Könige der Fremde

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Entfesselte Kings stellen auf 2:0

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Die Los Angeles Kings bleiben weiterhin die Überraschung der NHL-Playoffs.

Nachdem die an acht gesetzte Franchise aus Kalifornien bereits in der ersten Runde die Vancouver Canucks eliminierte, stellen sie in der Nacht auf Dienstag auch im "Best of seven" gegen die St. Louis Blues auf 2:0.

Die Kings gewinnen dank eines furiosen Startdrittels (4:0) auswärts mit 5:2.

Ausgleichen auf 1:1 können die Washington Capitals. Die Hauptstädter siegen durch ein Powerplay-Tor von Alex Ovechkin bei den New York Rangers mit 3:2.

Fünfter Auswärtssieg

Los Angeles entpuppt sich in den Playoffs als wahre Auswärts-Macht. In St. Louis landen sie den bereits fünften Postseason-Erfolg auf fremden Eis.

Die Vorentscheidung fällt bereits früh. Es sind gerade einmal 31 Sekunden gespielt, da trifft Mike Richards bereits zum 1:0. Anze Kopitar (15., 20.) und Jeff Carter (19.) erhöhen noch vor dem ersten Kabinengang auf 4:0.

"Nach 30 Sekunden bereits zu scoren, hilft freilich in ein Spiel rein zu kommen, aber wir sind auch danach nicht vom Gas gegangen", meint Dustin Brown, der im Anfangsdrittel zwei Treffer vorbereitet und auch die Vorlage zum 5:1 von Justin Williams (22.) liefert.

Verschlafene Blues

Das Tor von Williams ist psychologisch wichtig, kann doch Andy McDonald nur 68 Sekunden zuvor auf 1:4 verkürzen.

Blues-Stürmer T.J. Oshie ist sauer ob der Leistung. "Man sollte nicht vier Tore bekommen müssen, damit unser Team endlich in die Gänge kommt. Es gibt ein Wettkampf-Level, das du in den Playoffs erreichen solltest. Das war bei uns heute aber nicht der Fall."

Daran kann auch das Tor von Matt D'Agostini (46.) zum 2:5-Endstand nichts mehr ändern.

Der Mann der Stunde bei den Blues ist aber Kopitar. Der 24-Jährige hält nach seinem Doppelpack nun bei drei Toren und drei Assists in den Playoffs.

Frisch für das Powerplay

Alex Ovechkin stellt einmal mehr unter Beweis, wie wertvoll er für die Caps ist. Mit seinem Powerplay-Tor in der 53. Minute lässt der Russe nicht nur die Fans im Madison Square Garden verstummen, sondern bringt auch sein Team im "Best of seven" (1:1) zurück.

Logisch, dass es nach dem Match die eine oder ander Lobeshymne auf den Superstar gibt. "Ovi ist ein Team-Player, er hat seine Mitspieler angefeuert", streicht Coach Dale Hunter die Qualitäten des 26-Jährigen hervor. "Er weiß, dass diese Jungs gegen Ende des Spiels rausgingen, eisliefen und etliche Schüsse blockten. Er honoriert das."

Aus der Sicht des Trainers ist entscheidend, dass Ovechkin für das Powerplay richtig frisch ist.

2:0-Führung verspielt

Washington erwischt im "Big Apple" den besseren Start, geht durch Mike Knuble (13.) und Jason Chimera (18.) mit 2:0 in Führung. Noch vor dem ersten Drittel-Ende verkürzt Brad Richards (20.).

Nach einem torlosen Mittel-Abschnitt gleicht Ryan Callahan (47.PP) aus, ehe besagter Ovechkin für die Entscheidung sorgt.

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