Matt: Zufrieden, aber nicht ganz happy mit Platz zwei

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Der Aufwärtstrend bei Mario Matt ist klar erkennbar.

Zu Saisonbeginn lief dem Tiroler noch nicht viel zusammen. Platz 18 in Beaver Creek, in Alta Badia und Zagreb ausgefallen.

Aber seit den Slaloms in Adelboden und Wengen „laaft's“ beim „Adler vom Arlberg“.

Nach zwei vierten Plätzen carvte Matt ausgerechnet in Kitzbühel, wo er vor 12 Jahren seinen ersten Weltcup-Sieg feierte und seither insgesamt sechs Mal bei der Siegerehrung dabei war, erstmals in dieser Saison aufs Stockerl.

"Wollte Einser aufleuchten sehen"

Zwar begrub er nach Halbzeitführung seine Siegträume im tiefen Sulz am Ganslernhang, dennoch war der Slalom-Weltmeister von St. Anton 2001 und Aare 2007 zufrieden.

„Ich bin froh, dass ich am Podest bin, auch weil ich mein Ziel erreicht habe: Eine Verbesserung gegenüber den letzten Rennen.“

Ganz happy, gab Matt nach einmal Luft holen aber zu, sei er natürlich nicht.

„Wenn man als Führender in den zweiten Durchgang startet, will man unten den Einser aufleuchten sehen.“

Volle Attacke in Schladming

Dafür habe er aber im Finale im Mittelteil zu wenig riskiert und den Ski im Gegensatz zu Sieger Cristian Deville aus Italien zu wenig laufen lassen.

„Ihm ist auf der schwierigen Piste ein Wahnsinnslauf gelungen und alles aufgegangen. Ich konnte leider nicht alles riskieren, weil ich die Ergebnisse brauche. Aber wenn du gewinnen willst, musst du ans Limit gehen.“

Am Limit war nach 94 Läufern im ersten Durchgang auch und vor allem die Piste. „Ich war überrascht, wie viele Löcher drin waren, da war es schwierig, das Mittelmaß zu finden.“

Das muss er in Schladming nicht, für die Flutlicht-Show auf der Planai verspricht er den erwarteten 50.000 Fans Vollgas, denn: „Ich habe jetzt die Punkte und werde voll angreifen!“

Matt wünscht sich mehr Protestzeit

Eher defensiv bewertet Matt die Einfädler-Diskussion um Teamkollege Marcel Hirscher.

„Ich habe mich auf mein Rennen konzentriert, für diese Geschichte gibt es klare Regeln. Der Läufer muss mit Skispitze und Schuh außen am Tor vorbei.“

Dafür wünscht sich der erfolgreiche Pferdezüchter eine Verlängerung der Protestzeit, die aktuell 15 Minuten beträgt.

„Das reicht oft nicht aus, um das richtig zu beurteilen.“

Stephan Schwabl

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