"Es ist eine Katastrophe"

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"Es war ziemlich brutal - wir sind alle fertig"

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Ein Orkansturm hat die Absage der Damen-Abfahrt in Bad Kleinkirchheim erzwungen.

Der Zielraum wurde verwüstet und schließlich evakuiert, um keine Menschenleben zu gefährden. Wie stark die Schäden auf der Strecke sind, ließ sich vorerst nicht feststellen, da die Franz-Klammer-Piste wegen Sturmböen von bis zu 120 km/h gesperrt war. Über das weitere Programm wird erst entschieden.

Mittags tagt der Krisenstab, wie es am Sonntag weitergehen soll. Auf dem Programm steht eigentlich ein Super-G. Ob dieser einer Abfahrt weichen muss, steht noch nicht fest.

ÖSV-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum sagte dazu zur APA - Austria Presse Agentur: "Der entscheidende Punkt wird sein, welches Rennen man am ehesten durchbringen kann, und das ist eher der Super-G."

Keine guten Prognosen

Die Prognosen für Sonntag sind ebenfalls nicht sehr vielversprechend. Nach einer Entspannung im Laufe des Samstags, bringt Tief "Felix" am späteren Sonntagvormittag wieder Sturmböen mit bis zu 80 km/h, hieß es auf APA-Anfrage aus der ZAMG-Zentrale Wien.

Außerdem ist fraglich, ob es in der Kürze der Zeit überhaupt möglich sein wird, die temporären Bauten im Zielraum wieder zu errichten und die Sicherheitssysteme auf der Strecke wieder zu befestigen.

Nach zwei bei guten Bedingungen durchgeführten Trainings am Donnerstag und Freitag begann es Freitagabend stark zu regnen, zugleich stiegen die Temperaturen bis Samstagfrüh in den zweistelligen Plusbereich.

14 Grad wurden gemessen. Um sechs Uhr früh legte der Orkanwind los und tobte zwei Stunden.

"Es ist eigentlich eine Katastrophe. Die Sicherheitsnetze verblasen, die Kommentatorenkabinen verblasen, die Planen der Bühne zerrissen", schilderte Kriechbaum.

"Gleich schlimm wie 2012"

"Der Sturm hat mindestens gleich schlimm gewütet wie 2012, wenn nicht schlimmer", sagte OK-Chef Peter Pertl. Vor drei Jahren fegte ebenfalls ein Sturm über Bad Kleinkirchheim.

Die Sicherheitssysteme hatten Schäden genommen, sogar Stützstangen der Zäune brachen. Das Freitagtraining musste daraufhin abgesagt werden, die Rennen am Wochenende gingen aber planmäßig über die Bühne.

Auch Atle Skaardal, der Chef-Renndirektor des Internationalen Skiverbands (FIS), zeiget sich am Samstag geschockt.

Sturm war lebensgefährlich

"Es war ziemlich brutal. Wir wollten hinauf auf die Strecke und nachschauen. Aber dann kam um sechs Uhr der Wind und hat innerhalb von zwei Stunden alles zerlegt. Jetzt sind alle ein bisschen fertig", sagte er im "ORF".

Als Gegenstände durch die Luft geflogen kamen, sei es lebensgefährlich geworden, weshalb die Evakuierung von Zielraum und Strecke angeordnet worden sei.

Man werde erst in ein paar Stunden, wenn der Wind nachlässt, eine genaue Übersicht über die Schäden haben. Das Organisationskomitee, so Skaardal, sei sehr motiviert, für Sonntag alles wieder instand zu setzen.

Für Österreichs Speeddamen standen am rennfreien Tag leichte Aktivierung, Regenerationstraining und eventuell Volleyball auf dem Programm.

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