Hirscher sagt ja! Start im Super G

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Die Spekulationen haben ein Ende, jetzt ist es fix: Marcel Hirscher wird in Crans Montana erstmals seit 2009 in einem Speedbewerb am Start stehen.

Der Salzburger entschließt sich nach der Hangbefahrung zu einem Antreten im ersten Super G am Freitag.

"Es ist eine Challenge"

"Mein Gefühl ist so, dass es für mich sicher eine Challenge ist", so Hirscher. "Das gesamte Gefühl ist aber sehr gut."

Der 22-Jährige hält die Erwartungshaltung aber weiterhin tief: "Primäres Ziel ist es, das ganze als gute Vorbereitung auf den Riesentorlauf zu sehen. Ob ich den Vorsprung im Gesamtweltcup ausbauen kann - falls dies überhaupt möglich ist, ist sekundär."

Gute Trainings-Leistungen

Hirscher hatte vor den Weltcuprennen in Bansko auf der Reiteralm und in Schladming Trainingseinheiten im Super G eingelegt.

Trotz guter Leistungen ließ er einen Start bis zuletzt offen. In Crans Montana stehen an diesem Wochenende zwei Super G und ein Riesentorlauf am Programm.

Ob Hirscher auch den zweiten Super G bestreiten wird, entscheidet sich nach dem Rennen am Freitag.

Im Gesamtweltcup liegt der achtfache Saisonsieger zwölf Rennen vor Schluss 12 Punkten vor Ivica Kostelic (verletzt) und 52 Punkte vor Beat Feuz.

 

Ein Nachteil für Hirscher ist sicherlich die hohe Startnummer. Die Schweizer Ski-Fans hoffen deshalb, dass Feuz - aktuell 52 Punkte hinter Hirscher Weltcup-Dritter - den Heimvorteil entsprechend zu nutzen weiß, steht doch Crans-Montana für die Eidgenossen als Synonym für den ganz großen Triumph.

Die Gastgeber holten vor 25 Jahren bei der Heim-WM insgesamt 14 Medaillen, gleich acht davon aus Gold. Neben Feuz liegt der Fokus aber auch auf Didier Cuche, startet der 37-jährige "Ski-Saurier" doch in seine letzten Weltcup-Rennen auf Heimatboden.

Comeback für "Gold-Piste"

Die für die Schweizer magische "Piste Nationale" gibt indes ein Comeback: Erstmals seit der Gold-Fahrt des legendären Pirmin Zurbriggen im Jahr 1987 findet auf dem geschichtsträchtigen Gelände wieder ein Weltcup-Super-G der Herren statt.

Dank der Absage in Kitzbühel kommt es am Freitag und Samstag (Start jeweils 11.30) gleich zu zwei Rennen in dieser Disziplin. Zum Abschluss folgt am Sonntag der Riesentorlauf (10.00 und 13.00 Uhr/alle live ORF eins), in dem Hirscher auch seine Führung im Spezial-Weltcup behaupten will.

Heimvorteil genutzt

Feuz nutzte seinen Heimvorteil und absolvierte in der Vorwoche ein dreitägiges Training in Crans-Montana.

"Die Piste war natürlich noch nicht so hart, wie sie sich bei den Rennen präsentieren wird. Aber es war wichtig, die vielen Wellen und Übergänge einmal zu sehen. Diese Erfahrung könnte ein Vorteil sein", glaubt der 25-jährige Emmentaler.

Wichtige Rennen für Feuz

Feuz weiß, dass er in den kommenden fünf Rennen in Crans-Montana und Kvitfjell die Führung übernehmen muss, um seine Chance auf den Gesamt-Weltcup zu wahren.

Das Restprogramm spricht jedenfalls für den Schweizer: Sieben Speed-Rennen (zwei Abfahrten und fünf Super-G) stehen noch aus, aber nur noch fünf technische (drei Riesentorläufe und zwei Slaloms).

Abschied von den Schweizer Fans

Zu einem besonderen Ereignis werden die Heimrennen in Crans-Montana auch für Cuche. Zum letzten Mal können ihn seine Fans in der Schweiz im Weltcup-Einsatz bewundern.

"Darauf freue ich mich natürlich,", sagte der Führende im Abfahrts-Weltcup, "aber ich muss es so angehen wie andere Rennen auch. Wichtig wird sein, konzentriert zu bleiben. Deshalb hoffe ich, dass der Rummel um meine Person nicht allzu groß sein wird."

Dieser Wunsch wird wohl nicht in Erfüllung gehen, denn die 6.000 Zuschauer fassenden Zieltribünen sind für das Wochenende schon längst ausverkauft.

Und außerdem erhält Cuche am Samstagabend unmittelbar nach der um 18.00 Uhr beginnenden Super-G-Siegerehrung und der Startnummern-Auslosung für den Riesentorlauf auf der Eisbahn Ycoor in Montana seinen Preis für den Sieg in der Wahl zum "Schweizer des Jahres 2011".

ÖSV-Aufgebot für die Rennen in Crans Montana:

Super-G: Romed Baumann, Hannes Reichelt, Klaus Kröll, Max Franz, Joachim Puchner, Benjamin Raich, Georg Streitberger, Mario Scheiber, Matthias Mayer, Bernhard Graf und Marcel Hirscher.                

RTL: Benjamin Raich, Romed Baumann, Marcel Hirscher, Hannes Reichelt, Philipp Schörghofer, Marcel Mathis, Christoph Nösig, Bernhard Graf und Matthias Mayer.       

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