Zettel bei Maze-Sieg Dritte - ÖSV mannschaftlich stark

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Mit einer Überraschung hat der erste Damen-Slalom der Weltcupsaison geendet.

Nicht die topfavorisierte US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, sondern die Slowenin Tina Maze holte sich am Samstag in Levi den Sieg vor der Schwedin Frida Hansdotter (+0,34 Sek.).

Kathrin Zettel sorgte als Dritte (0,52) für einen ÖSV-Stockerlplatz. Für Tina Maze war es der 24. Weltcupsieg, der vierte im Slalom.

Shiffrin stand als Elfte zum ersten Mal seit 2. Februar in Kranjska Gora (7.) nicht auf dem Slalom-Podest, seitdem hatte sie in ihrer Spezialdisziplin nur noch Siege gefeiert.

Eine Topplatzierung hatte die erst Donnerstagabend aus den USA angereiste Disziplinsiegern der vergangenen Saison bereits im ersten Durchgang vergeben.

Möglicherweise war der Zweitages-Kurztrip, der voriges Jahr noch funktioniert hatte, nach der hohen Trainingsbelastung heuer zu viel.

Shiffrin mit Rang 11 unzufrieden

"Sie hat nicht so in den Rhythmus gefunden und ist im Steilhang zu verhalten gefahren", meinte Manager Kilian Albrecht, der im Finale auf Schadensbegrenzung hoffe, die sich nur leicht einstellte.

"Das war heute kein gutes Skifahren", musste Shiffrin zugeben, sie hatte sich im Steilen überhaupt nicht zurechtgefunden.

Und so witterte Maze bereits nach dem ersten Durchgang ihre Chance. "Als ich gesehen habe, dass Mikaela hinten war, habe ich gewusst, jetzt ist es möglich, ganz vorne zu sein."

Der mit einem Rentier versüßte Sieg in Levi tröstete die Doppel-Olympiasiegerin von Sotschi über den verpatzten Saisonauftakt in Sölden hinweg, sie reist nun als Dritte im Gesamtweltcup hinter Gletschersiegerin Shiffrin und Zettel zu den Rennen in die USA.

Dort steigt mit Ex-aequo-Sölden-Siegerin Anna Fenninger dann auch Österreichs Titelverteidigerin im Gesamtweltcup wieder ein.

Zettel mit Laufbestzeit aufs Podium

Zettel befand ihre Halbzeitposition fünf und den Rückstand für "in Ordnung", sie habe es schon "viel schlimmer erlebt hier heroben". Es sei ein guter Einstand gewesen, müsse aber noch mehr gehen.

"Ausbaufähig in allen Bereichen", sagte sie und sprang mit Laufbestzeit im Finale bei leichte Schneefall noch auf das Podest.

"Es war schwierig, ich habe gesehen, dass ich angasen muss. Alle andern sind sehr lässig gefahren. Ich wusste, ich muss es im Steilen richtig tuschen lassen."

"Ich habe mich technisch weiterentwickelt"

Nicole Hosp als Neunte und Alexandra Daum als Zehnte bilanzierten ihren Ausflug ins Lappland nördlich des Polarkreises ebenfalls positiv.

"Passt. Leider habe ich Ausfahrt Steilhang einen Hackler gehabt, das war ein bisschen ein Problem", sagte die Tirolerin Hosp.

"Ich bin sehr zufrieden mit diesem Start in die neue Saison. Das passt einmal sehr gut, zwei gute Läufe, so kann es weitergehen. Ich habe mich technisch weiterentwicklet, das taugt mir", erzählte Daum.

ÖSV-Team stark - Schild out

Michaela Kirchgasser landete auf Platz 16., Carmen Thalmann wurde 17., Christina Ager 22.

"Zufrieden" mit der Finalqualifikation war die Halbzeitsiebente Bernadette Schild, die den flachen Teil auf dem Lappland-Hügel überhaupt nicht mag.

Im zweiten Durchgang schied sie allerdings aus, ebenso wie Rosina Schneeberger, die verletzt von der Piste gebracht wurde. Mit unkonventioneller Methode, wurde sie doch einfach von einem Helfer "Huckepack" abtransportiert.

Von den ÖSV-Damen hatte es einzig Eva-Maria Brem als 47. nicht in den zweiten Durchgang geschafft.


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