Gänsehaut-Feeling beim Wild-Debüt

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Tor ist ihm keines gelungen, dennoch strahlte Österreichs Eishockey-Star Thomas Vanek nach seinem Debüt im Dress der Minnesota Wild.

Die Wild starteten mit einem beeindruckenden 5:0-Heimsieg gegen Colorado Avalanche in die NHL-Saison, über 19.000 Fans bereiteten der Mannschaft und dem in Minnesota wohnhaften Vanek einen stürmischen Empfang.

Vanek frenetisch begrüßt

Vanek hat sich vor elf Jahren in die Herzen der Eishockey-verrückten Fans aus dem "State of Hockey" gespielt, als er die Golden Gophers der University of Minnesota zum Sieg in der US-College-Meisterschaft geführt hat.

Bejubelt wurde Vanek auch am Donnerstag, das Xcel Energy Center von St. Paul glich bei der Team-Präsentation einem Tollhaus.

Lautstark und mit Standing Ovations wurde auch Vanek begrüßt, nachdem zuvor Tore aus seiner Uni-Zeit auf der riesigen Video-Wall gezeigt worden waren.

Gänsehaut-Feeling

Da zieht es selbst einem routinierten Profi noch die Gänsehaut auf.

"Ja, auf jeden Fall. Die Fans in Minnesota sind unglaublich, man kann sich bei ihnen nur bedanken. Am Anfang war ich ein bisschen nervös, es war schon ein besonderes Spiel für mich. Das Bauchkribbeln war da", gestand der 30-Jährige im Gespräch mit der APA.

"Hoffentlich können wir so weiterspielen und die Fans weiter glücklich machen."

Noch kein blindes Verständnis

Dazu will Vanek künftig auch mit Zählbarem beitragen. Zum Auftakt sorgten die bestens eingespielte erste Linie (Parise-Granlund-Pominville), die Youngster-Linie (Coyle-Haula-Niederreiter) und zwei Verteidiger für die Tore.

In Vaneks Linie mit Kapitän und Center Mikko Koivu und dem "Arbeiter" Matt Cooke fehlt dagegen noch das blinde Verständnis.

"Vom System habe ich das meiste schon intus, aber ich habe viele neue Mitspieler. Mit Koivu wird es von Tag zu Tag besser, aber es wird einige Spiele dauern, bis wir besser klicken und hoffentlich ein paar Tore schießen.

Man sieht, dass die erste Linie schon länger zusammenspielt", erklärte der Torjäger.

Ungewohnte Position

Zudem kam der Steirer meist auf dem rechten Flügel zum Einsatz. Ein Platz, den er auch in Montreal oft eingenommen hat, der aber nicht sein Stammplatz ist.

"Ich habe in der letzten Woche auf rechts trainiert, weil der Trainer Cooke links spielen lassen will. Es ist ein bisschen anders für mich, langsam gewöhne ich mich daran. Aber ich habe mein ganzes Leben links gespielt, links wird immer meine bessere Seite sein", meinte Vanek.

So freute er sich uneingeschränkt über die starke Mannschaftsleistung.

"Haben vier gute Linien"

"Wir hatten keinen Schwachpunkt. Ich habe vor der Saison gesagt, warum ich hier unterschrieben habe: weil wir vier gute Linien haben. Das haben wir heute gezeigt. Alle vier Linien haben kompakt und sehr gut gespielt. Und wenn du fast 50 Torschüsse hast (48), dann gewinnst du einige Spiele", sagte Vanek, warnte aber auch vor der Revanche.

Denn am Samstag ist Minnesota Wild in Denver zu Gast, und noch einmal so leicht wird es Colorado Avalanche nicht machen, ist er überzeugt.

"Da werden sie um einiges stärker sein", sagte Vanek und war ganz einer Meinung mit Cheftrainer Mike Yeo.

"Jeder war gut, wir haben als Team sehr gut gespielt. Aber Colorado hatte nicht den besten Tag. Am Samstag wird es anders, wir müssen bereit sein", betonte er.

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