Die besten Free Agents der NHL

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Am 1. Juli öffnet die Free Agency in der NHL.

Ab diesem Zeitpunkt dürfen alle 30 Teams mit vertragslosen Spielern, sogenannten „Unrestricted Free Agents“ oder kurz UFA’s, verhandeln.

Da die meisten Mannschaften mit ihren Stars bereits frühzeitig verlängern, quillt der Markt nicht gerade über. Umso intensiver bemühen sich die General Manager der NHL-Franchises um die übriggeblieben Top-Cracks, weswegen der eine oder andere Spieler auf einen hochdotierten Vertrag hoffen kann.

LAOLA1 hat eine Übersicht der begehrtesten Free Agents in diesem Sommer:

Mike Ribeiro, Nashville Predators, bisheriges Gehalt: 1,05 Millionen

Der 35-jährige Center legte eine starke Saison mit 62 Punkten für Nashville auf das Eis und war ein Mitgrund für die starke Performance der Predators. General Manager David Poile hofft auf einen Verbleib des Kanadiers, der wohl trotz seines fortgeschrittenen Alters mit einer Gehaltserhöhung rechnen darf. Ein erstes Angebot der Predators hat er dem Vernehmen nach immerhin schon ausgeschlagen.

 

Matt Belesky, Anaheim Ducks, bisheriges Gehalt: 1,35 Millionen

Die Breakout-Saison des 27-jährigen Flügelstürmers der Anaheim Ducks kam genau zur rechten Zeit. Wurde er 2013/14 sogar kurzfristig in die AHL verbannt, erzielte er in der abgelaufenen Spielzeit 22 Tore und legte in den Playoffs acht weitere drauf. Bei einem Verdienst von etwas mehr als einer Million Dollar ist ihm eine Gehaltserhöhung sicher – egal, bei welchem Team er unterschreiben wird.

 

Brad Richards, Chicago Blackhawks, bisheriges Gehalt: 2 Millionen

Der zweifache Stanley-Cup-Champion überzeugte in Chicago. Nach 37 Punkten als Zweitlinien-Center im Grunddurchgang, legte er auf dem Weg zum Cup 14 weitere drauf. Der 35-Jährige würde gerne bei den Blackhawks bleiben, allerdings haben diese mit der Gehaltsobergrenze zu kämpfen. Gut möglich, dass der Conn-Smythe-Gewinner von 2004 wo anders unterschreiben muss.

 

Joel Ward, Washington Capitals, bisheriges Gehalt: 3 Millionen

Der 34 –jährige Flügelstürmer würde zwar gerne bei den Capitals, für die er zuletzt 19 Tore und 15 Assists scorte, bleiben, die Gehaltsobergrenze macht dies aber eher unwahrscheinlich. Der Power-Forward ist gut und gerne 3,5 Millionen im Jahr wert, Washington muss erst die Verlängerungen von Braden Holtby, Marcus Johansson und Evgeny Kuznetsov unter Dach und Fach bringen. Gut möglich, dass sich Ward dann schon für ein anderes Angebot entschieden hat.
 

Michael Frolik, Winnipeg Jets, bisheriges Gehalt: 3,3 Millionen

Der 27-jährige Tscheche ist ein äußerst zuverlässiger Stürmer, der in den letzten drei Saisonen nur vier Spiele aussetzen musste. Er war stand meist in Winnipegs Top-Linie mit Andrew Ladd und Bryan Little auf dem Eis und verbuchte 42 Punkte, davon 19 Tore. Bislang verdiente er 3,3 Millionen Dollar, künftig wird er sich wohl nicht unter vier Millionen zufrieden geben.


 

Cody Franson, Nashville Predators, bisheriges Gehalt: 3,3 Millionen

Obwohl der 27-jährige Verteidiger nach seinem Trade von Toronto zu Nashville nicht überzeugen konnte, dürfte er kein Problem haben, einen neuen Verein zu finden. Schließlich waren seine Werte bei den Maple Leafs durchaus in Ordnung (32 Punkte in 55 Spielen) und offensive Rechtsschützen in seinem Alter wachsen auch nicht gerade auf Bäumen.


  

Francois Beauchemin, Anaheim Ducks, bisheriges Gehalt: 3,5 Millionen

Der 35-jährige Defender war ein wahrer Minutenfresser und stand im Schnitt 22:44 Minuten auf dem Eis, mehr als jeder andere Duck. Obwohl er bereits 35 Jahre alt ist, dürfte er bei wahrscheinlich jedem Team eine Top-Vier-Rolle einnehmen, so auch in Anaheim, das gut beraten wäre, mit dem Routinier zu verlängern.

Justin Williams, Los Angeles Kings, bisheriges Gehalt: 3,65 Millionen

Mr. Postseason dürfte für jedes Team mit Ambitionen auf den Stanley Cup höchst interessant sein. Der 33-jährige Flügelstürmer stemmte den Pokal bereits dreimal (einmal mit Carolina, zweimal mit den Kings) in die Höhe und hält mit 14 den Ligarekord, was Punkte in Playoff-Entscheidungsspielen betrifft. Außerdem hat er alle sieben seiner „do-or-die“-Partien gewonnen. Bisher kassierte er 3,65 Millionen pro Jahr und es gibt keinen Grund, warum das nicht mindestens so bleiben soll.
 

Antoine Vermette, Chicago Blackhawks, bisheriges Gehalt: 3,75 Millionen

Der Center war ein wichtiges Puzzleteil auf Chicagos Weg zum Stanley Cup. Er kam am 28. Februar aus Arizona und erzielte in den Playoffs drei Game-Winner, davon zwei in der Overtime. Darüber hinaus war seine Face-Off-Performance mit 58,9 Prozent außerordentlich gut. Ob er allerdings bei den vom Cap-Space geplagten Blackhawks bleiben wird, ist mehr als fraglich, es sei denn, er nimmt Gehaltseinbußen in Kauf.


Christian Ehrhoff, Pittsburgh Penguins, bisheriges Gehalt: 4 Millionen

Obwohl der Deutsche eine solide Saison spielte, wird er um einen guten Vertrag zittern müssen. Es könnte sich für den Verteidiger nämlich rächen, dass er letzten Sommer nur einen Einjahres-Vertrag unterschrieben hat, um bald wieder um ein höheres Gehalt pokern zu können. Der 32-Jährige fällt seit 24. März aufgrund einer Gehirnerschütterung aus, gut möglich, dass nun keine Mannschaft das Risiko eines gut dotierten Langzeit-Vertrags auf sich nehmen will.

 

Chris Stewart, Minnesota Wild, Bisheriges Gehalt: 4,1 Millionen

Deadline-Day-Zugang Stewart brachte den Wild die nötige Physis, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Mit drei Toren und acht Assists in 20 Spielen war auch seine Punkteausbeute im Grunddurchgang zufriedenstellend. In den Playoffs standen dann aber nur zwei Vorlagen auf der Habenseite. Ein Team, das einen körperlich robusten Flügel sucht, wird mit ihm jedoch glücklich werden.

 

Paul Martin, Pittsburgh Penguins, bisheriges Gehalt: 5 Millionen

Der erfahrene Verteidiger kam vergangene Saison aufgrund einer Verletzung nie so richtig in Tritt und konnte erst gegen Ende sein Potenzial richtig abrufen. In Pittsburgh weiß man zwar, was man an ihm hat – er ist ein wahrer Allrounder, dem viel Eiszeit zuzutrauen ist – allerdings haben die Penguins andere Baustellen, weswegen der 34-Jährige entweder Gehaltseinbußen hinnehmen oder die Mannschaft wechseln muss.

 

Martin St. Louis, New York Rangers, bisheriges Gehalt: 5,625 Millionen

Der Altstar konnte nicht mehr an die Leistungen vergangener Tage anknüpfen. In 74 Spielen für die NY Rangers verbuchte er lediglich 52 Punkte was sein niedrigster Wert seit 2001/02 war. Dazu traf er in den Playoffs nur ein einziges Mal, zu wenig für einen Stürmer, der bisher 5,625 Millionen Dollar im Jahr verdiente. Ob der 40-jährige überhaupt noch weitermacht, ist unklar, mit einem Vertrag jenseits der 5-Millionen-Marke wird er allerdings nicht mehr rechnen dürfen.
 

Mike Green, Washington Capitals, bisheriges Gehalt: 6,083 Millionen

Der frühere Top-Defender kam zwar vergangene Saison wieder etwas in Fahrt und verbuchte stolze 45 Punkte in 72 Spielen. Von seinen Glanzzeiten, als er Eiszeiten weit jenseits der 23 Minuten erhielt und über 70 Punkte scorte, ist er jedoch noch immer weit entfernt. So weit, dass ein Verdienst von sechs Millionen pro Jahr wohl unmöglich erscheint. Andererseits ist er erst 29 und ein Rechtsschütze…



Weitere nennenswerte Free Agents: Karri Ramo (Calgary Flames/Torhüter, 2,75 Millionen), Marek Zidlicky (Detroit Red Wings/Verteidiger, 3 Millionen), Johnny Oduya, (Chicago Blackhawks/Verteidiger, 3,375 Millionen), Mike Richards (Los Angeles Kings/Stürmer, 5,75 Millionen)

 

Fabian Santner

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