Absage und schlechte Prognosen

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Nebel als Spielverderber - Absage in Bansko

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Der Damen-Super-G von Bad Kleinkirchheim hat auch im Ersatzort Bansko nicht stattgefunden.

Das Mitte Jänner in Kärnten wegen Sturms nach elf Läuferinnen abgebrochene Rennen musste am Freitag in Bulgarien wegen Nebels mehrmals verschoben und letztlich erneut abgesagt werden.

Schlechte Prognose

Bedenken gibt es auch schon wegen Samstag: Das Wetter wird nicht besser, die Piste ist in schlechtem Zustand.

Damit "wackelt" auch der zweite Super-G in Bulgarien und damit ein weiters Rennen, in dem Anna Fenninger Boden auf die führende Tina Maze gutmachen kann.

Die Salzburgerin fährt seit Wochen in bestechender Form und hat sich bei der WM auch Gold im Super-G vor Maze geholt.

Die Slowenin hingegen hat in den jüngsten vier Weltcuprennen drei "Nuller" gebaut und nur 13 Punkte geholt, ihr Vorsprung auf Fenninger ist damit von 331 auf 84 Zähler geschrumpft.

"Tina ist die Favoritin"

"Tina ist aber weiterhin die Favoritin, einfach weil sie mehr Rennen hat", verwies Fenninger auch in Bansko darauf, dass sie im Gegensatz zur Leaderin keinen Spezialslalom bestreitet. Davon stehen aber in Aare und Meribel noch zwei auf dem Programm.

Sie versuche in erster Linie, sich nicht verrückt machen zu lassen, betonte Fenninger. "Ich probiere, meine aktuelle Form auszunutzen. Ich muss mich nicht daran erinnern, dass ich nur noch wenig Rückstand habe. Das wird mir ohnehin jeden Tag gesagt", meinte die Salzburgerin schmunzelnd.

"Für mich ist wichtig, gute Rennen zu fahren. Alles andere passiert dann eh mit den Rennergebnissen", sagte die 25-Jährige. "Ich werde aber versuchen, den Weltcup so spannend wie möglich zu machen."

 

"Man hat alles probiert"

Dazu braucht die Doppel-Weltmeisterin von Beaver Creek vor allem Rennen und diesbezüglich sieht es in Bulgarien nicht gut aus.

"Man hat alles probiert, aber es war nicht machbar", bedauerte ÖSV-Damenchef Jürgen Kriechbaum die Absage des ersten Rennens. Wegen des hartnäckigen Nebels musste der für elf Uhr angesetzt gewesenen Super-G mehrmals verschoben werden.

Eine Vorläuferin ging zwar auf die Piste, am Ende bestand aber keinen Chance auf einen Rennstart.

Probleme mit der Piste

Die Aussichten für Samstag sind fast noch schlechter. Einerseits, weil das Wetter zumindest eher noch schlechter wird, andererseits, weil man schon vor dem Freitagrennen mit dem Pistengerät in den Kurs gefahren war und so für heikle Bedingungen und einige kritische Stellen gesorgt hatte.

Ob zumindest die 1.730 m lange Piste "Marc Girardelli" am Samstag renntauglich sein kann, wird am Abend bei der Mannschaftsführersitzung diskutiert.

Kampf um Super-G-Kugel

Der Damen-Weltcup gastiert nach 2009 und 2012 zum dritten Mal in Bansko. Alle bisherigen Super-G dort hat Lindsey Vonn gewonnen, die Amerikanerin hat auch die jüngsten zwei Rennen in dieser Disziplin in Cortina und St. Moritz für sich entschieden und ist bei der WM hinter Fenninger und Maze Dritte geworden.

Die Super-G-Kugel zum bereits fünften Mal zu gewinnen, wird sich für die acht Punkte vor Fennninger führende US-Amerikanerin nach der Absage nun zumindest vorzeitig nicht mehr ausgehen.

Dazu hätte Vonn beide Rennen in Bulgarien gewinnen müssen und die Konkurrentinnen nicht punkten dürfen.

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