"Können noch besser werden"

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Ziel des neuen Speed-Trainers ist die Heim-WM

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Mit Burkhard Schaffer ist ein ehemaliger ÖSV-Erfolgstrainer in den Schoß des österreichischen Skiverbandes heimgekehrt.

Der Steirer übernahm die Herren-Speedtruppe von Andreas Evers, der nach 17 Jahren beim ÖSV als Trainer im April zum US-amerikanischen Verband gegangen ist.

Für Schaffer zählt die Heim-Weltmeisterschaft im kommenden Februar in Schladming zum großen Höhepunkt, dort will er wieder Medaillen feiern.

Druck auf vielen Schultern

"Die Erwartungshaltung ist natürlich groß", sagte Schaffer am Mittwoch beim viertägigen Trainingslager der Speed- und Slalom-Herren in Kaprun.

Der Druck auch, aber das sei normal: "Der lastet auf den Trainern, aber auch auf den Athleten".

Immerhin stellt Österreich mit Klaus Kröll den regierenden Abfahrts-Weltcupsieger.

"Es wird darum gehen, die bisherigen Leistungen zu bestätigen und auch das eine oder andere besser zu machen."

Erinnerungen an 2001

Bis zur jüngsten alpinen Heim-WM 2001 in St. Anton war der 46-jährige Schaffer Speed-Trainer bei den ÖSV-Damen.

"Das war damals ein genialer Abschluss", erinnert sich Schaffer zurück.

Michaela Dorfmeister holte Abfahrtsgold vor Renate Götschl und Selina Heregger. "Nur im Super-G lief es nicht ganz nach Wunsch."

Logische Entscheidung

Schaffer ging schließlich für fünf Jahre nach Kanada, wo er Chef-und Abfahrtstrainer war, außerdem werkte er für zwei Jahre als Co-Trainer bei der ÖSV-Slalom-Truppe, um dort die Kombinierer wie Romed Baumann zu forcieren.

Nach einem Zwischenstopp in Norwegen war der Steirer zuletzt drei Jahre in Slowenien tätig.

"Für mich war Burkhard die logische Entscheidung als Evers-Nachfolger", sagte ÖSV-Cheftrainer Mathias Berthold, "ich kenne ihn seit Jahren von den Skipisten. Er macht ausgezeichnete Arbeit und passt hervorragend in unser Team."

Nach einem Telefonat zwischen Burkhard und Berthold waren sich die beiden schnell einig gewesen.

"Eine Euphorie entfachen"

Dass es ausgerechnet vor der Heim-WM in Schladming eine größere Materialreform gibt, berührt Schaffer nicht so sehr.

"Wir haben zwar noch keine großen Erfahrungswerte, aber in der Abfahrt und im Super-G wird der Unterschied nicht groß sein", erwartet sich der ÖSV-Experte.

Als sein Saisonziel nennt Schaffer ganz klar, zumindest eine Medaille in Schladming in jeder Disziplin zu holen.

"Natürlich müssen wir vorher auch im Weltcup Gas geben und erfolgreich sein, damit wir für die Heim-WM eine richtige Euphorie entfachen."

Kröll bleibt Motocross trotz Sturz treu

Das viertägige Trainingslager in Kaprun ist bereits der zweite Konditionskurs, nachdem die ÖSV-Herren schon eine Radwoche auf Mallorca absolviert haben.

Mitte August geht es dann auf ein dreiwöchiges Trainingscamp auf Schnee nach Chile.

Mit dabei in Kaprun ist erstmals auch wieder Kröll nach seinem Kahnbeinbruch im rechten Knöchel.

"Es geht schon wieder aufwärts, alles kann ich zwar noch nicht machen, aber es geht aufwärts", erzählte Kröll am Golfplatz in Kaprun, wo er auch gestand, dass Golfspielen nicht sein Metier ist.

Da liebt er eher rasantere Sportarten wie Motocross, bei der er sich auch seine Verletzung zuzog.

Schladming als großes Ziel

Zum Saisonziel befragt, antwortet der Steirer ganz klar: "Eine Medaille in Schladming, das liegt ja vor meiner Haustüre."

Ob sich die Weltcup-Titelverteidigung auch ausgehen wird, ließ Kröll jedoch offen: "Natürlich wäre es schön. Aber man muss schauen, wie fit ich zu Saisonbeginn sein werde."

Cheftrainer Berthold zeigte sich in Kaprun relativ entspannt, "weil in Blickrichtung WM haben wir alles bereits organisiert, vom Quartier bis zu den Trainingsanhängen."

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