Alarm im Stangenwald

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"Das Material wird immer wichtiger, leider"

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Österreichs alpiner Ski-Slalom-Spezialist Reinfried Herbst will nach einer holprigen Saison im neuen Skiwinter wieder voll durchstarten.

Nach intensiven Materialtests vor allem auf dem Schuhsektor und einer Ernährungsumstellung sowie mit gestärktem Immunsystem hofft der 33-jährige Salzburger auf einen guten Saisonstart am 11. Dezember in Val d'Isere.

Vor dem Auftaktrennen fliegt er wie seine Teamkollegen Mario Matt und Marcel Hirscher kommenden Montag für zehn Tage zum Training in die USA.

"Ich werde mich voll reinhauen, damit es Alarm im Stangenwald gibt", versprach Herbst am Freitag in Wien bei der Vorstellung seines neuen Kopfsponsors "flyeralarm", einer Online-Druckerei.

Herbst mit neuer Partnerschaft

Die Zusammenarbeit geht bis zum Karriereende des zweifachen Familienvaters, das gab er mit 2014 nach den Olympischen Spielen in Sotschi an. Davor steht mit der Heim-WM 2013 in Schladming noch ein Highlight auf dem Programm.

Trip nach Loveland

Zum Trip nach Loveland (US-Bundesstaat Colorado/Nähe Vail) hat sich Herbst entschlossen, weil er sich vom Training auf den gefrorenen Kunstschneepisten Chancengleichheit für die ersten Europa-Rennen verspricht.

"Ich gehe davon aus, dass es in Val d'Isere dann ähnliche Bedingungen geben wird. Man hat in den vergangenen Jahren gesehen, dass diejenigen, die drüben waren, dann hier ein Stück besser waren. Ich bin immer hiergeblieben. Und daraus habe ich nun meine Lehren gezogen", erklärte Herbst.

Fünf paar Skischuhe im Gepäck

Mit im Gepäck hat er u.a. fünf paar Skischuhe, früher waren es bei ähnlichen Reisen zwei. "Das Material wird immer wichtiger, leider, muss man sagen. Deshalb habe ich da im Sommer viel Zeit investiert.

Herbst hat fünf Paar Skischuhe im Gepäck

Es ist mittlerweile so, dass man 70 Prozent der Einheiten testet und nur noch 30 Prozent reines Training sind." Man müsse sich aber am Limit bewegen, um ein Stockerl- oder Siegfahrer zu sein.

Der Kampf mit dem Immunsystem

Im Vorjahr sei, meinte Herbst, aber nicht nur die Schuh-Sicherheit nicht vorhanden gewesen, der Slalomweltcup-Sieger von 2009/2010 hatte auch mit dem Immunsystem zu kämpfen, das er nun mit Homöopathie gestärkt hat.

Zusätzlich verzichtet er fast gänzlich auf Milchprodukte und ernährt sich vorrangig von Fisch und Gemüse, das Kampfgewicht von 82 Kilogramm hat er gehalten.

"Gesamt gesehen habe ich nun das Gefühl, dass ich stabiler bin. Und das ist die Basis.

Das beste Material und die beste Form nützt dir nichts, wenn du ein bisschen angeschlagen bist. Ich bin körperlich und gesundheitlich fit und nicht mehr so anfällig für Krankheiten."

In Loveland um sich an den Rennrhytmus zu gewöhnen

In Loveland wird Herbst zwei NorAm-Rennen bestreiten und auch im Dezember in Europa neben den Weltcup-Slaloms in Val d'Isere  Alta Badia und Flachau (Levi-Ersatz) zwei Europacups, um richtig in den Rennrhythmus zu kommen, den auch der Jänner dann mit sich bringen wird.

"Ich möchte gleich im ersten Rennen ein gutes Ergebnis haben und mich dann weiter steigern.

Vier Weltcupbewerbe von zehn in Österreich

Vier der zehn Weltcupbewerbe sind in Österreich, es ist natürlich ein großer Ansporn, bei den Österreich-Rennen top zu sein." Herbst möchte zu seiner Kristallkugel eine zweite dazustellen.

Diese Auszeichnung bedeute ihm nach wie vor mehr als Olympia-Silber 2006 in Turin.

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