In St. Moritz geht die Jagd auf Maze und Vonn weiter

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Für die alpinen Ski-Damen geht es im Weltcup nach der Rückkehr nach Europa aus Übersee in St. Moritz weiter.

Im Schweizer Wintersportort stehen am Wochenende eine Super-Kombination (aus Super-G und Slalom/Freitag 10.30 und 13.30 Uhr), ein Super-G sowie ein Riesentorlauf auf dem Programm.

Die großen Favoritinnen sind einmal mehr Lindsey Vonn und Tina Maze, Österreichs Hoffnungen auf Spitzenresultate heißen Kathrin Zettel und Anna Fenninger.

Langzeitverletzte als heißestes Eisen

Zettel hat mit ihrem Sieg im Aspen-Slalom bisher für den einzigen ÖSV-Erfolg im WM-Winter gesorgt.

Mit dementsprechenden Selbstvertrauen reiste sie nach St. Moritz, wo sie auch im Spezial-Super-G antreten will.

Die Niederösterreicherin zählt in der Super-Kombi und im Riesentorlauf, in dem sie nach ihren zweiten Plätzen in Sölden und Aspen nun die Siegesserie von Weltcup-Spitzenreiterin Tina Maze stoppen will, zum engsten Favoritenkreis.

Fenninger mit Aufwärtstrend

Die Salzburgerin Fenninger hat sogar in allen drei Rennen im Engadin Podest-Potenzial.

In der Super-Kombi ist sie amtierende Weltmeisterin, im Super-G war sie zuletzt in Lake Louise Dritte und im Riesentorlauf hatte sie in Aspen mit zweitbester Laufzeit im ersten Durchgang aufgezeigt, ehe sie im Finale ausschied.

Super-G-Weltmeisterin Elisabeth Görgl will sich dagegen nach ihrer Knieverletzung, wegen der sie das gesamte Sommertraining in Neuseeland verpasst hatte, in der Schweiz weiter an die Spitze herantasten.

"Fischi" ohne Selbstvertrauen

"Sie fällt jetzt einmal für Top-Ränge aus", betonte ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl, der aber noch ein größeres Sorgenkind im Kader hat.

"Auch für Andrea Fischbacher ist es ein langer Weg zurück, sie hat erhebliche Rückenprobleme gehabt in der Vorbereitung, auch sie ist noch nicht mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet."

"Aber das braucht man, um wirklich mit Vollgas fahren zu können", kennt Mandl die Gründe, warum die Olympiasiegerin aus Salzburg noch weit von ihrer Topform entfernt ist.

Riesch lässt sich nicht entmutigen

Im Super-G und in der Super-Kombi wird an der Spitze ein Duell zwischen Lake-Louise-Dominatorin Vonn und der Slowenin Maze erwartet.

In diesen Zweikampf will neben Fenninger vor allem die Deutsche Maria Höfl-Riesch eingreifen. "Ich bin gut in Form, war in allen Disziplinen bisher vorne dabei", meinte die 28-Jährige im Vorfeld von St. Moritz selbstbewusst.

Der jüngste Speed-Triple-Triumph ihrer Dauerrivalin Vonn in Kanada entmutigt Höfl-Riesch nicht.

"Es kommen auch wieder andere Tage, wir arbeiten weiter und kämpfen weiter und dann packen wir sie auch wieder", kündigte die Doppel-Olympiasiegerin an.

"Wird eine hartumkämpfte Saison"

In der Gesamtwertung liegt Höfl-Riesch im Moment 78 Punkte hinter Maze auf Platz zwei, der Vorsprung auf die drittplatzierte Titelverteidigerin Vonn beträgt jedoch nur drei Zähler.

"Das Thema Gesamtweltcup wird sehr, sehr schwierig", weiß Höfl-Riesch. Auch Vonn ist sich bewusst, dass es heuer für sie extrem schwer werden wird, ihre angepeilte fünfte große Kristallkugel zu erobern.

"Es wird eine ganz hart umgekämpfte Saison, weil Tina wirklich motiviert ist und sie in jedem Bewerb punkten kann", erklärte der US-Star.

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