Österreichs Generalprobe für Hammer-Jahr

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Wenn am Samstag das Spiel Österreich gegen Slowenien bei der Euro Ice Hockey Challenge in Ljubljana (LIVE ab 17:25 Uhr auf LAOLA1.tv) endet, so ist auch der letzte Test vor dem Olympia-Qualifikationsturnier für Sotschi 2014 im Februar Geschichte

ÖEHV-Headcoach Manny Viveiros und seine Assistenten, KAC-Trainer Christian Weber und Linz-Meistermacher Rob Daum, können ab dann ihre gewonnen Erkenntnisse analysieren.

Nur, was konnte bisher erkannt werden?

Das Auftaktspiel gegen Frankreich wird ohne Tor-Erfolg mit 0:2 verloren. Die Österreicher sind nicht wesentlich schlechter, können aber ihre zahlreichen Möglichkeiten nicht nutzen. Vor allem eines der österreichischen Haupt-Sorgenkinder, das Powerplay, wurde wieder einmal offenbart.

Die ÖEHV-Cracks haben während dem Auftaktspiel sieben Überzahl-Möglichkeiten, können aber kein einziges nutzen. Selbst eine 40-sekündige 5:3-Überlegenheit führt zu keinem Treffer.

Und letztendlich kommt es wie es kommen muss: Wer keine Tore schießt, der verliert.

Rehabilitation gegen Italien

Im zweiten Spiel dann aber der erste Sieg. Gegen A-WM-Absteiger Italien glänzen Österreichs Eishockey-Profis und gewinnen völlig verdient mit 6:2. Die heimischen Cracks beginnen äußerst druckvoll, spielen sich Chance um Chance heraus und siehe da, plötzlich werden auch die Überzahl-Spiele zu Toren genutzt.

Teamchef Viveiros hat einiges zum Grübeln

Vier von sechs Treffern werden mit einem Mann mehr am Eis erzielt. Besonders hervorgestochen hat die Linie mit den Raffl-Brüdern, Thomas und Michael, und Manuel Latusa.

Die italienischen Nachbarn sind heillos überfordert und können von Glück sprechen, dass die Chancenverwertung ein weiteres Sorgenkind der österreichischen Trainer-Bank ist.

Es kommt ein aktueller Stanley-Cup-Sieger

Zum Abschluss des Turniers treffen die heimischen Cracks am Samstag auf den slowenischen Nachbarn (LIVE ab 17:25 Uhr auf LAOLA1.tv). Während der heimische Verband aus Kostengründen auf die NHL-Stars Michael Grabner, Andreas Nödl und Thomas Vanek verzichtet, spielt bei den Slowenen mit Anze Kopitar ein aktueller Stanley-Cup-Sieger mit.

Der 25-jährige Kranjer avanciert im Stanley-Cup-Finale 2011/2012 neben Stürmer-Kollege Dustin Brown und Goalie-Jonathan Quick zu einem der Erfolgsgaranten für den Überraschungs-Triumph der Los Angeles Kings.

Während dem derzeitigen NHL-Lockout hält sich Kopitar bei seinem Bruder Gaspar in der zweiten schwedischen Eishockeyliga Allsvenskan bei Mora IK fit.

Setzinger ist einer von fünf Legionären

Weiters ist Slowenien keine unbekannte Truppe, denn mit acht EBEL-Cracks, unter anderem sind RB Salzburg-Torhüter Luka Gracnar und VSV-Verteidiger Klemen Pretnar mit dabei, kennen sich die Gegner untereinander.

Insgesamt betrachtet ist der slowenische Kader ein Sammelsurium von Legionären. Nicht weniger als 17 Spieler verdienen ihr Geld im Ausland. Im aktuellen ÖEHV-Kader sind es vergleichsweise fünf. 

Slowenien ist der Favorit, aber nicht das Ziel

Die Zeiten, als Slowenien ein besserer Sparringspartner war, sind längst vergangene Tage. Das letzte Aufeinandertreffen verliert Österreich bei der B-WM vor 10.000 fanatischen Eishockey-Zuschauern in Ljubljana mit 2:3.

Ein ÖEHV-Erfolg ist auch am Samstag nicht sehr wahrscheinlich. Daher sollte das Spiel als das gesehen werden, was es ist: als Test.

Setzinger und Co. müssen ihren Torhüter besser schützen, Konter sollten vermieden werden, vor dem Tor muss die Effizienz gesteigert werden und selber sollten die Österreicher der Strafbank so gut wie möglich fern bleiben.

2013 spielt Österreich im Februar die Qualifikation für die Winter-Spiele 2014 in Sotschi und im Mai steht die A-WM in Helsinki und Stockholm an. Die ÖEHV-Cracks werden bei beiden Turnieren nicht das Spiel machen müssen, sondern sie sollten aus einer guten Defensive heraus ihre wenigen Chancen verwerten.

Mit dem Spiel gegen das nominell bessere Team aus Slowenien kann dafür schon getestet werden. Wie sich die heimischen Eishockey-Cracks mit der Herausforderung Slowenien tun, kann ab 17:25 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv mitverfolgt werden.

 

Alexander Planasch

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