Saisonvorschau 2014: RB Salzburg

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RB Salzburg ist der Favorit auf den Titel.

Einerseits stellen die „Bullen“ fast schon traditionell den nominell stärksten Kader der Erste Bank Eishockey Liga, andererseits dürfte der österreichische Meister nach dem verlorengegangenen EBEL-Finale gegen den HC Bozen heißer denn je auf den Titel sein.

Es zählt nur der Titel

Den Traum vom ersten EBEL-Titel seit drei Jahren in die Realität umsetzen soll der neue Coach Dan Ratushny.

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Der erst 43-Jährige gilt im Gegensatz zu seinen Vorgängern Pierre Page und Don Jackson als überaus kommunikativ und will ähnlich wie Jackson offensives, auf viel Puckbesitz ausgelegtes Eishockey praktizieren lassen.

Um Ratushnys Spielideen möglichst rasch zu verinnerlichen, stehen die „Bullen“ bereits seit Ende Juli auf dem Eis, länger als jedes andere EBEL-Team.

Die Salzburger genießen durch die Red-Bull-Millionen eben nicht nur den Vorteil eines starken Kaders, durch die neue Akademie in Liefering finden sie auch Trainingsmöglichkeiten vor, die andere Teams nicht haben.

„Die Möglichkeiten, die wir hier vorfinden, hat fast kein Klub auf der Welt", schwärmt Ratushny, der in einer Doppelfunktion auch ÖEHV-Teamchef ist, von seinem neuen Arbeitgeber.

Diesem Wettbewerbsvorteil sollen nun aber auch Ergebnisse folgen, neben dem EBEL-Titel will man auch in der Champions Hockey League eine gute Rolle spielen.

Relativ ruhige Transferphase

Lediglich sieben Spieler verließen den Verein, demgegenüber stehen neun neue Cracks. Für Salzburger Verhältnisse eine ruhige Transferphase.

Für den meisten Gesprächsstoff hat wohl die Verpflichtung von John Hughes gesorgt. Der Liga-MVP des Jahres 2012 heuerte nach 2008-09 erneut bei den „Bullen“ an, nachdem er beim VSV aufgrund disziplinärer Verfehlungen die Koffer packen musste.

„Ich spüre, dass in Salzburg der beste Platz in der EBEL für mich ist. Ich habe die Stadt und die Fans schon vor fünf Jahren sehr gemocht“, freut sich Hughes über seine Rückkehr.“

Überhaupt scheint die Mozartstadt bei Eishockeyspielern sehr beliebt zu sein, auch Ryan Duncan, der bereits zum dritten Mal das „Bullen“-Jersey überstreift, führt dies als Grund für seine Rückkehr an.

"Salzburg fühlt sich mittlerweile an wie meine Heimatstadt. Nach all den Jahren im internationalen Eishockey weiß ich, was ich an Salzburg habe."

Mit Garett Roe und Mark Cullen trennte man sich zwar von zwei zuverlässigen Scorern, die Neuzugänge kompensieren diese Verluste aber mehr als genug. Mit Fabio Hofer und Patrick Obrist gingen zudem zwei junge Österreicher, die bei den "Bullen" keine Perspektive mehr sahen.

Name Alter Position Nation voriger Verein
Alexander Cijan 20 LW/RW Österreich Mora (SWE2)
Ryan Duncan 29 RW Kanada RB München (DEL)
Brett Sterling 30 LW/RW USA Örebro (SWE)
John Hughes 26 C/LW Kanada Villacher SV
Alexander Rauchenwald 21 C Österreich Villacher SV
Ben Walter 30 C Kanada Jokerit (FIN)
Zdenek Kutlak 34 D Tschechien Davos (NLA)
Kyle Beach 24 RW Kanada Hartford Wolf Pack (AHL)

KADERBEWERTUNG:

TOR:




Zwischen den Pfosten hat sich bei den Salzburgern nichts getan. Mit Routinier Bernd Brückler und dem slowenischen Top-Talent Luka Gracnar verfügen die „Bullen“ aber auch über das wohl beste Torhüter-Tandem der Liga. Brückler beendete die Saison mit einem Gegentorschnitt von 2,51 auf dem insgesamt dritten Rang, Gracnar führte diese Statistik mit 2,19 erhaltenen Treffern pro Partie sogar an.

LAOLA1-Bewertung: Auch wenn der eine oder andere EBEL-Torhüter über die beiden zu stellen ist, kann kein anderes Team auf zwei so gleichwertig starke Torhüter zurückgreifen.

ABWEHR:




Nationalspieler Matthias Trattnig ist nach einer aufgrund seiner Knieverletzung verkorksten Vorsaison wieder zurück und will es noch einmal wissen. Dominique Heinrich (+32), Brian Fahey (+30) und Michael Boivin (+28) führten vergangene Saison die Plus-/Minus-Wertung an. Alexander Pallestrang und Florian Mühlstein sind zwei junge österreichische Talente, die in jedem anderen EBEL-Team einen Platz finden würden und last but not least holten die „Bullen“ mit Zdenek Kutlak noch einen äußerst erfahrenen Shutdown-Defender, der mit Tschechien schon über WM-Silber und Bronze jubeln durfte.

LAOLA1-Bewertung: Die „Bullen“-Abwehr besticht mit einer perfekten Mischung aus Alt und Jung sowie Playmaking- und Shutdown-Defendern.

ANGRIFF:




Neben den bereits erwähnten Duncan und Hughes, von denen man sich über 50 Socrerpunkte erwarten darf, werden wohl die Neuzugänge Ben Walter und Brett Sterling, sowie Dave Meckler in den ersten beiden Linien zum Einsatz kommen. Der sechste Mann wird aus dem Nationalspieler-Trio Manuel Latusa, Daniel Welser und Thomas Raffl kommen. Auch eine Beförderung von Konstantin Komarek, der vor allem in den Playoffs überzeugte, in die Top-Sechs ist denkbar. Mit Andreas Kristler zeigte ein weiterer junger Österreicher in der Postseason auf. Der 23-Jährige ist jedoch noch verletzt und verpasst den Saisonstart. Marco Brucker, Alexander Rauchenwald und Alexander Cijan werden sich mit Tryout-Spieler Kyle Beach um Eisatzminuten im vierten Block streiten müssen.

LAOLA1-Bewertung: Besser geht’s nicht. Wer über eine dritte Linie aus gestandenen Nationalspielern verfügt, muss sich vor keinem EBEL-Team verstecken.


Anmerkung: Als Bewertungsgrundlage gibt es 1 bis 10 Pucks, wobei 10 das Maximum darstellt.

Name Alter Position Nation neuer Verein
Patrick Obrist 21 C Österreich Rapperswil (NLA)
Fabio Hofer 23 C Österreich Black Wings Linz
Garrett Roe 26 C USA RB München (DEL)
Evan Brophey 27 C/LW Kanada RB München (DEL)
Matt Keith 31 C/LW Kanada Braehead Clan (UK)
Mark Cullen 35 C/LW USA HC Bozen
Andreas Nödl 27 RW Österreich unbekannt

DAS LAOLA1-FAZIT:

Die Salzburger können sich auf dem Weg zum Titel eigentlich – wie jedes Jahr – nur selbst im Weg stehen. Im Gegensatz zu den letzten Saisonen ist die Wahrscheinlichkeit dafür noch einmal minimiert worden. Der Kader wurde nicht allzu sehr verändert, mit Duncan und Hughes holte man zwei Topscorer, die das Umfeld und die Liga bestens kennen und Dan Ratushny bringt den nötigen Erfolgshunger und die Motivationsfähigkeit mit, die man bei seinen Vorgänger zumindest in der Außendarstellung etwas vermisst hat. Mannschaft, Umfeld, Trainer, es passt alles und es muss viel passieren, dass die Salzburger nicht erstmals seit drei Jahren wieder einmal den EBEL-Titel einfahren.

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Fabian Santner

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