Derby(s) zur besinnlichen Zeit

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LAOLA1 nennt auf Grund dieser unterschiedlichen Voraussetzungen drei Punkte, warum der KAC dank der Derbys den Weg aus der Krise findet und ebenso viele, wieso der VSV seinen Fans ein zweites Weihnachtsfest schenkt.


Der KAC gewinnt weil,…

…Derbys eigene Gesetze haben

Ok, es werden nun fünf Euro ins Phrasenschwein geworfen. Nichtsdestotrotz stimmt es aber dennoch. Denn die Halle wird bis zum letzten Platz gefüllt sein und die Spieler sind um ein, zwei Prozent motivierter als sonst. Ein Derby ist nie ein Spiel wie ein anderes. Es ist immer hitziger, rassiger und ruppiger als eine Partie gegen einen anderen Liga-Kontrahenten. Mit zwei Siegen gegen den VSV wäre der Grunddurchgang zwar nicht gerettet, aber die Qualifikationsrunde wäre um einiges erträglicher.

…sie die Erfahrung eines Rekordmeisters besitzen

Die Mannschaft ist acht Monate nach dem 30. Titelgewinn immer noch fast die gleiche. Oder in anderen Worten, das Team kann Eishockey spielen und kennt sich mit Drucksituationen aus. Die Klagenfurter sollten die Einstellung bewahren, dass man aus einer Krise immer gestärkter hervorkommt.

…sie eine Mannschaft mit Charakter stellen und den Fans ein versöhnliches Ende der Regular Season bescheren

Die Fans des KAC können fast schon einem leid tun. Zwar ist seit Jahren bekannt dass der Herbst nicht zu den Klagenfurter Lieblingsjahreszeiten gehört, doch über die Regular Season der Saison 2013/2014 wird wohl der Mantel des Schweigens gehüllt. Als im Oktober der Verletzungsteufel am Wörthersee wütete und Christer Olsson die Kaderplätze mit EBYSL-Spielern auffüllte, applaudierten die Zuschauer trotz mehrerer Heimniederlagen der jungen Mannschaft zu. Jetzt ist das Team an der Reihe und muss Charakter zu zeigen.  


Der VSV gewinnt das Derby-Doppel, weil…

…sie Derek Ryan und John Hughes haben

Was wurde in dieser Saison schon alles über die „incredible Twins“ berichtet. Doch jeder Artikel und jeder Superlativ ehrt nicht einmal ansatzweise die Leistung, welche diese beiden Herren Runde für Runde auf dem Eis zeigen. Unglaubliche 120 Punkte in 35 Spielen haben die beiden Stürmer bereits gesammelt.

…Jean-Philippe Lamoureux konstant geworden ist

Der VSV-Schlussmann spielt seine zweite Saison im „Adler“-Dress und hat sich gegenüber der vorigen immens gesteigert. Während der US-Amerikaner in der letzten Spielzeit nach grandiosen Paraden teilweise vermeidbare Treffer, vor allem an der ersten Stange, erhalten hat, so ist dieser Makel heuer noch nicht augenscheinlich. Auch seine Nerven scheint der 29-Jährige in den Griff bekommen zu haben. Bei einer Statistik, welche anzeigen würde, welcher Torhüter am häufigsten umgefahren wird, wäre Villachs Keeper oben anzutreffen. Doch Raufereien oder das Zerstören seines Schlägers gehören bei Lamoureux der Vergangenheit an

…weil sie das beste Powerplay der Liga stellen

Der VSV erzielte in 165 Überzahlspielen 42 Tore – was ein Schnitt von einem Treffer in jedem vierten Powerplay bedeutet. Der KAC wäre gut beraten, sich so weit wie möglich von der Strafbank fernzuhalten. Denn sind die Villacher numerisch überlegen, so ist ein Tor wohl nur eine Frage der Zeit.

Alexander Planasch

>>>LIVE-Ticker des 58. Spieltags ab 17:30 Uhr<<<

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