Herbst hängt eine (Abschieds-) Saison an

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Im ÖSV-Slalomteam ist eine weitere Zukunftsentscheidung gefallen.

Anders als Teamkollege Mario Matt, der im März seinen Rücktritt verkündet hat, setzt Reinfried Herbst seine Karriere fort.

Der 36-jährige Salzburger hat sich entschlossen, eine weitere Saison - seine zwölfte im Weltcup - anzuhängen.

Zu viel Spaß um aufzuhören

"Nach ausführlichen Gesprächen mit meiner Familie, meinem Arzt Dr. Fink, Physiotherapeuten und meinem Heilpraktiker habe ich mich zu diesem Schritt entschieden", erklärt der Olympia-Zweite von 2006.

"Oberste Priorität für diese Entscheidung war neben dem Rückhalt meiner Familie das OK der Betreuer für mein lädiertes Knie, da die Schmerzgrenze nach insgesamt neun Knieoperationen schon in der abgelaufenen Saison sehr hoch war. Aber der Skirennsport macht mir noch zu viel Spaß, um den Rennanzug jetzt schon an den Nagel zu hängen."

Eine Abschiedssaison

2015/16 wird aber seine Abschiedssaison: "Es wird meine definitiv letzte Saison, auf die ich mich sehr freue! Ich kann - wie Michael Walchhofer bei seiner Abschiedstour - befreit drauf losfahren, ohne Druck. Ich will jedes Rennen genießen und wünsche mir natürlich eine annähernd erfolgreiche Saison wie Walchi das geschafft hat."

Dass er immer noch vorne mitfahren kann, davon ist Herbst überzeugt - auch wenn er es in der vergangenen Saison nicht zeigen konnte.

"Dass ich es drauf habe weiß ich. Und auch andere Weltcupfahrer in meinem Alter, wie Larsson, Lizeroux und Thaler zeigen vor, dass noch vieles möglich ist."

ÖSV begrüßt Entscheidung

Im ÖSV wird die Entscheidung des Routiniers begrüßt.

"Wir sind froh, dass Reinfried noch eine Saison anhängt. Wir sind derzeit im Umbruch und versuchen junge Athleten in den Weltcup heranzuführen", erklärt Slalomtrainer Marko Pfeifer.

Bei genauerem Blick auf das Slalomteam überrascht es wenig, dass man froh ist, den 22. des Slalom-Weltcups weiter im Team zu haben. Wurde doch 2014/15 selten das volle Startkontingent ausgenützt.

"Ein wichtiger Fahrer"

"Neben Marcel ist er der einzige Fahrer im Slalom-Weltcup, der beständig Weltcuppunkte holt - was für unsere Quotenplätze und in weiterer Folge unsere Startplätze im Weltcup und Europacup extrem wichtig ist", streicht Pfeifer einen weiteren Aspekt hervor.

"Ich bin froh, dass sein Bein hält. Er ist ein wichtiger Fahrer, der jederzeit in die Top-Ten kommen kann. Reinfried und ich haben zuletzt viel und oft diskutiert und wir alle freuen uns über seine Entscheidung!"

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