Hirscher zermürbt die Konkurrenz

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Hirscher beeindruckt mit unglaublicher Konstanz

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Österreichs Ski-Superstar Marcel Hirscher zermürbt die Konkurrenz im Kampf um den Gesamt-Weltcup weiterhin mit seiner beeindruckenden Konstanz.

Der zweite Platz am Sonntag im Slalom in Wengen war für den Salzburger bereits der elfte Podestplatz in diesem Winter.

Nach vier Siegen, fünf zweiten und zwei dritten Plätzen führt der Titelverteidiger vor Kitzbühel mit 935 Punkten 188 Zähler vor dem Norweger Aksel Lund Svindal.

Ein derart hohes Punktekonto hat es im Männer-Weltcup zu diesem Zeitpunkt seit 2005 nicht mehr gegeben. Damals hatte der US-Amerikaner Bode Miller Wengen mit 1.048 Zählern im Gepäck verlassen.

Hirscher nicht naiv

Kein Wunder, dass von Hirscher mittlerweile Wunderdinge am laufenden Band erwartet werden. Doch der 23-Jährige weiß, dass auch ein zweiter Rang wie jener am Sonntag als großer Erfolg zu werten ist: "Ich bin nicht so naiv, dass ich glaube, das ist ein Kinderfasching und es geht immer so weiter."

Aus diesem Blickwinkel habe so ein zweiter Platz daher durchaus auch Vorteile, vor allem vor den kommenden Höhepunkten in Kitzbühel und bei der WM in Schladming. "Wenn es immer bamm, bamm, bamm geht, dann wird alles viel zu selbstverständlich. Erfolge sind nicht selbstverständlich", merkte Hirscher an.

"Auf freier Wildbahn erlegt"

Angesichts der Hochform von Hirscher schmecken Slalom-Siege für die Konkurrenz derzeit besonders süß. Deutschlands Alpindirektor Wolfgang Maier jubelte nach dem Wengen-Erfolg seines Schützlings Felix Neureuther: "Das ist das erste Mal, dass der Felix den Hirscher auf freier Wildbahn erlegt hat."

Neureuther, der Hirscher als "sehr guten Freund" bezeichnete, meinte: "Ich bin irrsinnig stolz auf diesen Sieg." Dem Deutschen macht das Duell mit Hirscher sichtlich Spaß. "Es ist ein toller Fight. Österreich gegen Deutschland, das ist doch immer spannend."

"Zwei Jahre zu früh"

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Neureuther weit weniger Spaß hatte. Die Heim-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen hätte eigentlich das programmierte Highlight seiner Karriere werden soll, Neureuther zerbrach aber beinahe an ihr. "Die Heim-WM ist zwei Jahre zu früh für mich gekommen. Der Druck war unmenschlich", sagte Neureuther, der in Garmisch im ersten Durchgang völlig entnervt ausgeschieden war.

"Schladming ist jetzt die erste WM, die ich richtig genießen kann. Den richtig großen Druck hat diesmal der Marcel", erklärte der Sieger von vier Weltcup-Rennen. Die Erfahrungen der WM 2011 haben den 28-Jährigen stärker gemacht. "Diese große Niederlage hat mich geprägt und reifer werden lassen. Als Mensch und Sportler." Mittlerweile ist Neureuther nicht nur im Slalom, sondern auch im Riesentorlauf in der Weltspitze angekommen, im Gesamt-Weltcup ist er aktuell Vierter.

 

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