Berthold: "Bei uns gibt es keine Slalom-Krise!"

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Reinfried Herbst, Mario Matt und Benjamin Raich: Das sind 19 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften, acht davon in Gold.

Das sind unzählige Kristallkugeln, Weltcup-Siege und Stockerlplätze. Gemeinsam hat das so erfolgreiche Ski-Trio 98 Jahre auf den Buckeln.

Gemeinsam haben die ÖSV-Stars in diesem Winter auch das Warten auf ein Erfolgserlebnis.

Das beste Ergebnis war ein 18. Platz von Matt im Slalom in Beaver Creek, Raich und Herbst schafften es im Slalom in den ersten beiden Saisonrennen noch nicht in die Top-20.

"Sie haben es drauf!"

Herren-Chef Mathias Berthold will im Gespräch mit LAOLA1 von einer Krise bei den Routiniers nichts wissen. „So etwas gibt es bei uns nicht!“

Der Vorarlberger gibt aber zu, dass der für Alta Badia geplante Generalangriff „in die Hose“ ging.

„Nur der Manni (Pranger, Anm.) hat im zweiten Durchgang das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Aber das haben die anderen auch drauf!“

Neustart mit Problemen

Nur Reinfried Herbst sucht nach Selbstvertrauen und der perfekten Materialabstimmung, hat seinen schnellen Ski für diesen Winter noch nicht gefunden.

Mario Matt ist, wie eigentlich jedes Jahr, schwach in die Saison gestartet, bei ihm geht Berthold aber davon aus, dass er sich in Flachau, spätestens dann aber im dicht gedrängten Jänner steigern kann und wird.

Und Benjamin Raich? „Er ist in einer schwierigen Situation, tut sich nach seiner Verletzung noch schwer. Er musste einen kompletten Neustart machen, aber er arbeitet wie ein Verrückter“, gibt der Chef-Trainer dem erfolgreichsten Skifahrer der letzten Jahre die Zeit, die er braucht.

Hörl soll Punkte sammeln

Auch mit Wolfgang Hörl, der in den Trainings regelmäßig einer der Schnellsten ist, hat Mathias Berthold Geduld.

Der Salzburger war in Beaver Creek 12., in Alta Badia carvte der seit Jahren als schnell Gepriesene auf Rang 19.

„Für ihn ist es taktisch wichtig, dass er Zielankünfte hat und Punkte sammelt."

"Es bringt nichts, wenn er am Limit fährt und rausfliegt, weil dadurch wird seine Startnummer nicht besser“, so Berthold, der aus seiner aktiven Zeit nur zu gut weiß, wie schwierig es ist, dosiert zu fahren und trotzdem zufrieden zu sein.

Schönfelder weiter "auf Bewährung"

Rainer Schönfelder fährt in Flachau zum vorerst letzten Mal „auf Bewährung“, danach wird es ein Gespräch zwischen Läufer und Herren-Chef geben.

Berthold will von einem "Schicksals-Rennen" nichts wissen: „In Alta Badia ist er ohne Fehler runtergefahren, aber da musst du gnadenlos attackieren, sonst hast du keine Chance.“

Hoffnung macht „Schöni“ sein zweiter Platz beim letzten Herren-Slalom in der Flachau, damals hinter dem Italiener Giorgio Rocca.

Allerdings ist das Rennen am Mittwoch genau sieben Jahre her.

"Braucht einen guten Linksschwung"

Mathias Berthold verspricht den vielen Tausenden Fans für 2011 eine starke ÖSV-Mannschaft und ein Top-Ergebnis.

„Der Hang hängt nach rechts weg, also braucht man einen guten Linksschwung. Und den haben bei uns einige Läufer!“

Auch Reinfried Herbst, Mario Matt und Benjamin Raich ...

Stephan Schwabl

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