Rangers souverän - Bruins schaffen irres Comeback

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Was für ein Finale der 1. Playoff-Runde in der NHL.

Die Boston Bruins schaffen im 7. Spiel der Serie gegen die Toronto Maple Leafs ein unglaubliches Comeback und siegen nach 1:4-Rückstand 15 Minuten vor Schluss in der Overtime. Die Rangers deklassieren die Capitals in Washington mit 5:0.

Zwei Spieler sind die umjubelten Helden. Die Bruins feiern Patrice Bergeron, der 51 Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich für Boston erzielt und die Bruins nach 6:05 Minuten der Verlängerung ins Halbfinale der Eastern Conference schießt.

Bei den Rangers ist wieder einmal Goalie Henrik Lundqvist der überragende Akteure. Der Schwede pariert im Entscheidungsspiel alle 35 Schüsse auf sein Gehäuse.

BOSTON BRUINS (28-14-6) - TORONTO MAPLE LEAFS (26-17-5)

Boston Bruins - Toronto Maple Leafs 5:4 n. V. (1:1, 0:1, 3:2, 1:0) - Serie: 4:3

Tore: 1:0 Bartkowski (6.), 1:1 Franson (10./PP), 1:2 Franson (26.), 1:3 Kessel (43.), 1:4 Kadri (46.), 2:4 Horton (50.), 3:4 Lucic (59.), 4:4 Bergeron (60.), 5:4 Bergeron (67.).

Nach einem Hockey-Krimi der Extraklasse ziehen die Boston Bruins ins Halbfinale der Eastern Conference ein.

Der Meister von 2011 liegt im siebten und entscheidenden Duell gegen die Toronto Maple Leafs nach 5:29 Minuten des Schlussdrittels bereits 1:4 zurück, schafft aber mit einem unglaublichen Kraftakt noch die Wende zum 5:4 nach Verlängerung.

Patrice Bergeron erzwang 51 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem umjubelten Ausgleich die Overtime, in der er nach 6:05 Minuten auch für die Entscheidung sorgt.

Der Stimmung im ausverkauften TD Garden ist nach dem Siegtreffer entsprechend ausgelassen. "Alle in der Halle und auch zu Hause vor den TV-Geräten sind aufgestanden. Es war unglaublich, auf dem Eis zu stehen und das zu sehen. So etwas kann man nicht beschreiben", freut sich Bostons Verteidiger Johnny Boychuk nach dem Aufstieg gegen die Kanadier.

Boston führt in der "Best-of-7"-Serie bereits mit 3:1, ehe der sechsmalige Stanley-Cup-Gewinner zwei Niederlagen kassiert, um am Ende ein unglaubliches Finale zu spielen.

In der 2. Runde treffen die Bruins nun auf die New York Rangers, die sich im 7. Spiel bei den Washington Capitals schadlos halten.

WASHINGTON CAPITALS (27-18-3) - N.Y. RANGERS (26-18-4)

Washington Capitals - New York Rangers 0:5 (0:1, 0:2, 0:2) - Serie: 3:4

Tore: 0:1 Asham (14.), 0:2 Pyatt (24.), 0:3 Del Zotto (26.), 0:4 Callahan (41.), 0:5 Zuccarello (47.).

Die Fans im Verizon Center von Washington erleben eines der einseitigsten Entscheidungsspiele der NHL-Playoff-Geschichte. Die Rangers stellen mit dem 5:0 den Rekord für den höchsten Auswärtssieg in einem 7. Spiel ein.

Die Tore erzielen Spieler, die dafür eigentlich nicht in erster Linie zuständig sind.

Arron Asham aus der vierten Linie trifft zur Führung, im zweiten Drittel sorgen dann Taylor Pyatt und Verteidiger Michael Del Zotto mit ihren ersten Playoff-Treffern für eine 3:0-Führung der Broadway Blueshirts.

Als im Schlussabschnitt auch noch Ryan Callahan und Mats Zuccarello ihre ersten Playoff-Tore gelingen, ist die Pleite für die Caps perfekt.

Herausragend bei den Rangers einmal mehr Star-Goalie Henrik Lundqvist. Der Schwede pariere im 7. Spiel alle 35 Schüsse der Caps und feiert seinen zweiten Shutout in Folge.

Der letzte NHL-Keeper, dem in Spiel 6 und 7 Shutouts gelangen, war Detroits Dominik Hasek 2002 gegen Colorado.

"Er hat einen unglaublichen Job gemacht. Er macht unglaubliche Saves", schwärmt Caps-Superstar Alex Ovechkin über "King Henrik".

Ovechkin, der in der Regular Season die NHL mit 32 Toren anführte, erzielt ein Tor im Auftaktspiel der Serie, verbucht einen Assist im 2. Spiel, ehe er in der Folge ohne Scorerpunkt bleibt. Die Caps-Offensive schafft in der gesamten Serie lediglich 12 Treffer.

Die Rangers treffen im Conference-Halbfinale jetzt auf die Bruins, die Serie beginnt am Donnerstag in Boston.

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