"Es ist mir selber ein Rätsel, ich habe eine gute Form, bin im Training sehr stabil und schnell. Dass ich es umsetzen kann, ist unglaublich schön. Dass es hier zu 100 Prozent geklappt hat, ist einfach nur cool", meinte Fenninger, die in Are ihre persönliche Vorgabe erfüllt hat.

"Mein erstes Ziel war, den Riesentorlauf-Weltcup noch einmal spannend zu machen, das ist zu 100 Prozent gelungen. Es wird auch darauf ankommen, was Jessica (Lindell-Vikarby) macht. Hier hat sie mir geholfen."

In Sachen Gesamtweltcup zurückhaltend

Dass auch die große Kugel möglich sein könnte, daran will Fenninger noch nicht so recht glauben. Auch wenn sie jetzt führt.

"Das ist cool, aber morgen wird es wieder anders ausschauen. Wenn es am Ende so ausschaut wie heute, bin ich überglücklich, es wird aber noch ein großer Kampf."

Das sieht auch ÖSV-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum so: "Es sieht so aus, dass ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu erwarten ist, aber Anna hat zwei Rennen weniger, sie ist auf keinen Fall die Favoritin."

Als letzte Österreicherin hat 2007 Nicole Hosp den Gesamtweltcup gewonnen.

Höfl-Riesch muss im Slalom kontern

Wenn Höfl-Riesch am Samstag im Slalom versuchen wird, die Führung zurückzuerobern, befindet sich Fenninger gerade auf der Heimreise.

"Es wäre schön, wenn ich an die letzten Slalom-Ergebnisse anschließen und wichtige Punkte mitnehmen könnte. Das Training ist knapp ausgefallen, ich habe am Dienstag ein paar Fahrten gemacht. Ich werde alles geben", sagte die Deutsche, die mit den Riesentorlauf-Platzierungen 21 und 10 nicht zufrieden war.

"Hatte wieder was mit Skifahren zu tun"

"Der zweite Durchgang hatte wenigstens wieder ein bisschen was mit Skifahren zu tun", meinte die Kombi-Olympiasiegerin.

"Ich habe gestern und heute im ersten versucht, es locker zu nehmen, ich habe den Gesamtweltcup ja schon einmal gewonnen und muss mir nicht so großen Druck machen, aber das ist leichter gesagt als getan. Da war total der Hund drinnen. Jetzt ist der Knoten aufgegangen, viel reparieren kann man nicht mehr, aber ein bisschen was", haderte Höfl-Riesch mit ihrer aktuellen Performance.

Brem schrammt knapp am Podest vorbei

Nach ihrem dritten Platz am Donnerstag verpasste Brem das zweite Stockerl ihrer Karriere nur knapp.

"Cool, dass es noch knapp geworden ist, dass ich im zweiten Durchgang noch weit nach vorne gekommen bin. Das waren traumhafte zwei Tage. Skifahren ist viel Talent und viel harte Arbeit, aber auch viel im Kopf", sagte die Tirolerin.

Kirchgasser verpasst Final-Quali

Drittbeste Österreicherin war Michaela Kirchgasser als 17. "Auch wenn das Resultate nicht gut ausschaut, ich kann die Weltcup-Riesentorlaufsaison mit halbwegs einem Gefühl verlassen", sagte die Salzburgerin.

Als 29. der Spezialwertung verpasste sie die Teilnahme am letzten Saison-Riesentorlauf, neben Fenninger und Brem ist Kathrin Zettel dafür qualifiziert.

Zettel: "Muss ich abhaken"

Über die 500-Punkte-Regel ist noch Elisabeth Görgl mit dabei. Zettel landete am Freitag direkt hinter Görgl (22.) nur an 23. Stelle.

"Das muss ich abhaken. Es ist Ratlosigkeit da, je mehr ich probiere, desto schlechter geht es. Es sind nicht meine Verhältnisse, flach und weich, nichts was ich gerne mag. Ich muss auf den Slalom hoffen", sagte die Niederösterreicherin Zettel.

Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert hatten sich Stephanie Brunner (32.), Andrea Fischbacher (34.), Ramona Siebenhofer (45.) und Stefanie Köhle (51.).

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