Mit Leichtigkeit an Vorsaison anschließen

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Sie hat den letzten Slalom der abgelaufenen Saison und zugleich die WM-Generalprobe in Schladming gewonnen.

Damit hat sich Michaela Kirchgasser viel Beachtung erworben. Einerseits freut das die Salzburger Skirennläuferin, andererseits lässt sie das vor dem Slalom am Samstag in Levi (10:00 Uhr/13:00 Uhr MEZ im LAOLA1-LIVE-Ticker) aber auch die Realität nicht aus den Augen verlieren.

"Die absolute Favoritin ist und bleibt die Marlies", sagte Kirchgasser über ihre engere Landsfrau Schild, die in der Vorsaison sechs Rennen gewonnen hat.

"Ein bisserl patschert"

Wie Schild war auch Kirchgasser nicht im Sölden-Riesentorlauf am Start. Im März ließ sich Kirchgasser die Knorpelverletzung im rechten Knie operativ behandeln, konnte aber ein "super Sommertraining" absolvieren.

"Danach war ich ein bisserl patschert in relativ kurzer Zeit. Der dritte Sturz beim Slalomfahren war zu viel. Ich bin zwar noch weitergefahren und habe es dann in Sölden im Training versucht, habe aber abschwingen müssen, weil das Knie so wehgetan hat, dass ich den Steilhang nicht runtergekommen bin", erzählte Kirchgasser im Gespräch mit der APA.

Betroffen war dieses Mal das linke Knie, die geprellte Kapsel wurde mit Therapie behandelt.

"Das ist das, was ich will"

"Eine Woche Schneepause war die absolut richtige Entscheidung. Ich habe keine Beschwerden und bin sehr zufrieden. Ich kann im Rennen in Levi hundert Prozent geben, das ist das, was ich will."

Die Trainings-Schwünge im Lappland liefen gut: "Wir haben eine gute Trainingspiste, Kunst- und Naturschnee gemischt und mit dem Balken präpariert. Schön hart", sagte Kirchgasser, die den Rennhang recht gerne mag.

"Es geht flach weg, du musst es vom ersten Tor an gut erwischen. Entscheidend ist der Übergang in den Steilhang hinein."

Konstant stark

Für die 27-Jährige war die Saison 2011/2012 nach zähen Jahren eine mit konstant guten Leistungen. Gekrönt von den Siegen in Kranjska Gora und Schladming und garniert mit Platz zwei in der Spezialwertung.

Ausgerechnet beim Saisonfinale in Schladming und vor tobender Heim-Menge nochmals zuzuschlagen, brachte ihr viel Respekt von der Konkurrenz ein.

"Lässig Ski fahren"

Was es bedeutet, als letzte Rennsiegerin des Vorwinters zum Auftakt der neuen Saison am Start zu stehen?

"Das heißt für Levi gar nichts. Levi ist der erste Slalom, Schladming war der letzte. Letzte Saison bin ich recht gut gestartet, habe Punkte gesammelt, dann kam das Stockerl, dann die Siege dazu. Da fährst du ganz anders, denn du weißt, du kannst Rennen gewinnen. Für mich ist jetzt wichtig, dass ich lässig und mit Leichtigkeit Ski fahre und mit Punkten starte", hat sich Kirchgasser vorgenommen.

Was zeigt Sölden-Siegerin?

Gespannt darf man sein, ob Sölden-Riesentorlauf-Siegerin Tina Maze aus Slowenien auch im Slalom eine ähnlich starke Performance hinlegen wird.

Vergangene Saison kam sie in der Spezialwertung an die dritte Stelle, dahinter landeten Veronika Zuzulova (SVK), Kathrin Zettel (AUT), Tanja Poutiainen (FIN), Maria Höfl-Riesch (GER) und Therese Borssen (SWE).

Titelverteidigerin in Levi ist Schild, allerdings datiert der Erfolg von 2010, wurde das Rennen 2011 doch wegen Schneemangels abgesagt.

ÖSV-Aufgebot für Levi (Samstag):
Eva-Maria Brem, Alexandra Daum, Jessica Depauli, Michaela Kirchgasser, Nicole Hosp, Bernadette Schild, Marlies Schild, Carmen Thalmann, Kathrin Zettel

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