Dujmovits' Motto: "Ich geb Gas, ich hab Spaß!"

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Vielleicht kam Dujmovits, die vor kurzem eine zweijährige Ausbildung zum Yoga-Instruktor abgeschlossen hat, auch deshalb jedes Mal noch stärker zurück.

Rückkehr nach Hawaii

Um in Sotschi die Stärkste zu sein, hat sie ähnlich wie Marcel Hirscher ihre Schlafgewohnheiten vor dem Abflug nach Russland umgestellt.

„Ich bin um 4 Uhr aufgestanden und war um 6 Uhr beim Training.“ Die drei Stunden Zeitverschiebung hören sich nicht viel an, so Dujmovits, aber das sei schlimmer als der halbe Tag, den Hawaii hinter Österreich liegt.

Apropos Hawaii: Das ist seit drei Jahren ein ganz besonderer Platz für Dujmovits, die auf Maui seit 2011 ihr Sommertraining abhält.

Dort wird sie auch nach den Olympischen Spielen die Seele baumeln lassen. Im Bikini in der Hängematte am Balkon. Vielleicht mit einer Medaille um den Hals.

 

Stephan Schwabl

Julia Dujmovits hat sich auf ihre Art auf die Olympischen Spiele vorbereitet. „Im Bikini in der Hängematte am Balkon“, lacht die Burgenländerin.

Ihr Brett, erzählt die Snowboarderin im Gespräch mit LAOLA1, hat sie nach einem guten Trainingsblock am Kreischberg gar nicht mehr ausgepackt.

Dafür hat ihr Konditionstrainer Peter Eichberger noch einmal ein beinhartes Programm geschrieben, um für den Kampf um die Alpin-Medaillen die letzten Prozente herauszukitzeln.

Eine der Schnellsten im Feld

Dujmovits und Eichberger wissen: Auf der technisch anspruchsvollen Strecke im Extreme Park von Rosa Khutor könnte die Kondition eine entscheidende Rolle spielen.

Denn der Kurs ist deutlich länger als im Weltcup – und durch die vom Regen stark veränderten Bedingungen noch kräfteraubender.

Dujmovits gibt sich selbstbewusst: „Ich bin super vorbereitet und weiß, was ich kann.“

Dass sie zu den Schnellsten im Feld zählt, hat sie zuletzt im kleinen Finale in Sudelfeld eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wo sie im Re-Run die Penalty-Time von 1,5 Sekunden aufgeholt hat.

Ganz oder gar nicht

Sotschi sind für die 26-Jährige die ersten Olympischen Spiele. Vor vier Jahren in Vancouver war Dujmovits noch an der Qualifikation gescheitert.

„Damals habe ich mir gesagt: Ganz oder gar nicht!“ Es war nicht das erste Mal in ihrer Karriere, dass sich die Boarderin mit den Modelmaßen die Sinnfrage stellte.

Immer wieder wurde die Güssingerin von schweren Verletzungen aus der Bahn geworfen.

Aber sie ließ sich weder von kaputten Kreuzbändern noch von einem zerbröselten Knöchel den Spaß am Spitzensport verderben.

Kein Glück, kein Pech

„Teilweise konnte ich nur noch mit Schmerzmitteln das Board anschnallen“, gesteht Dujmovits, die mit den vielen Neustarts aber nie ein Problem hatte.

„Ich glaube nicht an Glück und Pech, keine Verletzung kommt nur so.“

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