Rolle rückwärts von Fenninger

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Überraschend Wende im Streit Fenninger vs. ÖSV

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Der Streit zwischen Anna Fenninger und dem Österreichischen Skiverband ist aus den Fugen geraten.

Vorwürfe hier, persönliche Angriffe da - die Fronten sind inzwischen extrem verhärtet, dass eine gemeinsame Zukunft nur schwer vorstellbar ist.

Am Donnerstagvormittag spricht der ÖSV in Person von Präsident Peter Schröcksnadel und Generalsekretär Klaus Leistner in einer eigens anberaumten Pressekonferenz über das "Thema Anna Fenninger".

Wir berichten LIVE vom Geschehen:

 

11:15 Uhr: Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

Wer sich zum Thema "Athletenvereinbarung" informieren will, unsere Sportrechts-Expertin Christina Toth klärt in ihrer Kolumne auf>>>

11:13 Uhr: So, das war's. Die mit Spannung erwartete Pressekonferenz des ÖSV endet mit einer überraschenden "Wende". Anna Fenninger bleibt dem ÖSV als vollwertiges Mitglied erhalten, nachdem sie sich bei Präsident Peter Schröcksnadel in einem persönlichen Gespräch entschuldigt. Deren Manager Klaus Kärcher ist selbige Bezeichnung los, fungiert aber weiterhin als Berater - und im Hintergrund. Der ÖSV will nichts mit ihm zu tun haben.

11:11 Uhr: Der offizielle Teil ist vorbei. #Fenninger ist übrigens das Top-Thema auf Twitter. 

11:10 Uhr: Ab ins Fettnäpfchen! Schröcksnadel spricht darüber, dass er nicht frauenfeindlich sei, "aber Frauen reden nunmal anders". Hätte man sich auch sparen können, diese Aussage. 

11:08 Uhr: Wie war das Gesprächsklima? "Anfangs frostig, am Schluss war es okay." 

11:07 Uhr: Jetzt im Ernst: Kärcher bleibt nicht Fenningers Manager, er bleibt aber Berater. "Es ist egal, wer den Kopfsponsor bringt", sagt Schröcksnadel und fügt an. "Ein Manager hat im alpinen Skisport keinen Platz." Der ÖSV organisiere schließlich alles. 

11:06 Uhr: Ab ins All?

 

11:05 Uhr: Warum wurde nicht früher gesprochen? "Ich bin ein Fischer. Ich weiß, wann der Fisch zubeißt." Bis zu einem gewissen Grad habe er es anderen überlassen, damit es keine Vorwürfe gebe, er sei der "mächtige Diktator".

10:34 Uhr: "Bin überrascht, dass so viele Leute da sind", meint der ÖSV-Präsident und freut sich über die große Aufmerksamkeit für den Skisport. Seit dem Dopingskandal in Turin habe er nicht mehr so viele Medienvertreter gesehen.

10:33 Uhr: Noch einmal die Ansage: Keine LIVE-Streams! Irgendwie alles ein bisschen altmodisch. Aber gut ...

10:32 Uhr: "Guad, fong ma on!" - Peter Schröcksnadel legt los.

10:31 Uhr: Es sind diverse Pressebetreuer des ÖSV da, auch Marcel Hirschers persönlicher Betreuer Stefan Illek. 

10:30 Uhr: Während der ÖSV-Präsident für Fotos posiert, schicken wir eines von vor drei Minuten durch. So sieht's hier aus.

 

10:29 Uhr: Schröcksnadel ist da! Jetzt geht's gleich los.

10:27 Uhr: Technik? Durchwachsen! Live-Übertragungen wurden nicht erlaubt, WLAN gibt es keines.

10:26 Uhr: Die Spannung steigt, laut Plan geht es in vier Minuten los. Wenig überraschend sind jede Menge Kollegen vor Ort. 

10:20 Uhr: Ein Knackpunkt bei diesem Streit ist: Was darf ein Athlet und was darf er nicht? Die Athletenvereinbarung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Juristin Christina Toth weiß, was dahintersteckt. HIER entlang.

10:15 Uhr: An dieser Stelle jetzt aber erst einmal herzliche Glückwünsche der LAOLA1-Redaktion an Anna Fenninger, die heute ihren 26. Geburtstag feiert. Hoffentlich kann sie ihn auch ein bisschen genießen, die Umstände sprechen ja leider nicht dafür.

10:14 Uhr: Mikaela Shiffrin steht hinter Anna Fenninger. "Schon seit Jahren bewundere ich dein skifahrerisches Können, jetzt bewundere ich auch deine Stärke, wenn du für deine Rechte und die Rechte aller Skiprofis kämpfst", erklärt die 21-Jährige auf ihrem Facbook-Profil. Ihre Wortspende kommt insofern nicht allzu überraschend, da sie Schützling von Kilian Albrecht ist. Der gilt bekanntlich als ÖSV-Kritiker.

10:13 Uhr: Einen Aufreger gab es gestern Abend noch, Berichten zufolge soll der ÖSV das Sitzungsprotokoll des Treffens mit Fenninger, Manager Klaus Kärcher und einem Rechtsbeistand nachträglich verändert haben.

10:10 Uhr: Bevor sich der ÖSV zu Wort meldet, steht schon fest, in der Causa gibt es vor allem eines - eine Menge Verlierer.

9:55 Uhr: Die Möglichkeiten, wie es weiter geht, sind stark begrenzt. Viele Experten erwarten, dass Anna Fenninger künftig als Privatteam unter rot-weiß-roter Flagge an den Start gehen wird. Welche weitere Optionen es gibt und wie wahrscheinlich diese sind, erfahrt ihr HIER.

9:45 Uhr: Guten Morgen! Heute ist D-Day im Streit zwischen Fenninger und dem ÖSV.

11:04 Uhr: Fenninger teilt auf Facebook den Status von Shiffrin.

 

Dear  Anna FenningerI have admired your skiing for years but with the most recent news, I must say I admire you just...

Posted by Mikaela Shiffrin on Donnerstag, 18. Juni 2015

 

11:03 Uhr: Das Verhältnis Schröcksnadel-Kärcher? Schröcksnadel: Fenninger akzeptiere, dass er und der ÖSV nichts mit ihm zu tun haben wollen. Der ÖSV wolle nicht, dass Aktivitäten gestört werden. Wenn sie im Hintergrund mit ihm arbeitet, sei das in Ordnung.

11:02 Uhr: Der Tiroler habe "kein Interesse, Krach mit anderen Athleten zu haben". 

11:02 Uhr: Schröcksnadel stellt klar: Wer die Regeln nicht einhält, ist nicht mehr dabei, denn es wäre unsozial, das System zu gefährden. Das hat er auch Fenninger verdeutlicht. "Sie hat es verstanden."

11:00 Uhr: Warum gibt es keine Konsequenzen? "Ich muss nicht ewig Krieg führen, daran habe ich kein Interesse." Er hätte sie ausschließen können, aber das wollte er nicht. 

10:59 Uhr: War dieser Tsunami notwendig? "Manchmal braucht es einen, dass wirklich etwas passiert." 

10:58 Uhr: Wie geht es mit Mercedes weiter? "Was man privat tut, ist völlig egal. In einer Zeitung mit einem Konkurrenzauto Inserate starten, geht nicht." 

10:56 Uhr: Wie kam das Gespräch zustande? Schröcksnadel: Rainer Salzgeber von Head war Mediator. Er hat den Präsidenten gefragt, ob er mit Fenninger reden will - der gab die Zustimmung. Gestern um halb vier ging es los, zwei Stunden später war die Besprechung beendet. 

10:55 Uhr: Frage: Warum sollte die Vereinbarung diesmal länger halten? Schröcksnadel: Weil er diesmal direkt involviert war. Anna sehe ein, dass sie "in der falschen Richtung war". Sie wurde in etwas gedrängt, "das sie nicht wollte". 

10:54 Uhr: Schröcksnadel hat seit einem Jahr nicht mehr mit Kärcher geredet. Dieser werde sich künftig komplett im Hintergrund halten und nicht der Öffentlichkeit präsentieren. 

10:53 Uhr: Leistner meldet sich zu Wort: "Wenn etwas nicht stimmt, muss man es ändern." Das übermittelte Protokoll soll nicht richtig gewesen sein.

10:52 Uhr: Schröcksnadel zahle sich immer alles selbst, deshalb könne er sich auch ein Urteil über Manager erlauben. Kärcher ist "kein guter Manager". Erst recht nicht, wenn er ganz Österreich mit dieser Angelegenheit in Aufruhr versetzt. 

10:50 Uhr: PAUKENSCHLAG! Fenninger wird volles Mitglied im ÖSV, sie akzeptiert alle Regeln. Kärcher wird nicht länger akzeptiert (schon gar nicht vom ÖSV). Der ÖSV werde Fenninger gut betreuen. Anna Fenninger hat sich bereits entschuldigt. Sie meint, es gebe keinen Grund, Schröcksnadel als Lügner zu bezeichnen. Alles wieder gut????? Was geht denn hier ab?

10:49 Uhr: Der große Ärger sei wohl Grund für die gesundheitlichen Probleme gewesen. Jetzt geht's aber richtig los!!! Schröcksnadel und Fenninger haben sich in Innsbruck getroffen ...

10:47 Uhr: Über Fenninger: "Sie ist eine super Sportlerin und eine nationale Heldin." Er hat sie immer gemocht, die Situation bedrückt ihn. Er landete im Spital und spürte auf einer Körperhälfte nichts mehr. Man hat zwar von ärztlicher Seite nichts gefunden, aber es soll eine Hochdruckattacke gewesen sein.

10:46 Uhr: Schröcksnadel: "Wenn jemand die Regeln nicht akzeptiert, gebe ich ihn oder sie frei." Zum Thema Frauenfeindlichkeit: Er habe den Damenskisport zwischen 1990 und 2000 gerettet. Keiner wollte die Damen ausrüsten, weil sie nicht interessant waren. 

10:44 Uhr: Im ÖSV-System würde das so nicht gehen, da würde es zusammenbrechen. "Hirscher könnte sich ein eigenes Trainerteam leisten, Anna könnte es. Sonst könnte es NIEMAND der anderen 400 Athleten. Der Skiverband ist nicht altmodisch, sondern modern."

10:43 Uhr: "Der Konflikt ist entstanden, da Anna einen Manager hat, der sie falsch beraten hat." Nichts Neues, dass Schröcksnadel und Co. nicht mit Klaus Kärcher können. 

10:42 Uhr: Der Kader - inklusive Jugend - wird mit Sponsorengeld finanziert. Flüge, Trainings etc - alles gratis für dieAthleten. Schröcksnadel meint: "Das geht nur, wenn die Regeln eingehalten werden." Beim FC Bayern könne David Alaba auch nicht mit einem anderen Auto als einem Audi fahren.

10:40 Uhr: Schröcksnadel spricht über die Einnahmen auf ÖSV-Seite. Teamsponsoren sind der eine Teil, Fernsehrechte der (erhebliche) andere. Der ÖSV veranstaltet beispielsweise große Wintersport-Events hierzulande. "Wir sind ein sehr sozialer Verband", lässt er wissen. 

10:37 Uhr: Der ÖSV-Boss spricht über Budget und Förderungen, wir warten weiter auf ein Statement, das Fenninger betrifft. 

10:36 Uhr: Zuerst geht es um den Verband selbst, Schröcksnadel findet lobende Worte - für sich! Wirtschaftlich kann man dem 73-Jährigen auch wirklich nichts vorwerfen. 400 Athleten, 200 Betreuer.

10:35 Uhr: Schröcksnadel: "Es gibt nicht nur Sonne, es gibt auch Regen." Er müssen für den Verband gerade stehen und ihn so führen, dass er erfolgreich ist.

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