"Immer gesagt, dass es bis zum Ende spannend bleibt"

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Der erhoffte "200er" ist Kjetil Jansrud am Heim-Wochenende zwar nicht gelungen, der Sieg im Super-G und der vorzeitige Gewinn der Disziplinen-Wertung haben dem Norweger aber wieder Mut für den großen Kugel-Kampf gegen Marcel Hirscher gemacht.

"Es wird enorm schwierig, ich habe den Weltcup aber noch nicht abgeschrieben. Ein Ausfall von Marcel und ich bin zur Stelle", lautet seine Kampfansage.

136 Punkte hat Jansrud bei den beiden Speed-Rennen in Kvitfjell auf den pausierenden Österreicher gut gemacht.

Während sich Hirscher nach seinem 26. Geburtstag eine mehrtägige Auszeit gönnte und u.a. daheim in Annaberg an einem "Dorfrennen" teilnahm, verkürzte Jansrud bei den beiden Speedrennen in Norwegen seinen Rückstand auf 52 Zähler.

"Dann bin ich da"

Hirscher ist aber weiter auf Kurs, sich als erster Skifahrer überhaupt zum vierten Mal in Folge die große Kristallkugel zu sichern. Denn am kommenden Wochenende stehen in Kranjska Gora Riesentorlauf und Slalom auf dem Programm.

Und zuletzt hat der Salzburger speziell im "Riesen" die Gegner beherrscht wie noch nie, was seine Sieg mit 3,28 Sekunden Vorsprung in Garmisch bewies.

"Marcel ist nach wie vor der große Favorit. Wenn er so weiter fährt wie bisher, wird's schwer. Aber ich werde probieren, was ich kann, und dann schauen wir mal", hat Jansrud noch lange nicht aufgegeben.

"Passieren darf Marcel in Kranjska Gora nichts, denn dann bin ich da."

Erleichterung nach Super-G-Kugel

Dem 29-Jährigen war die Erleichterung über den Gewinn der ersten Kristallkugel deutlich anzumerken.

"Es ist ja ein bisschen unfair. Aksel (Svindal, Anm.) hat so viele Kugeln gewonnen, dass in Norwegen alle glauben, es ist leicht, eine zu gewinnen. Dabei ist es enorm schwer, die Form über eine ganze Saison zu halten", erklärte Jansrud.

Gejagt vor allem von den Österreichern, die bis Sonntag alle Rennen nach der WM gewonnen haben, schien Jansrud im Finish etwas die Luft auszugehen.

"Jetzt ist der Druck weg"

"Ich hatte tatsächlich Sorge, alles zu verlieren", gestand er. Im Gesamt-Weltcup ist Hirscher Favorit, in der Abfahrtswertung ist ihm Hannes Reichelt in Kvitfjell mit nun ebenfalls drei Saisonsiegen bis auf 20 Zähler nahe gerückt.

"Aber jetzt ist durch den Gewinn der Super-G-Kugel der ganze Druck weg", gab sich Jansrud zuversichtlich.

Hirscher sah sich am Samstag die Abfahrt im Fernsehen an, am Sonntag war er selbst Skidoo-Fahren und informierte sich erst danach über den Ausgang des Kvitfjell-Super-G.

"Entscheidung wird in Meribel fallen"

"Ich habe immer gesagt, dass es bis zum Finale spannend bleibt. Die Entscheidung wird erst in Meribel fallen. Es ist ja kein Wunschkonzert und ich habe damit rechnen müssen, dass Kjetil in den ganzen Speedrennen zuletzt mehr rausholt. Er ist ein Spitzenskifahrer und der Sieg gestern ist schwer verdient", meinte Hirscher am Montag.

Wegen des Fokus auf den Riesentorlauf ist der Slalom zuletzt ein wenig zu kurz gekommen, deshalb legt Hirscher diese Woche ein paar Slalom-Trainingstage auf der Reiteralm ein. Freitagnachmittag erfolgt die Anreise nach Slowenien.

Ob Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer in Kranjska Gora am Riesentorlauf teilnimmt, ist noch offen.

Der Kärntner blieb mit seinen Teamkollegen zum Training in Norwegen, klagte nach seinem Aus im Super-G aber über Rückenschmerzen.

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