren Läufer aus dem starken französischen Team aber längst auf der Rechnung hatte.

"Da musst du zurückschlagen"

Schörghofer verteidigte seinen dritten Platz und war dementsprechen erleichtert und erfreut: "Ich habe gesagt, ideal wäre 1, 2 oder 3. Für den Sieg braucht man auch ein bisschen Glück. Es ist ein Platz, auf den ist stolz sein kann."

Nach dem ersten Durchgang hatte sich der WM-Dritte wie in einem Boxkampf gefühlt. "Der Hang schlägt voll, da musst du zurückschlagen."

Freude über Comeback

Marcel Hirscher kämpfte sich in seinem Comeback-Rennen nach dem Kahnbeinbruch im linken Fuß von Platz 12 auf 6 nach vorne - direkt hinter Carlo Janka (SUI) und Gesamtweltcupsieger Ivica Kostelic (CRO), der mit Laufbestzeit einen Sprung von 18 auf 5 machte.

Ein Patzer im ersten Durchgang hatte Hirscher Zeit gekostet, im Finale hielt sich der Salzburger schadlos. "Saugeil, das taugt mir echt. Vor allem der zweite Durchgang. Ich bin sicherlich im richtigen Sport daheim, das ist für mich Skifahren."

Romed Baumann konnte seinen fünften Zwischenrang nicht halten, fiel auf Position elf zurück, er hatte im Steilhang nicht in den Rhythmus gefunden.

Raich resümiert positiv

249 Tage nach seinem Kreuzbandriss im linken Knie wurde Benjamin Raich bei seinem ersten Antreten 19. In beiden Durchgängen hatte er Probleme im Steilhang.

"Ich kann ein positives Resümee ziehen. Ich habe im Steilhang aber sehr viel Zeit verloren, da war ich noch überfordert. Aber da und dort waren gute Lichtblicke dabei. Ich habe gesehen, dass ich teilweise den Speed habe, weiß aber auch, woran ich arbeiten muss. Körperlich habe ich mit ganz gut gefühlt", sagte der Pitztaler.

"Zweite Reihe" enttäuscht

Den Saisonstart verpatzt hat Hannes Reichelt als 20. Christoph Nösig (36.), Marcel Mathis (40.) und Vincent Kriechmayr (52.) verpassten die Finalqualifikation, Stephan Görgl schied in Lauf eins aus.

Der Schweizer Daniel Albrecht, der Sieger von 2008, startete erstmals seit seinem folgenreichen Streif-Sturz 2009 wieder auf dem Rettenbachferner, kam mit über dreieinhalb Sekunden Rückstand aber nicht in die Entscheidung.

Didier Cuche, der nach seinem Sölden-Sieg 2009 und der Rennabsage 2010 Titelverteidiger war, kam im zweiten Durchgang nicht ins Ziel.

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