Viertelfinal-Out für Kanada und Schweden

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Die Viertelfinal-Begegnungen der A-WM in Schweden und Finnland boten zwei große Überraschungen. Mit Kanada und Co-Gastgeber Schweden mussten zwei der Top-Favoriten auf den WM-Titel die Segel streichen.

Die favorisierten Kanadier unterlagen der Slowakei mit 3:4 (1:2, 2:0, 0:2). Der 24-fache Weltmeister scheiterte damit nach 2010 und 2011 bereits zum dritten Mal in Folge in der Runde der letzten acht.

Getzlaf als Sündenbock

2:28 Minuten vor Schluss beendete Michel Handzus die Titelhoffnungen der „Ahornblätter“ mit seinem Siegtreffer im Powerplay.

Zuvor war Kanadas Kapitän Ryan Getzlaf nach einem Kniecheck gegen Juraj Mikkus für fünf plus 20 Minuten vom Eis gestellt worden.  Nur vier Sekunden nach dem Ausschluss traf Handzus zum vielumjubelten 4:3.

„Er ist ein kleiner Spieler. Ich habe nur versucht ihn mit der Schulter zu erwischen, was mir auch gelungen ist. So zu verlieren ist furchtbar. Die Mannschaft hat viel zu gut gearbeitet. Sie hat es nicht verdient so abgefertigt zu werden“, versuchte sich Getzlaf hinterher zu verteidigen.

Superstar Ovechkin trifft gleich im ersten Spiel

Russland ebenfalls im Halbfinale

Bereits nach acht Minuten brachte NHL-Star Alexander Ovechkin die Russen in Führung, kurz darauf konnte Per-Age Skroder ausgleichen (12.). Die „Sbornaja“ ging dennoch mit einer Führung in die erste Unterbrechung, denn Alexander Popov (15.) traf noch zum 2:1.

Im Mitteldrittel gelang den Norwegen nach nur 28 Sekunden durch Patrick Thoresen im Powerplay neuerlich der Ausgleich. Mehr sollte den Skandinaviern allerdings nicht mehr vergönnt sein.

Russland machte im Schlussabschnitt ernst und konnte das Spiel durch Alexei Yemelin (41.), Nikolai Zherdev (51.) und Ilya Nikulin (55.) für sich entscheiden.

Hochdramatisches Finish

Im Halbfinale treffen die Russen auf Co-Gastgeber Finnland, das die USA in einem dramatischen Spiel mit 3:2 besiegen konnte.

Nach einem ereignislosen ersten Drittel ging der Gastgeber in der 34. Minute durch Jesse Joensuu in Führung, nur 21 Sekunden später konnte Kyle Palmieri für die "US-Boys" ausgleichen. Im Schlussabschnitt brachte Bobby Ryan die Amerikaner mit seinem Treffer zum 2:1 (42.) auf die Siegerstraße, Mikko Koivu gelang jedoch in der 54. Minute das vielumjubelte 2:2 .

Als alles mit der Verlängerung rechnete schoss Joenssu die Finnen acht Sekunden vor dem Ende mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend unter die letzten vier.

Slowakei startet furios

Der Rekord-Weltmeister kam danach in Unterzahl nicht mehr gefährlich vors Slowakische Tor. Eine Minute vor dem Ende ging zwar noch Torhüter Cam Ward vom Eis, doch es passierte nichts mehr. Die Sensation war perfekt. Es war der erste Sieg der Slowakei gegen Kanada im siebten Versuch seit sie 2002 WM-Gold gewinnen konnten.

Die Slowaken begannen furios und gingen früh durch Tomas Kopecky (6.) und Miroslav Satan (10.) in Führung. In der Folge erfingen sich die Kanadier allerdings und schlugen noch im Ersten Drittel zurück. Evander Kane verkürzte in der 17. Minute auf 1:2.

Kanada kontrolliert das Spiel

Im Mitteldrittel drehte das Mutterland des Eishockey auf und stellte durch Jeff Skinner (27./PP) und Alexandre Burrows (38.) auf 3:2. Das Schussverhältnis im zweiten Abschnitt betrug 17-7 für Kanada.

Von da an kontrollierte die Kanadier das Spielgeschehen nach Belieben und alles sah nach einem Sieg des Favoriten aus. Wie aus dem nichts traf dann Milan Bartovic im zweiten Versuch sechs Minuten und 35 Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich.

 „Wir haben einfach nur versucht 60 Minuten als Mannschaft aufzutreten, füreinander zu kämpfen und die nötigen Treffer zu erzielen“, wusste Andrej Sekera eine Erklärung für die Leistung.

Auch Schweden scheidet aus

Schweden verlor gegen  Tschechien mit 3:4 und verpasste damit zum ersten Mal seit elf Weltmeisterschaften den Sprung unter die letzten vier.

Loui Eriksson brachte die Gastgeber nach acht Minuten in Führung, Petr Nedved (12.) konnte kurz drauf ausgleichen.

Danach zogen die Tschechen durch Jiri Novotny (17.) und Martin Erat (31./PP) auf 3:1 davon, knapp vor Ende des zweiten Drittels gelang Henrik Zetterberg der Anschlusstreffer.

Entscheidung 29 Sekunden vor dem Ende

Im Schlussabschnitt markierte Jonathan Ericsson (41.) den Ausgleich, ehe Milan Michalek die Tschechen 29 Sekunden vor Schluss jubeln ließ. "Wir dachten wir haben das Spiel in der Hand", war Stürmer Gabriel Landskog nach dem Match ratlos.

Somit kommt es am Samstag im Halbfinale zum „Bruderduell“ zwischen der Slowakei und Tschechien. "Wir sprechen dieselbe Sprache und sind befreundet", freute sich Michalek schon auf die Partie.

Favorit Russland zeigte gegen das Überraschungsteam aus Norwegen seine ganze Klasse und steht nach einem deutlichen 5:2-Sieg ebenfalls im Halbfinale.

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