...am Ende gewinnt Deutschland

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Österreich verliert trotz engagierter Leistung

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Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft musste sich bei der Weltmeisterschaft in Helsinki der deutschen Auswahl geschlagen geben. Die rot-weiß-rote Truppe unterliegt dem Erzrivalen in einem Spiel, in welchem man eine Vielzahl an guten Möglichkeiten ausließ mit 0:2 (0:0,0:1,0:1) und muss weiter um den Klassenerhalt bangen.

Gutes erstes Drittel

Österreich begann fulminant und hätte bereits nach 20 Sekunden in Führung gehen können wenn nicht sogar müssen. Michael Raffl wurde auf den Weg geschickt und fuhr allein auf Rob Zepp zu. Sein Versuch ging aber knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite sah Christian Ehrhoff Felix Schütz (2.) am langen Eck völlig freistehen und setzte diesen mit einem scharfen Flachpass perfekt ein. Bernhard Starkbaum konnte seine erste große Rettungstat verzeichnen.

Im Anschluss hatten die Österreicher die besseren Möglichkeiten Thomas Vanek (5.) und Rafael Herburger (6.) fanden aber in Zepp ihren Meister. Nur Sekunden später spielten die Deutschen die Scheibe tief, Starkbaum war bereits auf dem Weg hinter sein Tor, als der Puck plötzlich von der Bande zentral vor das Tor spickte. Mit einem Hechtsprung verhinderte der Schlussmann den Rückstand.

Während die Deutschen sich vermehrt aus der Distanz versuchten, hätten die Österreicher durchaus in Führung gehen können. Doch die rot-weiß-rote Auswahl ließ ein 50 Sekunden dauerndes Fünf-gegen-Drei-Überzahl-Spiel ungenutzt und hatten eine Minute vor der Pausensirene durch Vanek und Martin Schumnig weitere Einschussmöglichkeiten.

Fehler-Kette führte zum Gegentor

Das zweite Drittel begann mit einem Powerplay für Österreich, welches aber nichts einbrachte. Nach fünf gespielten Minuten bekam Manuel Latusa den Puck mustergültig von Thomas Koch serviert, brachte das Spielgerät aber aus einem Meter nicht im Tor unter. Immerhin zog der Salzburger mit der Aktion eine Strafe, in Überzahl vergab Latusa aber erneut die beste Möglichkeit.

Deutschland hatte bis auf eine Chance im Powerplay als Andre Rankel am langen Eck verfehlte bis zur zur 35 Minuten keine nennenswerte Chance, während bei Rot-Weiß-Rot Thomas Hundertpfund (26.) und David Schuller (28.) die Führung auf dem Stock hatten.

Erst in den letzten fünf Minuten des zweiten Abschnitts drehte das DEB-Team auf. Zunächst musste Starkbaum bei einem abgefälschten Schuss all sein Können aufbringen, in Minute 37 war er dann aber machtlos. Latusa vertändelte an der Bande in der neutralen Zone die Scheibe, Schumnig ließ sich von Marcus Kink düpieren und der Deutsche brachte den Puck alleine vor dem ÖEHV-Goalie an diesem vorbei.

In der Folge hatte Österreich sogar noch Glück, als die Deutschen in Minute 39 nur die Stange trafen und es mit dem 0:1 in die zweite Pause ging.

Luft war raus

In den letzten 20 Minuten spielten die Deutschen die Führung locker nach Hause, ohne dass die ÖEHV-Mannschaft trotz zweier Überzahlspiele das Tor von Zepp ernsthaft gefährdeten konnte.

Knapp zwei Minuten vor dem Ende flackerte nochmals Hoffnung auf, als die Deutschen für den Rest des Spiels in Unterzahl agieren mussten. Aber wie schon in den zahlreichen Powerplay-Spielen zuvor, insgesamt saß acht Mal ein DEB-Spieler in der Kühlbox, konnte man den nummerischen Vorteil nicht zu seinen Gunsten nutzen.

Als Starkbaum sein Tor verließ, stoppte Pöck seinen einschussbereiten Gegenspieler, worauf der Schiedsrichter auf technisches Tor entschied.

Schlussendlich brachten die schlechte Chancenauswertung in den ersten beiden Dritteln sowie die nicht genutzten Überzahl-Situationen die Viveiros-Truppe um den Sieg.

Die Österreicher halten somit weiterhin bei drei Punkten und treffen nach einem Tag Pause noch auf die Slowakei, Finnland und Russland.

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