Vanek beklagt fehlende Chemie mit Sturmpartnern

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Selbstkritisch und mit Blick auf den 1. Juli hat sich Thomas Vanek am Samstag von den Montreal Canadiens verabschiedet.

Fehlende Chemie mit seinen Sturmpartnern machte Österreichs Eishockey-Star als Hauptgrund für seine enttäuschende Leistung im Conference-Finale der National Hockey League aus, in dem der NHL-Rekordmeister aus Montreal gegen die New York Rangers mit 2:4-Siegen ausgeschieden ist.

Therrien stellte Linien um

Vanek war Anfang März von den Canadiens verpflichtet worden und bildete zunächst mit Max Pacioretty und David Desharnais eine torgefährliche erste Linie.

Nach Spiel zwei der zweiten Playoff-Runde gegen die Boston Bruins riss Trainer Michel Therrien das Trio auseinander und ließ Vanek an der Seite von Tomas Plekanec stürmen.

Der Steirer fand sich mit der defensiveren Rolle nicht zurecht, blieb gegen die Rangers torlos und leistete nur zwei Assists. Vanek erhielt zunehmend weniger Eiszeit und fand sich zuletzt nur noch in der vierten Sturmlinie.

Fehlende Chemie als Ursache

"Es war nicht großartig, offensichtlich", meinte der 30-Jährige zu seiner Leistung während der Playoffs, obwohl er mit fünf Toren ex aequo mit drei anderen Spielern zweitbester Torschütze seines Clubs in der "postseason" war.

"Als ich hierhergekommen bin, hatte ich am Anfang Probleme. Dann wurde ich zu Desharnais und Pacioretty gestellt und ich glaube als Linie waren wir großartig. Ich glaube, wir waren eine der besten Linien. Als ich wieder weggenommen wurde, hatte ich Probleme, mich in einer neuen Linie zu finden", erklärte Vanek.

"Ich spielte meist mit Plekanec und es klappte einfach nicht".

Gegen die Rangers gelang Vanek nicht allzu viel

Vanek in der Kritik

Vanek musste von den Zeitungen in Montreal viel Kritik einstecken, im letztlich entscheidenden sechsten Spiel gegen die Rangers im Madison Square Garden vergab er bei der 0:1-Niederlage auch eine große Chance, die Serie vielleicht doch noch zu drehen.

"Ich weiß, dass ich den Unterschied ausmachen hätte können", gestand der Flügelstürmer.

So war für Vanek auch im dritten Anlauf nach 2005 und 2006 (jeweils mit den Buffalo Sabres) im Conference-Finale Endstation. Sein großes Ziel, den Gewinn des Stanley Cups, hat er aber nicht aufgegeben. Mit welcher Mannschaft er den nächsten Versuch startet, ist offen.

Zukunft völlig offen

Vaneks Vertrag läuft aus, in der am 1. Juli beginnenden Transferperiode kann er nun frei aus den Angeboten wählen. Dass die trotz seiner enttäuschenden Playoff-Auftritte kommen werden, kann man annehmen, ist Vanek doch unverändert einer der namhaftesten Free Agents im Sommer.

"Vor einem Jahr habe ich die Entscheidung getroffen, dass es wahrscheinlich mein einziges Mal ist, dass ich mir selbst den Klub aussuchen kann. Und dass ich hoffentlich ein Team wähle, mit dem ich die Chance habe, zu gewinnen", erklärte Vanek.

Es wird der vierte Klub innerhalb eines Jahres werden. Vanek war am 27. Oktober des Vorjahres von seinem langjährigen Club Buffalo Sabres zu den New York Islanders transferiert worden, die ihn am 5. März unmittelbar vor Ablauf der Winter-Transferzeit an die Canadiens abgaben.

Werden es die Wild?

Vanek wird häufig mit den Minnesota Wild in Verbindung gebracht.

Der Steirer hat auf dem College in Minnesota den Durchbruch geschafft und lebt dort auch während der Sommermonate mit seiner Frau und den drei Kindern.

Dass die Entscheidung daher schon gefallen sein könnte, wies er aber von sich. "Ich habe keine Präferenz für eine Stadt. Es hängt von den Angeboten ab und ich will wo hingehen, um zu gewinnen", erklärte er.

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