Canadiens können gegen Rangers verkürzen

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Die Montreal Canadiens sind wieder in der Serie!

Die Mannschaft von Thomas Vanek schlug die New York Rangers auswärts mit 3:2 nach Verlängerung und verkürzte im best-of-seven auf 1:2.

Vanek selbst wurde von Coach Michel in die vierte Linie zurückbeordert und erhielt nur 11 Minuten Eiszeit. Nach einem schwachen Start steigerte sich der Österreicher und gab sogar den Assist zum 2:1.

LAOLA1 fasst die Partie für dich zusammen:

MONTREAL CANADIENS - NEW YORK RANGERS 1:2

SPIEL 3: New York Rangers vs. Montreal Canadiens 2:3 OT

Das Spiel begann nicht so schwungvoll wie das zweite Duell, die Rangers erspielten sich aber nach und nach Vorteile.

Bereits nach drei Minuten gab es dann den ersten Aufreger. Brandon Prust streckte Derek Stepan auf offener Eisfläche nieder, nachdem der Puck schon lange weg war. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm, was die Zuschauer zu einem heftigen "Buh"-Konzert veranlasste.

Die aufgestauten Emotionen entluden sich dann in der siebten Minute, als sich Derek Dorsett den Übeltäter vornahm und es zu einem kleinen Faustkampf kam. Die Folge waren je fünf Strafminuten für die Kampfhähne.

Daniel Carcillo erhielt sogar eine Matchstrafe, weil er sich mit einem der Offiziellen angelegt hatte. So hatten die Canadiens ein erstes Powerplay, bei dem auch Vanek auf dem Eis stand. Die Rangers spielten jedoch ein starkes Penalty-Killing und ließen keinen Torschuss zu.

Überhaupt lautete das Schussverhältnis nach zehn gespielten Minuten 9:1 für die Rangers, die mittlerweile komplett das Kommando übernommen hatten.

Rangers zu Beginn überlegen

Fünf Minuten vor Drittelende folgte dann auch die logische Führung. P.K. Subban verlor die Scheibe an der blauen Linie, Carl Haegelin fuhr auf und davon, verzögerte geschickt und passte auf den mitgelaufenen Martin St. Louis.

Dessen One-Timer fischte Josh Gorges mit einem unglaublichen Reflex für seinen geschlagenen Goalie Dustin Tokarski von der Linie, doch Haegelin beförderte den Rebound volley ins Netz. Vanek machte in dieser Situation gar keine gute Figur, er stand nahezu teilnahmslos neben Haegelin und ließ ihn gewähren.

So ging es mit einem knappen Vorsprung und einem Schussverhältnis von 14:4 in die Kabine und auch im zweiten Abschnitt sollte sich zunächst nichts ändern.

Ausgleich aus dem Nichts

Die Rangers spielten, die Canadiens schauten zu und waren zumeist zweiter Sieger. Einzig Tokarski war es zu verdanken, dass die beiden Mannschaften weiter nur ein Tor trennte.

Wenn Montreal doch einmal so etwas wie Gefahr ausstrahlte, war die Linie um Max Paxioretty auf dem Eis und diese sollte dann auch für den Ausgleich aus dem Nichts sorgen.

Gallagher behauptete die Scheibe stark, legte ab auf Pacioretty und dessen Querpass verwertete der alleingelassene Andrei Markov aus dem Kreis.

Nach einer kurzen Schockphase, waren es wieder die Rangers, die dominierten, am Spielstand änderte sich jedoch zunächst nichts und das obwohl die „Blueshirts“ nach 40 Minuten 27 Torschüsse aufweisen konnten

Tokarski wie eine Wand

Im Schlussabschnitt hatten die Canadiens erst eine Unterzahl-Situation zu überstehen und meisterten diese bravourös. Doch anstatt Momentum aufzunehmen, waren es weiter die Rangers, die Dampf machten.

Rick Nash, Mats Zuccarello und Benoit Pouliot ließen gute Möglichkeiten liegen, Tokarski wuchs immer mehr über sich hinaus.

Die Canadiens wurden mit jeder Minute müder, die Rangers drückten auf die Führung, doch das Tor erzielten die Gäste.

Vanek legt auf

Lundqvist konnte einen Schuss von Rene Bourque nur nach vorne abprallen lassen, Vanek kam zum Nachschuss, verfehlte aber knapp, doch die Scheibe sprang von hinter dem Tor zu Daniel Briere und von dessen Stock über die Schlittschuhe von Ryan McDonagh ins Tor.

New York riskierte daraufhin alles und nahm 90 Sekunden vor dem Ende den Torhüter raus. Die Rangers setzten sich zu sechst im Angriffsdrittel fest und feuerten aus allen Rohren.

Erst konnte Tokarski noch mit einer Glanztat gegen St. Louis den Ausgleich verhindern, doch 29 Sekunden vor dem Ende war auch er zum zweiten Mal geschlagen.

Drei kuriose Treffer

Chris Kreider spielte den Puck vor das Tor und von Alexei Emelins Schlittschuh gelangte das Spielgerät ins Tor. Somit hatten beide Mannschaften ein recht glückliches Tor erzielt und die Verlängerung musste entscheiden.

Canadiens-Routinier Daniel Briere schwor seine Mannen kurz vor "puck drop" noch einmal ein. "Er rief uns zusammen und sagte: Overtime, in deren Halle, die Emotionen werden überkochen. Sie haben ein wichtiges, spätes Tor geschossen, werden sofort voll da sein und es gleich beenden wollen", gab P.K. Subban zu Protokoll.

Doch es waren die Gäste aus Montreal sein, die für ein schnelles Ende sorgten. Und als ob zwei kuriose Treffer nicht genug wären, legten die Canadiens noch einen drauf. 

Gerade einmal 1:12 Minuten waren in der Verlängerung gespielt, als Lundqvist einen Schuss von Tomas Plekanec abprallen ließ, Alex Galchenyuk kam angefahren, bekam den Puck an den Oberkörper und von dort sprang er zum recht glücklichen Sieg der Gäste ins Tor.

"So sind die Playoffs"

"Ich war mit meinem Auftritt am Donnerstag nicht sonderlich zufrieden. Diesmal hoffte ich einfach, dass die Scheibe einmal zu meinen Gunsten springt und so war es dann auch. Ich könnte nicht glücklicher sein", sagte der Sieg-Torschütze.

Die Rangers verpassten zwar die 3:0-Führung im "best of seven", doch der Fokus liegt bereits auf Spiel vier. "Die Niederlage ist hart, aber nur für den nächsten Stunden. So sind die Playoffs", erklärte Goalie Lundqvist.

Das vierte Duell der beiden Mannschaften geht in der Nacht auf Montag um 2:00 Uhr MEZ über die Bühne.

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