"Haben große Chance verpasst"

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Große Enttäuschung bei Vanek und Co.

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Vanek bleibt ohne Treffer

Wie bereits im zweiten Vorrundenspiel gegen Kanada wollte ein Treffer für die rot-weiß-rote Auswahl nicht fallen. Torjäger Michael Grabner ging heute leer aus. Ebenso wie Vanek, der nicht einen einzigen Turniertreffer aufzuweisen hat und somit weit hinter den Erwartungen zurückbleibt.

 „Im Großen und Ganzen hätte ich besser sein müssen“, lautet der kurze Kommentar des NHL-Profis.

Mit der Leistung seiner Mannschaft in diesem Turnier ist der Kapitän aber im weitesten Sinne zufrieden, die Niederlage gegen einen Gegner, der sich normalerweise auf Augenhöhe befindet, ist aber doppelt schwer zu verdauen.

„Es ist okay, was wir geleistet haben, aber durch die verpasste Chance ist es natürlich enttäuschend“, so Vanek.

„Die Niederlage tut sehr weh, ich bin einer der schlechtesten Verlierer in der Mannschaft, mir tut das weh“, bläst Raffl ins selbe Horn.

Waren ÖEHV-Cracks zu lange unterwegs?

Die Slowenen waren an diesem Tag spritziger, wirkten ausgeschlafener und fitter. In der Defensive standen sie kompakt und waren in der Offensive stets brandgefährlich.

Dass dies mit einer angeblichen Sauftour der ÖEHV-Cracks nach dem Norwegen-Sieg zutun haben könnte, kann Vanek nicht bestätigen.

"Wir waren am Abend im Austria Haus essen und sind dann mit dem Bus wieder ins Hotel gefahren. Jeder hat gut trainiert, wir waren gut eingestellt, aber heute waren wir einfach die schlechtere Mannschaft."

Die Gerüchteküche brodelt jedoch, angeblich sollen die Spieler bis sechs Uhr Morgens unterwegs gewesen sein. Viveiros wäre beim Training am Tag vor dem Slowenien-Spiel aber nichts aufgefallen.

"Davon weiß ich nichts, die Spieler waren rechtzeitig im Hotel. Das war kein Thema für uns. Wir wissen, dass sie im Austria Haus zusammengesessen sind, aber nach meinen Informationen waren sie nicht zu spät im Olympischen Dorf. Wir haben am nächsten Tag auch gut trainiert."

Slowenen nun gegen Schweden

Österreich offenbarte neben der mangelnden Spritzigkeit wieder altbekannte Schwächen in der Defensive und konnte im Angriff nicht die ganz großen Chancen kreieren, um Robert Kristan im Tor der Slowenen dauerhaft unter Druck zu setzen. Wenn die Österreicher zu Chancen kamen, zeigte sich der ehemalige Zabreg-Goalie aber hellwach.

„Slowenien hat verdient gewonnen. Sie waren defensiv kompakt und hatten einen sehr  starken Torhüter“, weiß Raffl.

Während die Slowenen somit am Mittwoch (09:00 Uhr) gegen Schweden um den Einzug ins Halbfinale kämpfen, sind die Spiele für Österreich beendet.

Bitter, denn bei dieser Auslosung hatte man im Vorfeld doch von mehr geträumt.

Sebastian Rauch

Der Traum ist ausgeträumt.

Österreich bleibt bei den Viertelfinal-Begegnungen dieser Olympischen Spiele nur die Zuschauer-Rolle.

Durch die 0:4-Niederlage gegen Slowenien (Hier gehts zum Spielbericht) beendet die österreichische Truppe das Turnier auf Rang neun, eine Position, die ihr im Vorfeld wohl die Wenigsten zugetraut hätten.

Und dennoch ist die Enttäuschung im österreichischen Lager groß.

„Mit der Auslosung hätten wir durchaus weiterkommen können. Das ist sehr enttäuschend“, sagt Michael Raffl nach dem Spiel.

Kein Duell auf Augenhöhe

Denn Slowenien ist normalerweise spielerisch durchaus in Schlagdistanz. Ähnlich wie die Österreicher fristet der Nachbarstaat seit Jahren ein Dasein als Fahrstuhlnation und ist neben der ÖEHV-Truppe die einzige Mannschaft im Turnier, die derzeit auf B-Niveau spielt.

Doch an diesem Dienstag war der Gegner eine Klasse besser.

„Slowenien hat sehr gut gespielt. Sie haben stark angefangen, die Tore gemacht und sind dann gut gestanden“, analysiert Kapitän Thomas Vanek nach dem Spiel.

Sturmpartner Raffl sieht das Problem in der unterschiedlichen Spielanlage zu den Matches zuvor. Die Mannschaft von Manny Viveiros war vor dem Spiel als leichter Favorit in das Duell gegangen.

„Es waren andere Voraussetzungen, denn wir mussten heute das Spiel machen. Dann machst du zwei kleine Fehler und die werden gleich ausgenützt. Nach den zwei Treffern läufst du dann hinterher“, so der Flyers-Stürmer.

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