Vanek selbst ist auch schon ein Fan des "Team Austria" in der NHL: "Ein paar der Islanders-Spieler kenne ich ja schon früher, Okposo zum Beispiel, und natürlich Michael Grabner. Das hat es ja überhaupt noch nie gegeben, dass zwei Österreicher beim selben NHL-Verein gespielt haben!"

Vorschusslorbeeren von Tavares

Auch neben dem Kapitän, Nummer-1-Draft-Pick 2009 John Tavares, zu spielen, freue sich Vanek, der vom Kanadier im Gegenzug in den höchsten Tönen gelobt wird.

"Er ist ein herausragender Spieler mit dem Puck und hat große Geduld vor dem Tor. Ich denke, jeder hat gesehen, wie er in die Saison gestartet ist, wie er vergangene Saison gespielt hat und wie sehr er ein Spiel dominieren kann. Wir freuen uns, ihn hier zu haben. Er hat in der Liga schon bewiesen, was er drauf hat, hat tolle Fähigkeiten und wir freuen uns, mit ihm zu spielen", so der 23-jährige Jungstar.

Neben Grabner kennt der Islanders-Neuling eben auch Kyle Okposo, denn beide waren auf der University of Minnesota.

"Wir waren dort nicht zur gleichen Zeit, aber wir haben beide dort gespielt. Er verbringt seine Sommer in Minnesota und da haben wir schon einige Mal Golf gespielt. Er ist ein großartiger Typ und in erster Linie passt er vom Sportlichen her toll zu uns", so der Stürmer-Kollege, der mit Vanek und Tavares die Einser-Linie bilden wird.

"Das hilft ihm sicher"

Sein neuer Head Coach Jack Capuano sieht einen Vorteil darin, dass sein neuer Schützling einige Kollegen kennt: "Das hilft ihm sicher. Es schadet nie, wenn du bei einem neuen Team schon ein paar Jungs kennst. Das hat man schon heute in der Früh in der Kabine gesehen."

Vanek selbst wurde von den New Yorker Reporter im Nassau Coliseum natürlich auch befragt, sprach ebenso von einem anfänglichen Schock, aber auch von einer gewissen Vorfreude.

"Man ist dann aufgeregt, hierher zu kommen. Zu einem tollen, jungen Team, das Up-Tempo-Eishockey spielt. Ich freue mich."

"Ein All-Star-Kaliber"

General Manager Garth Snow, früher NHL-Keeper der Flyers, Canucks, Penguins und Islanders, kann sich in Vaneks anfänglich Gefühlswelt hineinversetzen.

„Beim ersten Mal ist es ein Schock für dich und den Locker Room, aber am Ende des Tages will man das Team einfach nur in die richtige Richtung lenken", hält der 44-Jährige bei seiner Pressekonferenz fest.

Snow, der diesen Trade schon lange ins Auge gefasst hat, preist seinen Neuzugang ebenfalls an.

"Er ist ein hochtalentierter Spieler, ein All-Star-Kaliber mit großem Körper, der skaten kann und augenscheinlich trifft. Er hat Elite-Level und ist zudem ein toller Charakter abseits des Eises. So haben wir einen tollen neuen Spieler für unser Team bekommen.“

Zukunft bleibt offen

Vanek selbst wolle jetzt einfach das Beste daraus machen. Wie es im Sommer für ihn als unrestricted Free Agent weiter geht, bleibt für beide Seiten vorerst offen. In diesen Tagen hat Österreichs Sportler des Jahres 2007 andere Sorgen, wie er in seinem Tagebuch weiter schreibt.

"Derzeit wohne ich noch im Hotel, in den nächsten Wochen werde ich mich aber nach einem Haus umschauen. Ich habe den neuen Spielplan noch gar nicht angeschaut, keine Ahnung, wann ich dafür Zeit haben werde. Meine Familie wird die nächsten Wochen auf jeden Fall noch in Buffalo bleiben, dann schauen wir weiter", so der Angreifer, der natürlich auch schweren Herzens seinen langjährigen Winter-Wohnort verlässt.

"Der Abschied aus Buffalo ist mir natürlich trotz allem schwer gefallen. In meiner Zeit dort habe ich am Eis und abseits davon viele Leute kennengelernt und Freundschaften geknüpft. Das muss ich mir jetzt alles wieder neu aufbauen. Am Ende ist das Ganze aber ein Business und jetzt werde ich mein Bestes für die Islanders geben."

 

Bernhard Kastler

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