Grabner verlässt die Islanders

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Grabner verlässt die Islanders

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Einen Tag vor dem Beginn des Vorbereitungscamps für die am 7. Oktober beginnende Saison der National Hockey League hat Michael Grabner die Koffer packen müssen.

Der österreichische Eishockey-Teamstürmer wurde am Donnerstag von den New York Islanders an die Toronto Maple Leafs transferiert.

Grabner stürmt nun für den wertvollsten Eishockey-Klub der Welt unter dem bestbezahlten Trainer der NHL.

Schwierige Saison

Der Transfer des 27-Jährigen kam nicht ganz unerwartet. Grabner hatte verletzungsbedingt eine schlechte Saison.

Der Villacher hatte sich unmittelbar vor der vergangenen Saison einer Leistenoperation unterziehen müssen, kämpfte danach mit Adduktorenproblemen und kam wegen vier Verletzungspausen nur zu 34 Spielen und 8 Toren für die Islanders.

Im letzten Vertragsjahr

Zudem steht der pfeilschnelle Flügel vor seiner letzten Saison seines Fünfjahres-Vertrags, der gesamt mit 15 Mio. US-Dollar dotiert ist.

Nach dieser Saison wäre Grabner daher ablösefrei gewesen, nun erhielten die Islanders gleich fünf Spieler für den Österreicher, der ein Jahresgehalt von 5 Mio. Dollar hat und für den "salaray Cap" (Gehaltsobergrenze für die Vereine) mit 3 Mio. Dollar zu Buche steht.

"Danke an die NY Islanders für die letzten fünf Jahre und an die Fans für ihre Unterstützung. Auf zu einem neuen Kapitel", twitterte Grabner zum Abschied.

Lange Durststrecke

Er ist nun bei einem Glamour-Klub gelandet, der seine glorreichen Zeiten aber schon länger hinter sich hat.

Die Maple Leafs haben 13 mal den Stanley Cup gewonnen und sind damit die Nummer zwei hinter den Montreal Canadiens. Der bisher letzte Triumph (1966/67) liegt allerdings schon 48 Jahre zurück.

Seit 2004 war der Klub aus Toronto nur einmal im Playoff, in der vergangenen Saison waren sie das viertschlechteste Team der Liga, dennoch sind die Maple Leafs laut "Forbes"-Liste mit 1,3 Mrd. Dollar das wertvollste Eishockey-Club der Welt.

Dekorierter Trainer

Heuer will die Mannschaft aus der größten Stadt Kanadas wieder zurück in die Playoffs. Möglich machen soll das Startrainer Mike Babcock.

Der 52-jährige Kanadier hatte in den vergangenen zehn Saisonen die Detroit Red Wings betreut und diese 2008 zum Gewinn des Stanley Cups geführt.

Toronto lockte Babcock aber mit einem Achtjahresvertrag und 50 Millionen US-Dollar (44,72 Mio. Euro) und machte ihn damit zum mit Abstand teuersten Trainer. Am 1. Juli transferierten die Maple Leafs ihren Stürmerstar Phil Kessel nach Pittsburgh zu den Penguins.

Starker Einstand bei den Islanders

Die Maple Leafs hoffen natürlich, dass Grabner an die starken Saisonen bei den Islanders anknüpfen kann.

Der Villacher hatte in der Saison 2009/10 für die Vancouver Canucks in der NHL debütiert, nach einem kurzen Engagement bei den Florida Panthers über den Sommer 2010 landete der bei den Islanders, für die er in seiner ersten Saison gleich 34 Treffer erzielte.

Er war damit bester Torschütze seines Klubs und aller Rookies (Neulinge) der Liga. In den folgenden Saisonen erreichte er mit 20, 16 und 12 Toren aber nicht mehr diese Ausbeute. Bei den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 war er allerdings mit fünf Treffern bester Torschütze des Turniers.

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