Jungstar lässt Champ verzweifeln

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Capitals gleichen aus - Blues und Coyotes vor Aufstieg

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Vorentscheidung vertagt!

Den Boston Bruins gelang in Spiel vier nicht der erhoffte Auswärtssieg. Bei den Washington Capitals unterlag der amtierende Stanley-Cup-Champion mit 1:2.

Auch die „Best of seven“-Serie zwischen den New Jersey Devils und Florida Panthers bleibt weiterhin ausgeglichen. Vor heimischer Kulisse stellten Erstere mit einem 4:0-Kantersieg auf 2:2.

Über die ersten Matchpucks durften sich indes die St. Louis Blues, sie gewannen in San Jose mit 2:1, und Phoenix freuen. Das vierte Kräftemessen der Chicago Blackhawks und Coyotes brachte die vierte Overtime, dort hatten die Gäste aus Phoenix ihr Happy End.

Bruins dominierten nach Rückstand

Im Verizon Center zu Washington gelang den Hausherren ein Auftakt nach Maß. Nach 82 Sekunden feuerte Marcus Johannsson den ersten Torschuss des Spiels in die Maschen. Der Blitzstart schien die Bruins allerdings keineswegs zu lähmen. Sie dominierten und wurden mit dem Ausgleich belohnt.

Rich Peverley konnte eine Fehlerkette durch Alex Ovechkin und Dennis Wideman zum 1:1 verwerten. „Das ist eines solcher Tore, die ich verhindern könnte. Mein Ziel war es, mich neu zu sammeln und im zweiten Drittel die nötige Saves zu liefern“, so Goalie Braden Holtby. Und wie dies der 22-Jährige tat.

In den ersten 30 Minuten erarbeiteten sich die Bruins ein Übergewicht von 24:5 Abschlüssen, fanden jedoch ein ums andere Mal in Washingtons Jungstar ihren Meister.

Blackhawks verlieren erneut in Overtime

Die Anhängerschaft feierte besonders Torhüter Martin Brodeur, der 26 teils Glanzparaden lieferte. Auch dem 39-Jährigen entgingen die „Marty, Marty, Marty“-Sprechchöre nicht: „Diese Fans sind einfach unglaublich.“

Unglaublich eng verlief auch der vierte Showdown der Chicago Blackhawks und Phoenix Coyotes, die zum dritten Mal in der vierten Overtime dieser Serie gewannen.

Blues und Coyotes vor Aufstieg

Zum Matchwinner der Gäste wurde Mikkel Boedker, der nach 2:15 Minuten das 3:2-Goldtor erzielte. „Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, Überstunden zu machen“, erklärte der 22-Jährige Däne mit einem Augenzwinkern. Die Coyotes erspielten sich im Schluss-Abschnitt eine 2:0-Führung, doch in den letzten zehn Minuten rettete sich Chicago nochmals.

„Natürlich würden wir es bevorzugen, in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Aber so etwas passiert, wir sind einfach glücklich über den dritten Sieg.“ Damit hat Phoenix in der Nacht auf Sonntag ebenso einen Matchpuck wie St. Louis. Denn die Blues bezwangen im vorentscheidenden Duell die San Jose Sharks mit 2:1.

B.J. Crombeen brachte die Gäste in Front, nach torlosem Mittel-Drittel legte Andy McDonald nur acht Minuten vor Schluss nach. Mehr als das 1:2 durch Thornton gelang den Hausherren nicht mehr. „Das Team ist unglaublich gewachsen. Dennoch wissen die Spieler, dass noch nichts erreicht ist“, so Coach Ken Hitchcock.

Die Blues stehen unmittelbar vor dem ersten Gewinn einer Playoff-Serie seit 2002. Aber: Mehr als die Vorentscheidung war es nicht.

Torhüter wird zum Matchwinner

Die Wende brachten letztlich zwei Powerplay-Situationen. Trotz zahlreicher Möglichkeiten blieb der erste Versuch noch unbelohnt, im nächsten Anlauf gelang den Capitals dann die neuerliche Führung. Alexander Semin bestrafte die zögerliche Defensive mit einem Kunstschuss in die Kreuzecke.

„Diesen Treffer machen nur ganz wenige Spieler. Ich bin froh, einen solchen im Team zu haben“, gab Teamkollege Brooks Laich danach zu verstehen. Glücklich durften sich die Hauptstädter ebenso ob ihres Rückhaltes schätzen. Ganze 44 Mal verzweifelten die Bruins-Forwards an Holtby.

„Er ist so ein großartiger Athlet, gibt immer alles“, lobte Johansson, Schütze des 1:0, den Schlussmann. Bostons Head Coach Claude Julien gestand frustriert: „Mit so vielen Schüssen sollte uns mehr als ein Tor gelingen.“

Fans feiern Oldie Brodeur

Die New Jersey Devils konnten ihre Playoff-Serie gegen Florida ebenso offen halten. Zu Hause ließ die Franchise aus Newark nichts anbrennen und fuhr einen ungefährdeten 4:0-Sieg ein. Im Mittel-Drittel eröffnete Zach Parise den Torreigen, in den abschließenden 20 Minuten machten Steve Bernier, Travis Zajac und Superstar Ilya Kovalchuk alles klar.

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