„Ich habe sie nicht am Zettel gehabt. Lara hat zwar einen schnellen Schwung wenn sie sich wohlfühlt, aber normalerweise baut sie immer irgendwo einen Fehler ein. Aber heute hat sie die wenigsten Fehler gemacht.“

Wo der oder die Fehler bei Tina Maue, der Dominatorin des letzten Winters, lagen, konnte die Niederösterreicherin nicht sagen. „Ich habe keine Ahnung, warum es bei ihr überhaupt nicht gelaufen ist.“

Gesamt-Weltcup kein Thema

Während die Slowenin ihren Ärger über den 18. Platz und die mehr als drei Sekunden Rückstand unter der tief ins Gesicht gezogenen Kappe und hinter ihrer verspiegelten Sonnenbrille versteckte, strahlte Zettel im Zielraum, bei der Siegerehrung und auch bei der Pressekonferenz von einem Ohr zum anderen.

„Ich gebe mich so, wie ich mich fühle. Ich bin viel befreiter als in den letzten Jahren, dadurch ist wieder viel mehr möglich.“ Vielleicht sogar der Gesamt-Weltcup?

Nein, winkt Zettel ab, die große Kugel sei überhaupt kein Thema. „Da müsste mit zwei Disziplinen wirklich alles funktionieren."

Keine Zeit zum Feiern

Das tut zumindest wieder Zettels durch zahlreiche schwere Verletzungen arg in Mitleidenschaft gezogener Körper.

Die 27-Jährige ist nahezu beschwerdefrei, was natürlich auch stark zum wiedergewonnenen Selbstbewusstsein beiträgt. „Sicher kommen gewisse Sachen immer wieder, aber das sind Skifahrer-Leiden.“

Zeit zum Feiern bleibt Kathrin Zettel nicht. Ab sofort gilt die volle Konzentration der Vorbereitung auf den ersten Slalom der Saison in drei Wochen im finnischen Levi.

Die ÖSV-Technikerinnen bleiben noch bis Dienstag in Sölden, um zu trainieren. „Im Slalom fehlt mir noch ein bisschen mehr, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das bis Levi hinbekommen.“

 

Stephan Schwabl

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