Damen von Premiere auf der "Birds of Prey" begeistert

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Begeistert haben die Ski-Damen auf die Nachricht reagiert, dass sie kommende Woche erstmals auf der berühmten Herrenpiste in Beaver Creek einen Super-G bestreiten dürfen.

Die "Birds of Prey", die berühmte Raubvogelpiste, auf der vor allem Hermann Maier mit acht Siegen inklusive zweier WM-Titel Geschichte geschrieben hat, war bisher den Herren vorbehalten.

Einmalige Chance

Dank der Absage in Val d'Isere dürfen nun zum ersten und wohl letzten Mal auch die Damen am kommenden Mittwoch auf die anspruchsvolle Herrenstrecke in Colorado, wo der Zielraum auf fast 2.500 m Höhe liegt.

Bei der WM 2015 und den vorangehenden Weltcup-Testrennen werden die Damen ab 2013 schon auf einer eigenen Stecke fahren, die es aber ebenfalls in sich haben wird.

Eine einmalige Chance also, noch dazu um 18.00 Uhr MEZ als Primetime-Aufwärmer für die Fußball-Champions-Leage.

"Geil"

Elisabeth Görgl entfuhr in Lake Louise ein regelrechter Jubelschrei, als sie davon erfuhr.

"Geil! Ich war noch nie dort, der Hang ist ja echt lässig, die Strecke ein richtiger Begriff", jubelte die Steirerin. "Cool, dass wir da auch einmal fahren dürfen."

Fenninger baute vor

Anna Fenninger wäre zwar lieber zurück in die Heimat geflogen, hat aber offenbar schon etwas geahnt und sicherheitshaber eine Reisetasche in Vail gelassen.

"Wenigstens herrscht in Beaver Chancengleichheit, weil noch niemand von uns dort gefahren ist. Die Trainer sagen, die Strecke wäre was für mich", gab sich die Salzburgerin zumindest neugierig.

Vor der Haustür

Lindsey Vonn wiederum freute sich nach ihrem Scheidungs-Outing wieder einmal über eine gute Nachricht, darf sie nun doch erstmals vor ihrer Haustür ein Weltcup-Rennen bestreiten.

"Ich fahre endlich in meinem Heimatort Vail und das auf der Männerstrecke. Da wird ein Traum wahr", freute sich die 27-jährige Olympiasiegerin.

Womöglich wird die Rückkehr in die USA aber zu einem Spießrutenlauf für Vonn. Gerüchteweise könnte ihre Bekanntschaft zu einem Footballer der Denver Broncos eine Rolle im kommenden Scheidungsverfahren von Ehemann Thomas spielen.

Keine Bedenken

US-Alpinchef Patrick Riml hat nicht die geringsten Bedenken, dass die Raubvogel-Piste für die Damen zu schwierig sein könnte. Die heftigsten Passagen werden freilich ohnehin rausgenommen bzw. umfahren wie der  Sprung im unteren Teil.

Dass die Damen nun gleich auch auf die Kitzbüheler Streif sollen, wie Vonn und Maria Riesch bereits angeregt hatten, verursachte bei Damen-Renndirektor Atle Skaardal ein Schmunzeln. "Dafür gibt es keine mir bekannten Pläne."

"Weiß, dass wir ein bisschen wie Idioten dastehen"

Der Damen-Super-G in Beaver Creek wurde - wie die nun zusätzlichen Herrenrennen - überhaupt erst möglich, nachdem Renndirektor Günter Hujara in der Nacht auf Mittwoch noch einmal das Ruder komplett herumgerissen hatte.

Als klar war, dass in Val d'Isere nichts geht, hatte der Deutsche mitten in der Nacht alle Zuständigen aus dem Bett geworfen und neu verhandelt.

"Ich weiß, dass wir ein bisschen wie Idioten dastehen, nachdem wir tagelang ja, nein, ja, nein und am Ende wieder ja gesagt haben. Aber wichtig ist, dass es geklappt hat und wir nun Rennen haben", erklärte der Deutsche und bedankte sich bei Vail, dem Rechtevermarkter Infront und dem Organisationskomittee mit Blumen, Umarmungen, Küsschen und einem Erinnerungsfoto.

Stress für Teamleitung

ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold hatte jedenfalls gleich kräftigen Umbuchungsstress.

"Unter der Brücke muss keiner schlafen", beruhigte er.

Nachkommen müssen vor allem einige Slalomläufer wie Manfred Pranger, oder Wolfgang Hörl, eventuell sogar auch wieder Rainer Schönfelder. Reinfried Herbst, Mario Matt und Benjamin Raich sind hingegen schon länger in Colorado.

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