"Wenn das auf hohem Niveau stattfindet, hilft es!"

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Die EBEL expandierte im Sommer erneut in umliegenden Länder, mit HC Znojmo nimmt an der Saison 2011/12 erstmals ein tschechischer Vertreter teil.

Fortan kämpfen sechs österreichische Vereine (Salzburg, KAC, Vienna Capitals, VSV, Black Wings Linz, Graz99ers) und fünf Ausländer (Ljubljana, Zagreb, Fehervar, Jesenice und Znojmo) um die Krone des heimischen Eishockeys.

LAOLA1 befragte ÖEHV-Teamspieler und Klub-Trainer nach ihrer Meinung zum Liga-Zuwachs.

Pierre Page (Salzburg-Coach): „Ich denke es wichtig für die Liga global zu denken, denn die gesamte Welt ist funktioniert so.  Das ist ein guter Weg. Das hilft mit Sponsoren, TV und überhaupt weitet es den Bekanntheitsgrad aus. Die Alpenliga war ein gutes Konzept, aber sie hat nicht funktioniert. Jetzt muss man drei bis vier Schritte weiter gehen. Wir müssen sicherstellen die richtigen Schritte zu setzen und die Liga auszuweiten.“

Matthias Trattnig (Salzburg): „Ich finde es gut, wenn die Liga expandiert, denn zehn Teams sind ein bisschen wenig. Noch besser wären natürlich 12 Mannschaften. Über die Stärke von Znaim kann ich nicht viel sagen, aber ich denke, sie werden sich im unteren Mittelfeld einpendeln.“

Thomas Koch (KAC): „Znaim wird die große Unbekannte in der Liga sein. Niemand kennt diesen Klub richtig. Es sind viele Spieler im Kader, gegen die wir noch nicht gespielt haben. Sie sind technisch und eisläuferisch stark. Unterschätzen darf man sie keinesfalls, sonst kommt man unter die Räder. Es wird sich zeigen, wie sich Znaim macht. Für Österreich ist es sicher gut, wenn wir ausländische Vereine mit einem anderen System haben. Wenn das alles auf hohem Niveau stattfindet, hilft es dem heimischen Eishockey.

Roland Kaspitz (VSV): Mit den ausländischen Vereinen ist es eine schwierige Geschichte. In Zagreb zu spielen, macht wegen der großartigen Unterstützung der Fans Spaß. Wenn jedoch 20 eingebürgerte Kanadiern auf dem Eis stehen, kann das nicht gut sein. Diese Sache ist ein zweischneidiges Schwert, wenn man langfristig österreichische Spieler forcieren und das Eishockey weiterbringen will.

Philipp Lukas (Black Wings Linz): „Ich enthalte mich jeglichen Kommentars. Nichts gegen Znaim, denn ich kenne die Burschen, weil ich als Junger sehr viel dort trainierte. Aber Österreich sollte sich Gedanken über das Eishockey im eigenen Land machen, so wie die Weltmeisterschaft verlaufen ist. Langsam sind wir in der Minderheit in unserer Liga. Über diesen Punkt muss man nachdenken. Wir Spieler haben ohnehin nichts mitzureden, daher ist es egal, was ich darüber denke.“

Mario Richer (99ers-Coach): Andere Länder in der Liga vertreten zu haben, ist gut für Österreichs Eishockey und für die Entwicklung der Spieler.

Christoph Köckeis und Sebastian Rauch

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