Unerreicht von hier bis Texas

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Unerreicht von hier bis Texas

Seit über einer Woche verbringe ich nun den Großteil des Tages und meist auch des Abends in der O2-Arena. Höchste Zeit, das kulinarische Angebot etwas näher zu beleuchten, schließlich macht Eishockey auf höchstem Niveau zwar Spaß, aber nicht satt und von dem dankenswerterweise für Journalisten bereitgestellten Obst überlebt man auf Dauer auch nicht.

Im Medienzentrum gibt es eine Kantine, in der man sehr preisgünstig speisen kann. Sämtliche Kollegen versicherten mir, das Essen dort sei gut. Ich konnte mich aber nicht überwinden, hinzugehen, seit meiner Studienzeit (Mensa!) hege ich eine ausgeprägte Abneigung gegen Kantinenessen.

In der Halle selbst werden die üblichen Verdächtigen angeboten: Burger, Hot Dog und Pizza. Das Fastfood-Triumvirat, das dank Zucker und Geschmacksverstärkern überall auf der Welt gleich schmeckt, so auch hier. Also nicht wirklich schlecht, aber auch alles andere als gut. Positiv erwähnt seien an dieser Stelle die Fritten, die bei allen drei Versuchen frisch aus der Fritteuse kamen und dementsprechend immer äußerst knusprig waren.

Insgesamt also ein unbefriedigendes Angebot, gäbe es da nicht das Fandorf: Hier wird gegrillt, was das Zeug hält. Über offenem Feuer! In Österreich wäre das schon aus feuerpolizeilichen Gründen kaum vorstellbar.

Und was hier vom Grill kommt, ist sensationell. Perfekt angekohlte Bratwurst, würzige Prager Wurst und ein Prager Schinken, dessen Saftigkeit und Rauchigkeit wohl von hier bis Texas unerreicht bleibt. Dazu Senf, Kren, leicht süßer Krautsalat und Brot, soviel man will und man kann sich wieder frisch gestärkt an die Arbeit machen.

Eigentlich ärgerlich, dass ich das Fan-Dorf erst am fünften WM-Tag für mich entdeckt habe, meiner Linie wird es allerdings gut tun.

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