Unterlassungsforderung: Der Streit eskaliert

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Die Ereignisse überschlagen sich, der Streit eskaliert.

Nachdem noch vor wenigen Tagen die Zwistigkeiten zwischen Anna Fenninger und dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) in einer gemeinsamen Pressemitteilung für beendet erklärt wurden, geht es nun drunter und drüber.

Den Anfang machte Fenninger, die in einer Werbe-Kampagne von Mercedes, einem Hauptkonkurrenten von ÖSV-Partner Audi, in bedeutender Rolle auftritt (zur Story).

Schröcksnadel greift ein

Der ÖSV zeigte sich geschockt und erklärte, davon niemals unterrichtet worden zu sein. "Für mich war es erledigt und bereinigt", meinte Präsident Peter Schröcksnadel überrascht und forderte eine umgehende Beendigung der Kampagne.

Nur bei Einhaltung dieser Bedingung gebe es noch eine Gesprächsmöglichkeit, "ansonsten wird es Konsequenzen geben", drohte der Tiroler. "Ich habe mich ganz bewusst bisher rausgehalten, aber jetzt werde ich selbstverständlich eingreifen."

 

Der neue CLA 45 AMG Shooting Brake – Raubtier genug, um es mit Anna Fenninger aufzunehmen.Laureus Sport for Good Stiftung

Posted by Mercedes-Benz Österreich on Montag, 15. Juni 2015


ÖSV fühlt sich "verarscht"

Auch Sportdirektor Hans Pum und Vize-Präsident Klaus Leistner, die beim Treffen mit Fenninger, ihrem Manager Klaus Kärcher und einem Anwalt zugegen waren, fühlten sich vor den Kopf gestoßen und - wie Schröcksnadel es bezeichnet - "verarscht".

"Ich bin wirklich enttäuscht, dass nach dem wirklich langen und guten Gespräch, in dem alle Punkte und Missverständnisse ausgeräumt wurden .... so eine Aktion passiert. Das ist ein Vertrauensbruch. Ich bin maßlos enttäuscht", meinte Pum.

Dies wiederum ließ die Gegenseite nicht auf sich sitzen. In einem von Fenninger, Kärcher und Anwalt Dr. Markus Wekwerth gezeichneten Aussendung hieß es: "Mit den ÖSV-Vertretern Dr. Klaus Leistner und Hans Pum wurde sehr wohl das Thema 'Laureus Sports For Good', das maßgeblich von Mercedes Benz unterstützt wird, besprochen."

Vorwurf der Lüge

Für den bislang letzten Aufreger sorgte wiederum der ÖSV, der in einer Pressemitteilung seinerseits auf Rechtsbeistand setzte. In "rechtsfreundlicher Vertretung des Österreichischen Skiverbandes", bezichtige Dr. Herbert Hübel Fenningers Anwalt der Lüge.

"Ihre Behauptung, wonach anlässlich der gemeinsamen Besprechung am 10.6.2015 seitens des Fenninger-Managements dem Österreichischen Skiverband offengelegt wurde, dass es eine Medienkampagne von Anna Fenninger mit dem Mercedes-Konzern geben wird, ist unrichtig", hieß es darin.

Der ÖSV forderte Wekwerth und Kärcher daher auf, "derart unrichtige und dem wirtschaftlichen Fortkommmen des Österreichischen Skiverbandes, sowie seiner angehörigen Sportler schadenden Äußerungen zu unterlassen".

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