Klaus Kröll atmet nach erstem Renn-Test auf

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"Sensationell. Ohne dieses Training hätte ich gar nicht nach Lake Louise fahren brauchen!"

Klaus Kröll war die Erleichterung in Copper Mountain ins Gesicht geschrieben. Erstmals seit seinem Motorrad-Sturz im vergangenen April strahlte der aktuelle Abfahrts-Weltcupsieger am Donnerstag wieder Zuversicht aus.

"Da waren heute wieder Schwünge, wie sie besser nicht sein hätten können", freute sich Kröll.

"Das war extrem wichtig"

Der Steirer war in beiden FIS-Abfahrten im US-Speedcenter in Colorado als Vorläufer gestartet. Im zweiten wäre Kröll hinter Sieger Peter Fill aus Italien Zweiter geworden.

"Rennfahren kann ich noch nicht. Aber das jetzt war extrem wichtig für mich, denn bisher bin ich ja nur hinterhergefahren", atmete der 32-jährige Speed-Spezialist, der kommende Woche in Kanada seine bisher aussichtslos scheinende Titelverteidigung startet, hörbar auf.

Begeisterung über Speed-Center

Auch Kröll zeigte sich über das Speedcenter, das vom US-Skiverband gemeinsam mit dem Skiressort Copper Mountain mit Millionen-Einsatz entwickelt und im Vorjahr eröffnet worden war, begeistert.

Hier kann der Weltcuptross bereits im November bei meist perfekten Bedingungen auch die schnellen Disziplinen trainieren und tut dies auch ausgiebig. Nur wenige Teams üben dennoch derzeit in Nakiska (Kanada).

"Glück, dass wir mittrainieren dürfen"

Denn Copper bietet eine vollwertige und auf Weltcupniveau abgesicherte Rennpiste sowie eine perfekte Infrastruktur.

"Die Abfahrt hat eine Länge von 1:40 Minuten. Da der Start auf 3.500 Metern liegt, entspricht das von der Anstrengung her einer Zweiminuten-Abfahrt in Europa", schwärmte Kröll.

"Die Amerikaner haben hier extrem viel Geld investiert. Ein Glück, dass wir hier mittrainieren dürfen", zeigte er sich erfreut.

Spätstart in den WM-Winter

Denn erst beim Übersee-Training in Colorado ist Kröll nach seinem komplizierten Fußwurzelbruch, der eine unerwartet lange Pause notwendig gemacht hatte, wieder so richtig ins Fahren gekommen.

Aber selbst das erst ganz zum Schluss, hatten ihn doch auch in Colorado Anfangs noch starke Rücken- und Knochenschmerzen gequält.

"All das halt, das man sonst im Sommer beim Trainingsstart spürt", scherzte Kröll.

Laufen kein Thema

Laufen kann der Naturbursche aus Öblarn noch immer noch nicht. Beim Skifahren stützen wenigstens die steifen Skischuhe den verletzten Fuß.

Bis Donnerstag war Kröll aber stets hinterhergefahren. "Jetzt kann ich schon wieder Druck geben, es gibt gute Fortschritte. Ich möchte mich jetzt von Woche zu Woche steigern", lautet Krölls Plan.

"Schladming ist weit weg"

Gut möglich also, dass Kröll auf dem amerikanischen "Kupferberg" doch noch die Basis zu einem Edelmetallgewinn im Februar bei der Heim-WM in Schladming gelegt hat.

"Schladming ist für mich aber extrem weit weg, auch im Kopf", winkte Kröll ab.

Saisonende für Dixon

Abhaken muss die WM in Österreich Robbie Dixon.

Der 27-jährige Pechvogel aus Kanada stürzte am Donnerstag nach einem Verschneider an der leichtesten Stelle der Strecke so unglücklich, dass er sich das rechte Bein am Skischuhrand brach.

Dixon wurde noch am Abend in Vail operiert, für ihn ist die Saison zu Ende, bevor sie begonnen hat.

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