Hirscher vor RTL angeschlagen

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Hirscher angeschlagen - Svindal defensiv

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Aksel Svindal schiebt Marcel Hirscher weiterhin die besseren Karten im Kampf um den Gesamt-Weltcup zu, allerdings pfuscht seinem österreichischen Konkurrenten aktuell die Gesundheit ins Handwerk.

Hirscher sagte am Vorabend des sonntägigen Riesentorlaufs in Garmisch-Partenkirchen alle Termine ab, weil er wegen eines Infektes zum Arzt musste. Für Svindal ist und bleibt der Österreicher aber Favorit.

Favoritenrollen-Ping-Pong

Nach Platz fünf in der Garmisch-Abfahrt und 27 von 36 Rennen hat Svindal zwar 169 Punkte Rückstand, in Wahrheit aber das günstigere Restprogramm.

Denn im Gegensatz zum Österreicher hat Svindal mit dem Riesentorlauf eine dritte starke Disziplin im Programm. "Ich glaube trotzdem, dass Marcel Favorit ist", erklärte der Norweger in Garmisch.

Der Salzburger konterte postwendend. "Aksel hat mit Sicherheit mehr Chancen als ich, zudem seit der WM etwas mehr Zeit zum Erholen. Und auch seine Routine gibt ihm bessere Karten", relativierte Hirscher.

"Ich werde jede Chance nützen"

Der Annaberger weiß aber, dass sich ihm eine einmalige Chance bietet, zum zweiten Mal in Folge Weltcup-Gesamtsieger zu werden.

"Natürlich werde ich jede Chance nützen, alles andere wäre ja fahrlässig. Es ist genial, dass ich in der darauffolgenden Saison gleich wieder eine Rolle um die große Kugel mitreden darf", erklärte der Salzburger, gab sich aber auch abgeklärt.

"Nach dem Doppelweltmeistertitel von Schladming wird es sehr leicht zu verkraften sein, wenn es nichts damit wird."

"Werde alles tun, um am Start stehen zu können"

Schon nach dem Garmisch-Riesentorlauf am Sonntag wird man mehr wissen. Denn womöglich spielen auch ungeplante, externe Faktoren eine unerwünschte Rolle.

Hirscher drehte auf der Anreise um, Glieder- und Bauchschmerzen sowie Durchfall waren der Grund.

"Ich werde alles tun, um am Sonntag am Start stehen zu können. Danach habe ich ohnehin eine längere Pause", lautete sein Plan.

Svindal spürt "langen Winter"

Svindal hat Hirscher seit Saisonbeginn zum großen Weltcup-Favoriten gestempelt, und dieser Linie bleibt der Norsker nun auch beim Saison-Endspurt treu.

"Es ist ein langer Winter, und ich bin schon ein bisschen müde. Ich kann nur noch versuchen, das Beste draus zu machen", sagte der in der Abfahrtswertung führende Norweger.

Svindal mit Rang fünf "nicht happy"

So gesehen war Platz fünf in Garmisch für den frisch gebackenen Weltmeister ein kleiner Rückschlag.

"Natürlich bin ich nicht besonders happy darüber. Aber so schlecht ist ein Fünfter auch wieder nicht, denn dann hättest du sehr viele schlechte Tage im Weltcup."

In der Außenseiterolle

Im Kampf um die große Kugel schiebt sich Svindal trotzdem die Außenseiterrolle zu.

"Ich glaube, es war bereits vor der WM fast schon vorbei. Wir haben jetzt beide gleich viele Rennen, in denen wir gut sind. Und Marcel hat fast 200 Punkte Vorsprung. Man braucht kein Genie sein, um zu sehen, dass das total schwierig wird für mich."

"Marcel hat viele Matchbälle"

Natürlich weiß der starke Speed-Fahrer Svindal, dass er im Gegensatz zum reinen Technik-Spezialisten Hirscher mit dem Riesentorlauf noch eine dritte starke Disziplin im Köcher hat. Zuletzt hat er das mit Platz vier bei der WM bewiesen.

Dennoch winkte Svindal ab: "Wenn Marcel so weiterfährt wie bisher, kann ich nur auf seine Fehler hoffen. Aber das macht keinen Spaß. Natürlich ist es noch nicht zu Ende. Aber Marcel hat jetzt ziemlich viele Matchbälle."

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